Einfluss genetischer Faktoren auf die Entstehung schizophrener Störungen PDF

Persönlichkeit ist die Summe aller dauerhaften psychischen Eigenschaften und Verhaltensbereitschaften, die dem einzelnen Mensche seine eigentümliche, unverwechselbare Individualität verleihen. Persönlichkeitsstörungen sind klinisch wichtige, meist länger anhaltenden Zustandsbilder und Verhaltensmuster. Sie sind Ausdruck des charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur eigenen Person und einfluss genetischer Faktoren auf die Entstehung schizophrener Störungen PDF anderen Menschen.


Författare: Marlen Vogel.

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Biologie – Genetik / Gentechnologie, Note: 1,3, Universität Erfurt, Veranstaltung: Architektur der Subjektivität, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit will beleuchten, inwieweit die genetische Komponente Einfluss auf die Entstehung psychischer Störungen, besonders der Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, ausübt.
Hierzu soll beleuchtet werden, wie häufig eineiige Zwillinge (EZ) gemeinsam erkranken, also wie sich die Übereinstimmung (Konkordanz) bzw. die Nichtübereinstimmung (Diskordanz) bezüglich der Störung gestaltet.
Daher soll untersucht werden, wie sich der Ausbruch der Krankheit gestaltete und von welchen Umständen er begleitet wurde; welche Symptome auftreten und inwiefern diese auch bei dem Geschwister beobachtbar sind und welche Behandlungsmethoden angewandt wurden. In diesem Kontext wird zum einen das Krankheitsbild von getrennt voneinander aufgewachsenen, eineiigen Zwillingspaaren sowie der Symptomkomplex von gemeinsam lebenden eineiigen Geschwisterpaaren betrachtet, wobei zweieiige Zwillinge (ZZ) als Kontrollgruppe fungieren.

Persönlichkeitsstörung intuitiv häufiger dem weiblichen Geschlecht, die narzisstische Persönlichkeitsstörung dem männlichen Geschlecht zugeordnet. Hier liegt eine schwere Störung der charakterlichen Konstitution und des Verhaltens vor, die mehrere Bereiche der Persönlichkeit betrifft. Sie geht meist mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Persönlichkeitsstörungen treten häufig erstmals in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und manifestieren sich endgültig im Erwachsenenalter. Daher ist die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung vor dem Alter von 16 oder 17 Jahren wahrscheinlich unangemessen. Zunächst folgen die allgemeinen diagnostischen Leitlinien für Persönlichkeitsstörungen. Für jede Untergruppe werden dann zusätzliche Beschreibungen gegeben.

Deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahrnehmen und Denken sowie in den Beziehungen zu anderen. Das auffällige Verhaltensmuster ist andauernd und gleichförmig und nicht auf Episoden psychischer Krankheiten begrenzt. Das auffällige Verhaltensmuster ist tiefgreifend und in vielen persönlichen und sozialen Situationen eindeutig unpassend. Die Störungen beginnen immer in der Kindheit oder Jugend und manifestieren sich auf Dauer im Erwachsenenalter. Die Störung führt zu deutlichem subjektiven Leiden, manchmal jedoch erst im späteren Verlauf. Die Störung ist meistens mit deutlichen Einschränkungen der beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit verbunden.

Für die Diagnose der meisten Untergruppen müssen mindestens drei der jeweils genannten Eigenschaften oder Verhaltensweisen vorliegen. In unterschiedlichen Kulturen müssen unter Umständen besondere Kriterien in Hinsicht auf soziale Normen, Regeln und Verpflichtungen entwickelt werden. Zwischenmenschliche Beziehungen und die Art des Umganges mit ihnen. Persönlicher Leidensdruck, nachteiliger Einfluß auf die soziale Umwelt oder beides, deutlich dem unter G2. Nachweis, daß die Abweichung stabil, von langer Dauer ist und im späten Kindesalter oder der Adoleszenz begonnen hat. Die Abweichung kann nicht durch das Vorliegen oder die Folge einer anderen psychischen Störung des Erwachsenenalters erklärt werden.

Es können aber episodische oder chronische Zustandsbilder der Kapitel F00 – F59 und F70-F79 neben dieser Störung existieren oder sie überlagern. Verursachung nachweisbar ist, soll die Kategorie F07. Zwar ist es manchmal möglich, aus einem einzigen Interview mit den Betroffenen genügend Belege zu erhalten, aber als allgemeine Richtlinie sollte gelten, daß mehr als ein Interview mit den Betroffenen sowie Fremdanamnesen und Fremdberichte vorliegen sollen. Schizoide:Eine Persönlichkeitsstörung, die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben. Eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen für andere gekennzeichnet ist. Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das der betreffende Patient in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist.

A Es besteht ein tief greifen des Muster von Missachtung und Verletzung der Rechte anderer, das seit dem Alter von 15 Jahren auf tritt. Rücksichtslose Missachtung der eigenen Sicherheit bzw. C Eine Störung des Sozialverhaltens war bereits vor Vollendung des 15. Der Begriff wurde 1938 in die psychoanalytische Diskussion durch Stern zur Beschreibung von Phänomenen im Übergangsbereich von Neurose und Psychose eingeführt, Beschreibungen gab es allerdings bereits früher. Inzwischen ist man zu der Übereinkunft gelangt, es mit einem eigenständigen, in sich relativ stabilen Komplex zu tun zu haben.

Wesentlich war Kernbergs Veröffentlichung ,Borderline-Störungen und pathologischer Narzißmus“ 1975. Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, impulsiv zu handeln ohne Berücksichtigung von Konsequenzen, und wechselnder, instabiler Stimmung. Verhalten wird leicht ausgelöst, wenn impulsive Handlungen von anderen kritisiert oder behindert werden. Die wesentlichen Charakterzüge sind emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle. Ausbrüche von gewalttätigem und bedrohlichem Verhalten sind häufig, vor allem bei Kritik durch andere. Meist besteht ein chronisches Gefühl innerer Leere. Ein tiefgreifendes Muster von Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten, sowie von deutlicher Impulsivität.