Eine Analyse Historischer Strategiespiele PDF

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Författare: Martha Engl.
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Pädagogik – Medienpädagogik, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichtsdarstellungen sind im 21. Jahrhundert angekommen. Neue Medien haben die Möglichkeiten Geschichtsbewusstsein zu fördern und Wissen über Geschichte zu vermitteln vervielfacht. Wo es früher nur mündliche, schriftliche Vermittlung gab und die Veranschaulichung nur durch Gegenstände oder Reenactments möglich waren, so bieten heute Filmdokumentationen, Spielfilme, Podcasts, diskursive Webseiten und Blogs vielfache Wege um die Vergangenheit zu illustrieren.
In den letzten Jahrzehnten nahmen besonders digitale Spiele aufgrund ihrer hohen Interaktivität eine Sonderstellung in dieser Entwicklung ein. Die lange von den Wissenschaftlern wenig beachteten Computerspiele und ihre Eigenheiten der Geschichtsdarstellung wurden besonders in den letzten Jahren zunehmend als ein interessantes, aber nicht problemfreies Medium zur Geschichtsdarstellung und Vermittlung betrachtet. Das Computerspiel kann historische Quellen und populäre Darstellungen nutzen, um die Vergangenheit zu inszenieren, doch es besteht häufig ein Konflikt zwischen historischer Genauigkeit und Game Design.
Dies liegt nicht zuletzt auch an der eingeschränkten Kommunikation zwischen Spielentwicklern, Spielern und Historikern. Doch die Geschichtsdarstellung in digitalen Spielen hat heute häufig größeres Publikum als jene in geschichtswissenschaftlichen Darstellungen. Damit werden sie zu einem der populärsten Mittel der Geschichtsvermittlung. Erst in den vergangenen Jahren wurden daher verschiedene Vorschläge zur wissenschaftlichen Analyse von Computerspielen veröffentlicht. Einer der jüngsten und ausführlichsten Beiträge ist Adam Chapmans "Digital Games as History" (2016). Im Folgenden soll daher sein Analysemuster vorgestellt und am Beispiel des Spiels "Total War: Rome II"5 (TWRII) veranschaulicht werden.

Ausgehend von der Wolffschen Definition lassen sich dualistische Überzeugungen bis in die griechische Antike zurückverfolgen. Anaxagoras scheint durch entsprechende Überzeugungen motiviert zu sein. Auch wenn sich in Antike und Mittelalter offensichtlich dualistische Gedankengebäude finden lassen, geht die klassische Formulierung des Dualismus auf René Descartes‘ Unterscheidung zwischen res cogitans und res extensa zurück. Obwohl ein so verstandener Substanzdualismus bis heute von Philosophen vertreten wird, haben ihn doch die meisten Philosophen etwa seit Immanuel Kant abgelehnt. Im Gegensatz zum Substanzdualismus steht der Substanzmonismus, der verschiedene Formen annehmen kann.

In der modernen Philosophie mit ihrer vor allem nachreformatorischen Ablösung von theologischen Zwängen und Mustern sind Dualismen vor allem ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und extrem verstärkt im 19. Die Evolutionäre Erkenntnistheorie beschreibt vielleicht am einleuchtendsten den Ursprung dieses geistigen Ordnungsprinzips. Der Wiener Biologe Rupert Riedl definiert dabei die Vernunft als evolutionäres Anpassungsprodukt an diese Welt.

Auf die Problematik und Unvollkommenheit der dualistischen Weltinterpretation und eines dualistischen Erkennens insgesamt hat auch Ken Wilber einer der führenden Vertreter der Neuen Psychologie und Integralen Theorie, hingewiesen. Es gibt vor allem im Zusammenhang eines spezifischen Denk- und Ordnungssystems, das einen umfassenden, alle Bereiche durchdringenden Philosophiebegriff zur Grundlage hat, verschiedene, inhaltlich sich teils überschneidende, mitunter auch primär historisch definierte Dualismen, die sich auf der Basis ihrer hauptsächlichen Gegensatzpaare in mehreren Gruppen zusammenfassen lassen. Gruppe der nicht mehr primär philosophischen Dualismen in der Methodologie. Die Bereiche der Kunst im weitesten Sinne schließen diese Gruppe ab.

In dieser Gruppe werden das Sein und Nichtsein, das Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, Werden und Vergehen, Materie und Geist, Geist und Natur, Erlebtes und Unerlebtes als grundsätzlich getrennt betrachtet. Der geistige Mechanismus zur Überwindung der Gegensätze heißt Transzendenz. Spätestens seit der Wende zum 20. Jahrhundert ist die Metaphysik als solche in eine schwere Krise geraten, zumal ihre oft einfachen und nur noch als historisch relevant angesehenen Dualismen einen immer stärkerem Kontrast zur modernen Naturwissenschaft bildeten, deren Weltbild längst nicht mehr rein monistisch oder dualistisch war. Ebenso bestehen auch Übergänge zum religiösen und ethischen Dualismus, insbesondere in der ontologischen, ja kosmischen Begründung des Gut-Böse-Dualismus, etwa im Manichäismus und den davon beeinflussten christlichen Lehren. Der Holzschnitt zeigt symbolisch den Versuch des Menschen, der hier im Übergang von der 2. Phase aus der irdischen Atmosphäre heraus blickt, um wie durch einen Vorhang das innere Wirkungsprinzip des Universums zu schauen und zu verstehen.