Emil oder Ueber die Erziehung PDF

Dies ist die gesichtete Version, die am 5. Hauptwerk Jean-Jacques Rousseaus aus dem Jahr 1762. Das fünfte und letzte Buch widmet sich der Erziehung eines Mädchens namens Sophie, das Emile nach Abschluss seiner Erziehung emil oder Ueber die Erziehung PDF. Die Erziehung von Sophie ist der von Emile ähnlich.


Författare: Jean Jaques Rousseau.

Sophie erhält jedoch eine andere Ausbildung: Sie lernt Singen, Klavierspielen, Nähen und Kochen. Ihre Aufgabe ist es, ihrem zukünftigen Mann zu gefallen und ihm das Leben angenehm zu machen. Die natürliche kindliche Neugier von Mädchen oder jungen Frauen ist abzutöten, da sie klug genug sind, um Geheimnisse, die man ihnen verbirgt, zu ahnen, und weil sie schlau genug sind, sie zu entdecken. Das bedeutet, die Kindheit soll nicht nur als Durchgangsstadium zum Erwachsensein angesehen werden, darf nicht einer ungewissen Zukunft geopfert werden, sondern gilt als eigenständige, vollwertige Lebensspanne.

Man kennt die Kindheit nicht: mit den falschen Vorstellungen, die man von ihr hat, verirrt man sich um so mehr, je weiter man geht. Man versuche, aus dem Kind so schnell wie möglich einen Bürger der Gesellschaft zu machen. Ausbildung seiner Sinne, Organe und Glieder angelegt. Negative Erziehung heißt in erster Linie verhindern, dass etwas passiert.

Es gehe nicht darum, Zeit zu gewinnen, sondern zu verlieren. In der Sexualerziehung vertrat Rousseau restriktive Vorstellungen. Das Kind solle über Sex und Sexualität in völliger Unwissenheit gelassen werden. Es gibt nach Rousseau dreierlei Lehrer: die Natur, die Menschen und die Dinge. Erstere entwickelt unsere Fähigkeiten und Kräfte, die Mitmenschen lehren uns deren Gebrauch und die Dinge erziehen uns durch die Erfahrung, die wir mit ihnen machen, und durch die Anschauung.

Die Aufgabe des Erziehers ist, dafür zu sorgen, dass die drei Erzieher im Gleichgewicht sind, da der Schüler ansonsten schlecht erzogen und immer uneins mit sich wäre. Man muss ihm den Gebrauch seiner geringen Kräfte lassen und darf seinen Forschungstrieb nicht unterdrücken. Die Erziehung des Menschen beginnt mit der Geburt. Ehe er spricht, ehe er hört, lernt er schon.

Die Erfahrung eilt der Belehrung voraus. Diese Lebensspanne ist der körperlichen Ertüchtigung, der Geschicklichkeit und Schärfung der Wahrnehmung vorbehalten. Das wird praktisch erreicht durch Arbeit, Erkundung, Nachahmung und Spiel, wobei das Kind durch Selbsttätigkeit, in Versuch und Irrtum seine Fähigkeiten erwerben soll. Es wird der größte Wert auf eigene Erfahrungen und das daraus resultierende Verständnis der Welt gelegt. In dieser Lebensphase werden der erwachende Verstand und die Vernunft angesprochen, d. Es handelt sich nicht darum, ihm die Wissenschaften beizubringen, sondern darum, dass es Gefallen an ihnen finde, um sie zu lieben, und ihm die Methoden zu vermitteln, um sie lernen zu können, wenn diese Vorliebe besser entwickelt ist. Das ist bestimmt ein Erzgrundsatz einer jeden guten Erziehung.

Das ist von nun an das geheiligte Wort, das zwischen ihm und mir über alles Tun in unserem Leben entscheidet. Das Ziel zum Abschluss dieser Lebensphase ist ein arbeitsames, mäßiges, kräftiges, geduldiges und, vor allen Dingen, urteilsfähiges Kind, das zwar wenige, aber dafür gründliche Kenntnisse sein Eigen nennt. Leidenschaft gewachsen zu sein, also zu lieben und selbständig zu bleiben? Der Erzieher wird zum Freund, dessen der Zögling bedarf. Die Leidenschaften werden ihrer Heftigkeit dadurch beraubt, dass man sie Anlässen wie Sport, Jagd und Wandern aussetzt. Das Studium der Literatur und Geschichte sollen den Zögling in der Rolle des Beobachters die Menschen sehen lernen lassen, wie sie sind. Dem Zögling werden Begriffe, Ideen und eine Vorstellung vom Ganzen gegeben, also Religion nahegebracht.

Der Erzieher sucht die Gefährtin des Zöglings mit großem Bedacht selbst aus. Er lässt ihn sich eine Vorstellung von ihr machen, und dieses gedachte Ideal wird nun der Vergleich für jede wirkliche Frau. Emile ist nicht dazu geschaffen, um immer einsam zu bleiben. Als Glied einer Gemeinschaft muss er ihre Pflichten erfüllen. Der Zögling, bislang in der Einsamkeit zur Unabhängigkeit erzogen, sollte zuletzt in der Lage sein, den Gesellschaftsvertrag zu schließen und in der Gemeinschaft zu bestehen. Die natürliche Religion nach Rousseau beruht auf Erfahrungen und Überlegungen, die allen zugänglich sind. Emile soll keine Weltanschauung aufgedrängt werden, damit er diejenige wählen kann, zu der ihn seine eigene Meinung führt.

Jahrhunderts 59 unterschiedliche Editionen in Französisch und 21 Veröffentlichungen in einer Fremdsprache erfolgt. Einen markanten Einschnitt innerhalb der Publikationsgeschichte bildet die Französische Revolution. Einzige Ausnahme von diesem Trend bildet England, das sich schon vor der Revolution von Rousseau abgewandt hatte. Solange der Mensch keine Vergleiche angestellt und seine Bezüge zu anderen völlig ignoriert hat, gibt es noch kein Gewissen. Sie sehen dann ihre gegenseitigen Beziehungen, und auch die der Dinge untereinander. Wären Sie ein Privatmann wie ich, dann könnte ich Sie vor einen gerechten Richterstuhl laden.