Ethik nach Tschernobyl PDF

Please forward this error screen to qx3. Wie bin ich geworden, wer ethik nach Tschernobyl PDF bin? Professuren an der Freien Universität Berlin und der Universität Frankfurt seit 1998 einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Mannheim inne.


Författare: Volodymyr Sheremeta.
Ist die Nutzung der Kernenergie als eine von verschiedenen Möglichkeiten der Energiesicherung ethisch zu rechtfertigen bzw. ist diese entsprechend dem heutigen Wissensstand menschen- und umweltverträglich? Kann auch die theologische Ethik einen Beitrag zur sachbezogenen Diskussion um die Kernenergieproblematik leisten? Wenn ja, wie sieht dieser Beitrag genau aus? Das sind die Fragen, die diese Studie an ein Thema stellt, das in den ethisch-theologischen Auseinandersetzungen mit den «Gegenwartsfragen» bisher zu wenig erörtert wird.

Eine «Ethik nach Tschernobyl» will eine Orientierungshilfe für die Einschätzung der modernen Technologien sein und die menschliche Verantwortung im Umgang mit lebensentscheidenden Fragen vertiefen.

Philosophie und Anglistik an der Universität Mannheim studiert. Schon während des Studiums spezialisierte er sich auf das Thema Tierethik und arbeitete bei Ursula Wolf an diversen Projekten und Publikationen zu diesem Thema mit. Zurzeit verfasst er eine Dissertation zu einem tierethischen Thema. Tierethische Positionen Dürfen wir das Wohl und Leben der Tiere unseren Zwecken unterordnen? Oder müssen wir Tiere auf die gleiche Weise moralisch berücksichtigen wie Menschen? Jens Tuider und Ursula Wolf führen in Grundfragen der Tierethik ein. In der alltäglichen Moral und im Recht hat sich inzwischen die Auffassung durchgesetzt, dass Tiere als fühlende Wesen um ihrer selbst willen moralisch zählen.

In Deutschland und der Schweiz ist dieser sogenannte ethische Tierschutz sogar in der Verfassung verankert. Gleichzeitig ist aber immer noch die aus der christlichen Tradition stammende Überzeugung von einem speziellen Wert des Menschen verbreitet. Offensichtlich liegt also in den derzeitigen Vorstellungen eine gewisse Spannung, die man in zwei Richtungen bereinigen könnte. Die eine Richtung betont die Besonderheit des Menschen, macht bestimmte personale Fähigkeiten zum Kriterium für die Zugehörigkeit zur Moral und trägt der Einbeziehung der Tiere durch indirekte Hilfsargumente Rechnung.

Kant erklärt die Sonderstellung des Menschen nicht religiös. Vielmehr gründet für ihn die Würde des Menschen darin, dass dieser nicht nur in der Erfahrungswelt lebt, sondern Anteil an der Welt der Vernunft hat, die einen absoluten Wert besitzt. Während unsere Antriebe in der Erfahrungswelt den Kausalgesetzen unterworfen sind, sind wir als Mitglieder der Vernunftwelt autonom, d. Fähigkeit, uns selbst das Moralgesetz zu geben. Der Kontraktualismus setzt nur die zweckrationale Vernunft voraus. Er besagt, dass es im vormoralischen Interesse rationaler Individuen ist, sich auf Normen wechselseitiger Rücksicht zu einigen, weil der Vorteil, den der Gewinn an Sicherheit vor Übergriffen bedeutet, den Verzicht überwiegt, der in der Einschränkung der eigenen Interessen mit Rücksicht auf die Interessen der anderen liegt. Eine direkte Ausdehnung der Moral auf Tiere auf dieser Basis finden wir in Schopenhauers Mitleidsethik.

Dieser betont gegen Kant, dass moralisches Handeln sich nur verstehen lässt, wenn wir ein empirisches Motiv dafür finden können. Er verweist auf altruistische Gefühle, genauer auf den natürlichen Affekt des Mitleids, in welchem wir direkt auf das Wohl anderer fühlender Wesen bezogen und von ihrem negativen Erleben betroffen sind. Den Anstoß zur heutigen Tierethik-Debatte hat Peter Singers utilitaristische Position gegeben. Für den Utilitarismus ist moralisches Handeln auf das Ziel der Nutzenmaximierung bezogen. Der Nutzen wird im klassischen Utilitarismus bei Bentham als Lust, in Singers sog. Unterschiede gibt es für Singer allerdings in der Tötungsfrage.