Einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel PDF

Unter den Befürwortern einer inklusiven Beschulung gibt es eine radikale und eine gemäßigte Fraktion. Gemäßigte Inklusionsbefürworter sind bereits zufrieden, wenn 80 einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel PDF 90 Prozent der Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf Regelschulen besuchen. Hans Wocken vertritt den Standpunkt, dass zwar eine Sonderschulpflicht unzulässig sei, nicht aber die Existenz von Sonderschulen.


Författare: Alexander Schwalm.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik – Sonstiges, Note: 1,3, Universität Augsburg (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät), Veranstaltung: Grundformen pädagogischen Handelns, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit möchte ich besonders auf die Bedeutung des Spiels in der Pädagogik eingehen. Denn hier wird das Spiel zunächst vor allem als Lernmittel angesehen, durch welches Kinder sich bereits sehr früh die ersten Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen. Aus dieser Sicht wird dem Phänomen des Spiels somit von Anfang an auf den Grund gegangen, da "…die Pädagogik seit langem das Spiel in die Organisation der Erziehung eingebaut [hat]" (Prange 2006, S.116). Natürlich regte sich im Laufe der Zeit, wie fast überall, auch hier wieder Kritik an dieser Auffassung. Das Spiel solle nicht nur als Mittel zum Zweck des Lernens angesehen werden. Der ursprüngliche freie und ungezwungene Charakter des Spiels soll erhalten bleiben, denn eines der wichtigsten Merkmale des Spiels an sich ist, dass es von Natur aus "… eine freie Handlung dar[stellt]…" (ebd., S.118). Deshalb ist es wichtig, dass abgeklärt werden muss, welche Merkmale das Spiel besitzt, um zu verstehen wie es sinnvoll als pädagogisches Mittel eingesetzt werden und welche Ziele und Aufgaben es haben kann. Vor allem aber in unserer heutigen, vom Konsum geprägten Zeit nimmt das Spiel wieder eine wichtige Rolle ein. Allerdings bleibt die Frage, ob die heutige immer stär-ker werdende Kommerzialisierung des Spiels mit dem traditionellen Kinderspiel vereinbar ist oder ob Sie zum Aussterben des letzteren führt. Ebenfalls ist das Spiel ganz besonders heutzutage nicht mehr auf die Kindheit begrenzt. Durch vielfältiges Spielzeug, Videospiele und andere Medien gewinnt das Spiel über eine große Lebensspanne hinweg immer mehr an Bedeutung für die Freizeitgestaltung. Zudem hat gerade die Freizeitgestaltung selbst heute einen sehr hohen Stellenwert bei Menschen aller Altersgruppen, was das Interesse an Spielmöglichkeiten natürlich zu-nehmend weckt. Doch auch hier stellt sich dann wieder die Frage, ob dieses konsumorientierte Spielen dann überhaupt noch etwas mit dem ursprünglichen, im Menschen angelegten Merkmal des Spiels zu tun hat. Außerdem sollte man untersuchen, ob sich das Spiel in dieser Weise noch mit den pädagogischen Absichten vereinbaren lässt. Betrachtet man schließlich Johan Huizingas Theorie des "Homo Ludens", so kommt sogar der "Ursprung der Kultur aus dem Spiel" (Huizinga 1937/1956, zitiert nach Prange 2006, S.118). Dies zeigt, wie wichtig das Spiel für den Menschen und sein Leben ist und warum man es früher wie heute auch in der Pädagogik aus mehreren Sichtweisen betrachten sollte.

Gegner der Inklusion argumentieren, dass Inklusion keine Methode, sondern eine Ideologie sei, die nicht das Wohlbefinden und eine erfolgreiche Lern-Entwicklung aller Schulkinder zum Ziel habe, sondern eine gesellschaftsverändernde Politik. Ansatz, der auf der Basis von Bürgerrechten argumentiert, sich gegen jede gesellschaftliche Marginalisierung wendet und somit allen Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse zugesichert sehen will. Die Integrationspädagogik und die Inklusionspädagogik beklagen, dass in vielen Ländern, auch in solchen ohne gegliedertes Schulsystem, Schüler mit Behinderungen vom Besuch allgemeiner Schulen ausgeschlossen würden. Erst recht geschehe dies in Ländern wie Deutschland, in denen in einem gegliederten Schulsystem ab der Sekundarstufe auch Schüler ohne Behinderungen verschiedenen Schulen zugewiesen würden. Verlag an der Ruhr, 2012, ISBN 978-3-8346-0891-8, S.

Begriff der Integration insofern vom Begriff der Inklusion, als es bei der Integration von Menschen immer noch darum geht, Unterschiede wahrzunehmen und zuerst Getrenntes wieder zu vereinen. Ist mit Integration die Eingliederung von bisher ausgesonderten Personen gemeint, so will Inklusion die Verschiedenheit im Gemeinsamen anerkennen, d. Individualität und den Bedürfnissen aller Menschen Rechnung tragen. Ich kann gar nicht angeben, wie viele Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ich in meiner jahrgangsgemischten Klasse mit 23 Kindern habe. Bis zur Mitte der dritten Klasse verzichten wir auf so eine Diagnose und stellen sie nur für die weiterführenden Schulen. Ich muss ohnehin auf jedes Kind anders eingehen. Textor gibt zu bedenken, dass die häufig getroffene Unterscheidung von Inklusion und Integration, der zufolge der Inklusionsbegriff von einer in sich heterogenen Gruppe ausgehe, während der Integrationsbegriff bedeute, eine Minderheitsgruppe in eine Mehrheitsgruppe zu integrieren, die Theoriebildung der Integrationspädagogik vernachlässigt.

Das nordrhein-westfälische Schulministerium bewertet die Unterscheidung zwischen Integration und Inklusion als nicht praxisnah. In der Schweiz wird auch nach dem Beitritt des Landes zur UN-Behindertenrechtskonvention mit Wirkung vom 15. Kontext der Beschulung benachteiligter Schüler in Regelschulen verwendet. Obwohl die Inklusionspädagogik sich erst Anfang der 1990er Jahre etablierte, spielte der Inklusionsbegriff schon früher eine Rolle. Zumeist ging es bei den frühen Verwendungen um die Inklusion von bestimmten Lehrinhalten in die Curricula und die Inklusion von Eltern in schulische Prozesse.

Ab Ende der 1960er Jahre bekam der Begriff Inklusion konzeptionelle Bedeutung im Zusammenhang mit der Entwicklung der sogenannten gemeinsamen Schule. Die unterschiedlichen sonderpädagogischen Fachrichtungen und mit ihnen die Sonderschultypen konstituierten sich aus verschiedenen philosophischen, sozialpolitischen und philanthropischen Impulsen heraus Ende des 18. Anerkennung von Heterogenität als Bedingung der inklusiven Schule. System war anfänglich nur Kindern höherer sozialer Schichten zugänglich. Landesjugendamt Berlin im September 1929 eine Untersuchung mit Hilfe von Fragebögen an allen Volks- und Hilfsschulen Berlins durch. Es wurde festgestellt, dass von 830 Körperbehinderten Kindern 768 Volksschulen besuchten, der Rest Sonderschulen. Bis 1960 stand der Ausbau des allgemeinen und beruflichen Schulwesens im Mittelpunkt bildungspolitischer Tätigkeiten und Verlautbarungen.

Schule aufgenommen und mit nichtbehinderten Kindern unterrichtet. Im Zusammenhang mit der Entlastung der allgemeinen Schule von behinderten Kindern setzten negative schulische Selektionsprozesse ein. Den integrativen Montessori-Bildungseinrichtungen der Münchener Aktion Sonnenschein und des Kinderhaus Friedenau e. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Wahrnehmung als selbständig handelnde und individuell zu behandelnde Subjekte manifestiert. UNESCO-Konferenz Pädagogik für besondere Bedürfnisse: Zugang und Qualität statt. Ihr Hauptergebnis war die Salamanca-Erklärung mit der Nennung der Inklusion.

Das Leitprinzip, das diesem Rahmen zugrunde liegt, besagt, dass Schulen alle Kinder, unabhängig von ihren physischen, intellektuellen, sozialen, emotionalen, sprachlichen oder anderen Fähigkeiten aufnehmen sollen. Version ist dies jeweils mit integrativ o. Das englische Wort participate wird mit Teilhabe übersetzt, kann ebenso gut jedoch das eher Aktivität beschreibende Teilnahme bedeuten. Ein Rechtsgutachten des Völkerrechtlers Eibe Riedel kommt Anfang 2010 zu dem Schluss, dass Kinder mit Behinderungen nur in Ausnahmefällen vom Besuch einer Regelschule abgehalten werden dürfen und gesteht ihnen ein Recht auf den Besuch einer allgemeinen wohnortnahen Schule zu. Im Juni 2011 veröffentlichten die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Weltbank den ersten weltumfassenden Bericht zur Behinderung, World report on disability. Eine seiner zentralen Forderungen ist es, Inklusion vor allem im Bereich der Bildung in nachhaltige Konzepte einzubetten.

Bildung sei auch der Schlüssel zum ersten Arbeitsmarkt, so der Bericht weiter, der für Menschen mit Behinderung durch Vorurteile und Ignoranz, mangelnde Bereitstellung von Dienstleistungen sowie berufliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten jedoch weitgehend verschlossen bleibe. Die 2015 von der UN verabschiedeten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung nennen Inklusion bei mehreren Punkten, z. Kinder mit besonderem Förderbedarf einen gemeinsamen Unterricht besuchten. Das von den Gegnern der Inklusion verfolgte Ziel, Homogenität in den zu unterrichtenden Klassen zu erreichen, gilt Verfechtern der Inklusion als unerreichbar, als Chancengleichheit verhindernd und pädagogisch wenig effizient. Dabei sei es Aufgabe der Schule und des Lehrpersonals, die entsprechenden Hilfen und Mittel zum Ausgleich bereitzustellen. Aufwand für ihre Schulbildung segregiert wurden, um eine vermeintlich möglichst optimale Förderung zu erzielen, wird anschließend ein ebenfalls hoher Aufwand betrieben, um sie wieder in Gesellschaft und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern, allerdings mit zweifelhaftem Erfolg. Die Bertelsmann Stiftung stellt in einer Studie dar, dass sich für Deutschland bis zum Jahr 2090 bei unzureichenden Bildungsreformen Folgekosten in Billionenhöhe ergeben.

000 Schülerinnen und Schüler an Förderschulen unterrichtet. Blick scheint dies wenig aufsehenerregend: Kinder und Jugendliche bekommen in Förderschulen eigens auf ihren Bedarf zugeschnittenen Unterricht. Die Abbildung zeigt die durchschnittlich entgangene Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Digest of Data on Persons with Disabilities, Washington: US Department of Education, National Institute on Disability and Rehabilitation Research.

Im Juni 2018 rügte der Landesrechnungshof Niedersachsen die niedersächsische Landesregierung für ihr Bestreben, Parallelstrukturen mit inklusivem Unterricht in Regelschulen und Unterricht in Förderschulen aufrechtzuerhalten. Dieses Verfahren gehe zu Lasten der Steuerzahler, da es teuer sei, und verschärfe den Lehrermangel. Junge Erwachsene mit Sonderklassen-Vergangenheit haben in der Regel nur Zugang zu Berufen mit sehr tiefem Anspruchsniveau oder bleiben häufig arbeitslos. Für vergleichbare junge Erwachsene, die jedoch keine Sonderklasse besucht haben, sieht die Berufsperspektive deutlich besser aus. Verlauf der Entwicklung von Jugendlichen ändern kann.

Die entscheidenden Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche dazu bringen, ihr Gehirn auf eine bestimmte Weise zu nutzen und damit auch zu strukturieren, sind psychosozialer Natur, also Beziehungserfahrungen. Eine Klasse bilde eine Einheit vieler unterschiedlicher Schüler, von denen jeder in irgendeinem Bereich förderbedürftig sei. Jeder Schüler sei ein besonderer Fall, und deshalb würden Sonderschulen eigentlich überflüssig. Schul- und vor allem Finanzpolitiker werden aufgefordert, mehr Mittel für die Inklusion zur Verfügung zu stellen. Dies sollte auch erforderliche Fortbildungsmaßnahmen für Pädagogen einschließen.