Die Situation von Eltern chronisch kranker Kinder PDF

Benachteiligung von Einzelpersonen oder von Personengruppen die Situation von Eltern chronisch kranker Kinder PDF ihres Lebensalters. Den Betroffenen wird es im Falle einer Diskriminierung erschwert, in angemessener Weise am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Diskriminierung aufgrund des Alters kann sich prinzipiell gegen jede Altersgruppe richten, aber gewöhnlich richtet sie sich gegen Menschen oberhalb oder unterhalb eines bestimmten Alters. Dann spricht man präziser von Altendiskriminierung oder Seniorenfeindlichkeit.


Författare: Sandra Bachmann.
Diese qualitative Studie zeigt, wie Familien mit chronisch kranken Kindern und Jugendlichen deren Kranksein erleben und bewältigen und wie sie unterstützt, entlastet und beraten werden können.

Geprägt wurde dieser Ausdruck Ende der 1960er Jahre durch den Gerontologen Robert Neil Butler. Diskriminierung einer Person führt, spricht man von age discrimination. Im Vergleich zu Diskriminierungen wie Rassismus oder Sexismus ist die Altersdiskriminierung in sozialen Kategorien die am wenigsten erforschte. Der Prozess der Stereotypisierung spricht primär die Wahrnehmung an. Teilweise heben sich die altersspezifischen Wahrnehmungen eines Sachverhalts gegenseitig auf: Laut einer Umfrage des TNS-Forschungsinstituts vom 9.

Dieses Phänomen kann man exemplarisch anhand des Streits über die angemessene Höhe der Renten heute und in Zukunft erklären. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Vorstellung, die jemand von Verteilungsgerechtigkeit hat. Zur Erklärung des Phänomens Altendiskriminierung gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Im Zusammenhang mit Finanzierungsschwierigkeiten in der Gesundheitsversorgung und im Rentensystem wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob die Inanspruchnahme von medizinischen Dienstleistungen und Rentenleistungen durch Alte nicht schmarotzerische Züge trage. Alten sehr wohl zu Opfern für die Jungen bereit sind. So geben die über 65-jährigen Eltern das Siebenfache dessen an ihre Kinder, was sie von diesen an finanziellen Mitteln zurückbekommen.

Vor allem aus neoliberaler Sicht entfalten Maßnahmen, die zum Schutz älterer Menschen beschlossen wurden, oft paradoxe Wirkungen: Diejenigen z. Kündigungsschutz bestehe, würden demnach zögerlicher eingestellt als diejenigen, die relativ leicht wieder entlassen werden können. Die Diskriminierung aufgrund des Alters wird auch als eine Besonderheit westlicher Gesellschaften beschrieben. Dabei wird etwa moniert, hier zähle nur, wer seine Arbeitskraft noch verkaufen könne oder wenigstens als Konsument etwas zu bieten habe. Erwachsene erscheinen als finanzielle Belastung, während junge Menschen als Investition in die Zukunft angesehen werden. Empirische Untersuchungen über die Frage, ob frühere und nicht-europäische Kulturen alte Menschen wirklich nicht diskriminiert haben bzw. Respekt vor dem Alter verschwunden sei, gibt es allerdings kaum.

Zumindest innerhalb der Familien gibt es starke Indizien dafür, dass ein hohes Maß an generationenübergreifender Solidarität erhalten geblieben ist, z. Im Bereich der Medien ist eine starke Gewichtung der Jugend, physischer Attraktivität und Sexualität zu beobachten, während ältere Menschen viel eher ignoriert oder negativ dargestellt werden. Als rein trendbestimmt kann beispielsweise das bis heute weitgehend fehlende Angebot an einfachen und benutzerfreundlichen, für ältere Benutzer konzipierten elektronischen Geräten betrachtet werden. Traditionell gehören die 14- bis 49-Jährigen zu diesen Gruppen.

Fernseh- und Konsumgewohnheiten älterer Jahrgänge gelten in der Werbebranche als vernachlässigbar. Tatsächlich ist aber in Deutschland in keiner Altersgruppe die durchschnittliche Kaufkraft pro Person höher als bei den 50- bis 59-Jährigen. Viele Menschen nähern sich dem Alter mit Furcht. Was unter anderen Bedingungen als ein natürlicher Prozess angesehen werden könnte, wird unter den Bedingungen des Jugendwahns als soziales Problem bewertet. Ageism widerspiegelt eine tief sitzende Unsicherheit bei jungen und im mittleren Alter stehenden Menschen gegenüber Realitäten wie dem Älterwerden an sich, der möglichen Invalidität, dem Gefühl der Macht- und Nutzlosigkeit sowie letztlich der Annäherung an den Tod. Altendiskriminierung in der Berufswelt umfasst offen deklarierte oder versteckte Altersgrenzen im Arbeitsmarkt, die von der Stellenausschreibung bis zur Weiterbildung, Beförderung und Entlassung in Erscheinung treten können.

Zu den offen deklarierten Altersgrenzen gehören die Vorschriften der Bundesländer über das Höchstalter, bis zu dem jemand den Beamtenstatus erwerben kann. Betriebe keine Mitarbeiter, die älter als 41 Jahre sind. Arbeitsfähigen die Chance zu geben, bis zum Renteneintrittsalter erwerbstätig zu sein. Senioren bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern in einer Vielzahl von Bereichen in höherem Maße die vom Unternehmen nachgefragten Kompetenzen besitzen als ihre jüngeren Kollegen. Bei der Rekrutierung neuer Ingenieure befinden sich zwei der Kernkompetenzen von Senioren unter den Top drei der am meisten nachgefragten Kompetenzen der Unternehmen. Eine Form der Altersdiskriminierung besteht darin, älteren Arbeitnehmern mit der Begründung zu kündigen, sie hätten mehr krankheitsbedingte Fehltage aufzuweisen als jüngere Kollegen in demselben Betrieb. Im Übrigen sei das Nachlassen der Leistung mit zunehmendem Alter oft nicht ein Zeichen nachlassender Leistungsfähigkeit, sondern eine Folge der negativen Erwartung der Umwelt.

Negative Bemerkungen über nachlassende Fähigkeiten im Alter verunsicherten und demotivierten die Betroffenen. Seit den 1970er Jahren bestand in der bundesdeutschen Bevölkerung ein Konsens, dass Vorruhestandsregelungen ein angemessenes Mittel zur Senkung der Arbeitslosenquote seien. Im Allgemeinen gab es unter den Betroffenen kaum Widerstand gegen einen vorgezogenen Renteneintritt. Wir können mittlerweile davon ausgehen, dass sich zwei unterschiedliche Kulturen am Ende des Erwerbslebens herausgebildet haben: Arbeitskräfte, die sich selbst in ihrer Arbeit realisieren können und dafür noch die nötigen Fähigkeiten, Energien und Gesundheit haben, wollen lange arbeiten, oft länger als bis zum Rentenalter. Lage ist, erfolgreich erwerbstätig zu sein, und es auch sein möchte, gegen seinen Willen unter Berufung auf sein Lebensalter an einer Erwerbstätigkeit gehindert wird. Der noch in den 1990er Jahren in Deutschland weit verbreitete Wunsch, vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden, nimmt tendenziell ab: Während 1999 noch die Hälfte der Erwerbstätigen mit spätestens 60 Jahren in Rente gehen wollte, lag dieser Anteil 2005 unter einem Drittel der Befragten.

Der Wille und die Bereitschaft hingegen, auch nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter noch erwerbstätig zu sein, nimmt zu. Erreichen des Renteneintrittsalters erwerbstätig zu bleiben. Erwerbstätig zu sein ist für den gesellschaftlichen Status und das Selbstwertgefühl vieler Menschen wichtig. Diese Menschen bemühen sich, ihren alten Status beizubehalten, obwohl sie als Ruheständler finanziell hinreichend abgesichert wären. Mitarbeit in dem Betrieb, in dem sie vor Erreichen des Renteneintrittsalters tätig waren, erwünscht ist. Bundesverfassungsgerichtsurteil von 1959 als nicht mehr zeitgemäß, wonach der Gesetzgeber ein Lebensalter festlegen dürfe, ab dessen Erreichen die Fortführung des Berufes zu untersagen sei.