Führen mit Autorität – aber nicht autoritär PDF

Rangeinweisung – Wer ist der „Herr“ im Haus? Wie führen mit Autorität – aber nicht autoritär PDF man reagieren, wenn der Hund Dominanzgesten zeigt? Sie werden das, was der Mensch aus ihnen macht.


Författare: Walter Schmidt.
Über manche kurzzeitig hochgejubelten Führungskonzepte, wie z. B. die Corporate-Identity-Bewegung oder das Reengineering-Verfahren, spricht man kaum noch. Schnell verlangt wieder ein anderes "neues" Managementmodell nach Beachtung. Wie aber sieht es aus mit praxiserprobten Führungsgrundsätzen, die sich bereits über einen längeren Zeitraum bewährt haben? In der kulturgeschichtlichen Entwicklung des Abendlandes sind die Einflüsse der benediktinischen Regel nachweisbar.
Kennzeichen dieses Arbeitsheftes ist die Konfrontation dieses über 1400 Jahre alten, aber bis in unsere Zeit hineinwirkenden, von Regeln und Autorität geprägten Führungskonzeptes mit dem kooperativ-partnerschaftlichen Führungsstil unserer Tage und den daraus abgeleiteten praktischen Anregungen für eine effiziente Personalführung.
Fazit: Eine lohnende Annäherung mit Lösungen für ein innovatives Management. Das Buch richtet sich an Führungskräfte aller Ebenen, künftige Vorgesetzte, Personalabteilungen und an Institutionen, die Führungstrainings und -seminare anbieten und durchführen.
Der Autor Dr. Walter Schmidt ist Professor für Personalführung, Betriebspsychologie und Arbeitswissenschaft.

Solche Kampf- oder Streitspiele spielen nur Hunde, die sich bereits gut kennen. Die Unterschiede zwischen einem Scheinkampf und einem Ernstkampf sind sehr gering. Wenn ein Hund mit einem anderen zu heftig spielt, kann sich das Ganze plötzlich zu einem echten Kampf entwickeln. Aus diesem Grund spielen einander fremde Hunde eher Jagdspiele. Oh – Frauchen ruft – Schade. Immer wenn’s am schönsten ist, muss ich aufhören.

Aber ich laufe besser doch schnell hin, sie hat sicher wieder etwas ganz Tolles für mich. Hundliche Dominanz, die vor vierzig Jahren noch kein Thema war, ist inzwischen in zu einem großen Problem geworden. Das liegt aber nicht daran, dass die Hunde dominanter geworden wären als früher, sondern an dem hohen Prozentsatz von Hundebesitzern, die zu schwach sind, die es zulassen, dass sie von ihren eigenen kleinen Kindern und ihren Hunden untergeordnet werden. Unsachliche Affenliebe und eine gefährliche Laissez-faire-Mentalität hat konsequente Erziehung abgelöst.

Während früher die Hunde meist zur Arbeit gezüchtet und gehalten wurden, sind sie heute oft verwöhnte Luxusgeschöpfe, deren Tagesablauf von Langeweile geprägt wird. Doch ein Hund muss beansprucht werden, und zwar körperlich und geistig. Wenn er sich langweilt, sorgt er anderweitig für Aufregung in seinem Leben: er wird zum „Problemhund“ und seine Menschen stöhnen nur noch: „Versteh‘ einer diesen Hund ! Ein Problemhund hat nur ein Problem – den Menschen. Der Rang des Hundes muss nicht herabgesetzt werden! Vielmehr müssen der Menschen lernen, sich wie jemand zu verhalten, der es wert ist, dass man auf ihn hört.

Der Fehler liegt bei den Zweibeinern, nicht bei den Hunden. Aber es ist sicherlich einfacher, den Hund zu beschuldigen, als die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Ungehorsam von Untergebenen ist eine Beschuldigiung, die häufig von inkompetenten Anführern erhoben wird. Ranghohe Tiere haben meist einen größeren Handlungsspielraum und einen bevorzugten Vortritt zu Ressourcen wie beispielsweise zu Nahrung, Schlaf- und Ruheplätzen oder zu Paarungspartnern. Dominante Tiere haben aber nicht nur Vorrechte, sondern auch spezifische Pflichten. Rangordnung und Dominanz – Die Schreckgespenster in der Hundeerziehung?

Hundehalter sind sehr verschieden und betrachten ihre Hunde auf unterschiedliche Weise, was auch den Umgang mit ihnen prägt. Ein eher autoritärer Hundeführer hat die Tendenz, Führung und Dominanz als etwas Forderndes, Kontrollierendes und Strafendes zu interpretieren. Ein eher gefühlvoller Hundeführer sieht in den selben Begriffen etwas Freundliches und Fürsorgliches. Die Worte Rangordnung und Dominanz sind in der Hundeerziehung in letzter Zeit regelrecht in Verruf geraten und man hört immer wieder z. Aber auch wenn die Hunde keine Wölfe mehr sind und sich zu einer eigenen Art entwickelt haben, so haben sie doch viele Wolfseigenschaften in ihr Hundedasein mitgebracht. Welche Eigenschaften das sind, kann von Hundetyp zu Hundetyp verschieden sein.

Gerade deshalb können sie uns ja so geschickt um die Pfote wickeln. Manche Hundler lehnen das Rudelkonzept ab, weil Hunde uns nicht als Artgenossen sehen und deshalb auch kein Rudel mit uns bilden können. Aber weshalb kommunizieren sie mit uns dann mit den gleichen visuellen Signalen, die sie auch gegenüber ihren Artgenossen zeigen? Mit Tieren anderer Spezies kommunizieren sie nicht auf diese Weise. Menschen und Hunde bilden einen Sozialverband, in dem es eine für den Hund erkennbare stabile Gruppenhierarchie geben sollte.

Aus dem gleichen Grund wird auch die Bezeichnung „Alpha“ abgelehnt. Gleichzeitig führt man aber ein neues Wort ein, wie z. Idol“ und spricht davon, dass der Mensch das Ideal, das Vorbild, für den Hund sein soll. Aber wie kann ein artfremdes Wesen Vorbild sein? Dafür sind Hund und Mensch nun wirklich zu verschieden. Anführer, kann ich mir dagegen auch zwischen unterschiedlichen Arten gut vorstellen. Laut Duden ist „Idol“ ein Gegenstand der Verehrung.

Andere lehnen die Dominanztheorie ab, weil sie „Dominanz“ mit Unterdrückung im alten Stil, mit Härte und Gewalt gegen Abhängige gleich setzen. Neuere Forschungen haben dieses falsche Bild inzwischen zurecht gerückt. Das Eltern-Nachwuchs-Dominanz-System hat das veraltete Alphakonzept abgelöst. Sicher, das Wort „Dominanz“ ist so missbraucht worden, dass die Versuchung nahe liegt, es ganz aus unserem Vokabular zu streichen.