Ekstatische Trance PDF

Ekstatische Trance PDF Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Sammelbegriff für veränderte Bewusstseinszustände mit einem intensiven mentalen Erleben. Von den beiden letztgenannten Trancen abgesehen sind der Wille und ein spezieller Auslöser notwendige Bedingungen zum Entstehen von Trancen.


Författare: Nana Nauwald.
Rituelle Körperhaltungen sind in Verbindung mit Klang und Rhythmus Türöffner zu vielfältigen Bewusstseinswelten. Sie können zu heilsamer Erkenntnis führen, die Kreativität und Selbstheilungskräfte anregen.
Diese weiterentwickelte Ausgabe ist Arbeitsbuch und Nachschlagewerk zugleich und enthält ausführliche Beschreibungen von rund 70 rituellen Körperhaltungen, darunter einige neu erforschte. Zahlreiche Abbildungen und wissenschaftliche Hintergrundinformationen helfen, den Kontext der Haltungen zu verstehen.

Darüber hinaus hat der kulturelle bzw. Hintergrund der Person einen entscheidenden Einfluss auf die Art und Tiefe des Zustandes. Es gibt keine allgemeingültige Definition von Trance. Die obige Begriffserläuterung bildet den kleinsten gemeinsamen Nenner verschiedener Definitionen. Als Trance gilt im Vergleich zur weiten, panoramaartigen Achtsamkeit genau genommen jede fokussierte und damit begrenzte Aufmerksamkeit. Die verstärkte Fokussierung der Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte des sensualen Erlebens geht, je nach Tiefe des Trancezustandes, mit einer schwach oder stark herabgesetzten Wachheit einher. Wissenschaftlich wird genauer unterschieden: Wachheitsgrade werden hier als Vigilanzstadien bezeichnet.

Der Bewusstseinsforscher Charles Tart beschreibt den Zustand der durchschnittlichen oder normalen Aufmerksamkeit als Alltagstrance. Die Aufmerksamkeit in ihrer gesellschaftlichen Konstitution und Funktion bezeichnet Tart als Konsensustrance. Zur Auslösung einer Trance, die weder durch eine Droge induziert noch traumatisch erzeugt ist, werden mehrfach und schleifenartig bestimmte Reizmuster wiederholt. Eine Trance wird mit einer höheren Anzahl von Wiederholungen tiefer.

Zum Beispiel bestehen Trommelrhythmen aus einzelnen Tönen, welche zusammen ein Thema bilden. Durch Wiederholung und Abwandlung kann dann die Trance gesteuert werden. Doch treten Trancezustände ziemlich häufig und unbemerkt bei allen Menschen auf. Manchmal genügt schon ein monotones Geräusch wie etwa das einer Maschine, sofern es lange genug gehört wird. Bei allen tranceartigen Bewusstseinszuständen können ähnliche neurologische und körperliche Prozesse beobachtet werden. So ist der Beginn der Trance durch Steifheit des Körpers, Schwitzen und schweres Atmen gekennzeichnet.