Figur und Figuration PDF

Aspekt ein sprachliches Gestaltphänomen der Oberflächen- und der Tiefenstruktur von Texten, das vom eigentlichen Ausdruck abweicht. Die in der Theorie der Figur und Figuration PDF, in der Poetik und Sprachwissenschaft geläufigen Stilmittel stammen vor allem aus der antiken Rhetorik und Poetik, die schon mehrere ausgearbeitete Systeme kannten. Syntax, und die Tropen, die die Semantik betreffen.


Författare: Gottfried Boehm.
Bilder sind Träger von Figuren und initiieren gleichzeitig auch Prozesse der Figuration. Bild und Zahl blenden sich in der Figur übereinander.
Die gegenwärtige Diskussion über die spezifischen Qualitäten des Bildlichen bringt die Begriffe der Figur sowie des Figurativen ins Spiel: Das zeichnet sie als ein Phänomen aus, welches mehrdeutig ist, Strukturen von Wahrnehmung und Wissen durchkreuzt und füreinander durchlässig macht.
Ebenso wenig wie das Bild ist auch die Figur nicht mehr einzig von ihrer illustrativen oder narrativen Funktion her zu begreifen. Erkundet man die Figur nicht als konturierte, sondern als bewegte, entfalten sich im Figurativen destabilisierende Kräfte, in denen wiederum selbst Bilder der Veränderung und des Übergangs manifest werden: Eine Figur stellt (noch) kein spezifisches Bild vor Augen, sondern kündigt es immer wieder neu an.

Rhetorische Figuren sind Wortstellungsvarianten oberhalb der Ebene der Grammatikalität, wie zum Beispiel der Chiasmus. Ebene entstehen und sprachlich verschieden ausformuliert werden können. Ebenfalls aus der Antike stammt die in der Rhetorik überwiegende Einteilung nach den vier Änderungskategorien. Sie geht mit der Deviationstheorie von einem zugrundeliegenden eigentlichen Ausdruck aus, dem verbum proprium.

Ausdruck, zum Beispiel Geminatio, Hendiadyoin, Pleonasmus. Abfolge des sprachlichen Ausdrucks, zum Beispiel Hyperbaton, Hysteron-Proteron. Ausdruck vor Ort, zum Beispiel Metapher, Metonymie, Ironie. Die ersten drei Kategorien enthalten dabei die Figuren, die vierte bezeichnet die Tropen.

Die Wirkung der Stilmittel ist meistens eine besondere Betonung, die der Leser oder Zuhörer unbewusst aufnimmt. Während die meisten Stilmittel absichtlich in Reden oder Schriftwerke eingebaut werden, sind einige alltäglich, zum Beispiel die Ellipse. Heinrich Lausberg: Handbuch der literarischen Rhetorik. Auflage, mit einem Vorwort von Arnold Arens. Plett: Einführung in die rhetorische Textanalyse.

Gert Ueding, Bernd Steinbrink: Grundriß der Rhetorik. Diese Seite wurde zuletzt am 26. Januar 2019 um 16:00 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Individuen aufeinander als grundsätzliches Phänomen betont. Elias versteht unter einer Figuration ein dynamisches soziales Netzwerk oder Beziehungsgeflecht von untereinander abhängigen Individuen.