Eine Lebenswelt im Wandel PDF

Wie eine Lebenswelt im Wandel PDF ich geworden, wer ich bin? Mitarbeiter am Ethik-Zentrum der Universität Zürich, Universitärer Forschungsschwerpunkt Ethik und Institut für Biomedizinische Ethik. Enhancement Der Fortschritt der Wissenschaften und die Möglichkeit, Menschen zu „verbessern“Immer wirkmächtigere und präzisere Eingriffsmöglichkeiten stehen dem Menschen zur Verfügung, um sich selbst nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Welche Folgen hat es aber für eine Gesellschaft, wenn manche beispielsweise ihre Leistungsfähigkeit extrem steigern?


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Mittelalterliche Klöster und Stifte waren nicht nur Orte der Frömmigkeit, der Seelsorge und der Bildung, sondern befanden sich auch stets im Fokus des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens in Stadt und Land. Den sich wandelnden Anforderungen der Gesellschaft entsprechend, ermöglichten sie einen Rückzug von der Welt und dienten als ökonomische und herrschaftliche Stützpunkte. In den Städten lebten Ordensangehörige und Laien nebeneinander und wirkten im kommunalen Alltag zusammen. Die Reformation führte zu einer dauerhaften Veränderung und teils zu einem Auseinanderbrechen dieses komplexen Gefüges.
Der Band versammelt die Beiträge des 6. Tages der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte 2016, der zugleich als 17. Tag der hallischen Stadtgeschichte ausgerichtet wurde. Anhand ausgewählter Beispiele und in übergreifenden Darstellungen geben die einzelnen Beiträge Einblick in die Klostergeschichte Sachsen-Anhalts, von den frühmittelalterlichen Anfängen über die Reformgründungen des 12. Jahrhunderts bis hin zu den Bettelorden und den Auseinandersetzungen in der Reformationszeit.

Der beeindruckende Fortschritt der Wissenschaften und der Biotechnologien führt dazu, dass auf neue Art und Weise in den menschlichen Organismus eingegriffen werden kann. Die aktuellen Forschungen, insbesondere im Bereich der Lebenswissenschaften, erlauben ein immer genaueres Verständnis des menschlichen Gehirns, des menschlichen Erbguts und der Abläufe im menschlichen Organismus, etwa beim Stoffwechsel und beim Altern. Jedes wirksame Werkzeug kann jedoch zu unterschiedlichen Zwecken verwendet werden. So können auch die neuen biomedizinischen und biotechnischen Interventionsmöglichkeiten außerhalb eines therapeutischen Kontextes eingesetzt werden und darauf abzielen, bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten von Menschen zu verwirklichen, die nicht als Therapie oder Prävention von Krankheiten zu verstehen sind. Debatte um die Definition und Abgrenzung von Enhancements vgl.

Die grundlegende Herausforderung, die von der bloßen Möglichkeit von Enhancement-Interventionen ausgeht, besteht darin anzuerkennen, dass unsere Vorstellungen von uns selbst als Menschen und von der Gesellschaft, in der wir leben, nicht alternativlos sind. Salopp gesagt: Es könnte alles anders werden, wenn die Menschen sich für den breiten Einsatz von Biotechnologien entscheiden sollten. Klarerweise zielen Enhancement-Interventionen zumeist auf Ergebnisse ab, die von den meisten Menschen als positiv bewertet werden: ein aktives, glückliches, uneingeschränktes Leben zu führen, das auch möglichst lange währt. Doch die Realisierung eines solchen Ziels mithilfe von biotechnologischen Interventionen ruft zahlreiche Bedenken hervor: Sind die Risiken solcher Eingriffe zu kontrollieren? Viele der genannten Eingriffsmöglichkeiten werden noch entwickelt und sind noch nicht zugänglich.

Manche der aktuellen Entwicklungen können auch noch gesteuert oder zumindest beeinflusst werden. Es scheint daher, dass gegenwärtig ein günstiger Zeitpunkt für eine breite gesellschaftliche Debatte über diese Fragen ist. In groben Zügen dargestellt, lassen sich mindestens vier Bereiche von ethischen Überlegungen unterscheiden. Kein Eingriff in ein so komplexes System wie den menschlichen Organismus kann vollständig in seinen Folgen berechnet werden, sodass immer unkalkulierbare Risiken bestehen. Nebenwirkungen und unvorhersehbare Spätfolgen können nicht ausgeschlossen werden.

Sind die Leistungssteigerungen durch Psychopharmaka tatsächlich so sicher, wie ihre Befürworter es behaupten? Müssen nicht die erreichbaren Vorteile mit noch unbekannten Nachteilen aufgewogen werden? Außerdem werden Enhancements mit Blick auf Gerechtigkeitsstandards bewertet: Sind solche Interventionen nicht immer ein Luxusgut, für das knappe Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen, verbraucht werden? Haben nicht ohnehin nur diejenigen Zugang zu Enhancements, die gesellschaftlich besser gestellt sind und damit ihre privilegierte Position noch weiter ausbauen? Eine bereits bestehende soziale Kluft würde dann weiter vergrößert.

Ein weiterer Standard der ethischen Bewertung der neuen Technologien betrachtet die Freiwilligkeit der Entscheidung für oder gegen den Einsatz eines biotechnologischen Enhancements. Druck auf Individuen ausgeübt werden, sich bestimmten Eingriffen zu unterziehen, um mit den anderen mithalten zu können. Schließlich spielen in der Debatte auch anthropologische Überlegungen eine wichtige, wenn auch schwer zu bestimmende, Rolle. Es zeigt sich dabei, dass es nötig ist, einerseits die einzelnen Interventionen separat in den Blick zu nehmen, um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen und bewerten zu können. Somit reagiert die aktuelle Enhancement-Debatte nicht nur auf die Notwendigkeit, einzelne Interventionsmöglichkeiten zu bewerten, sondern liefert auch die Gelegenheit für eine kritische Reflexion der zunehmenden Technisierung der menschlichen Lebenswelt.

Brock, Norman Daniels, and Daniel Wikler. High-performance neuroprosthetic control by an individual with tetraplegia. Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung. Voluntary motion support control of Robot Suit HAL triggered by bioelectrical signal for hemiplegia.