Die Seelenruhe im Epikureismus und der Stoa PDF

Bezeichnung der Epikureer und Pyrrhoneer für die Seelenruhe im Epikureismus und der Stoa PDF Ideal der Seelenruhe. Bedürfnisse, die Unlust vermeiden, wie z. Schmerzen sind gering ausgeprägt und dauern nur kurz.


Författare: Gina Stöcklein.

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Philosophie – Philosophie der Antike, Note: 13, Justus-Liebig-Universität Gießen (Zentrum für Philosophie), Veranstaltung: Emotionstheorien, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Mittelpunkt meiner Hausarbeit sollen zwei philosophische Schulen des Hellenismus stehen: Die Stoa und der Epikureismus. Den Ausgangspunkt meiner Überlegungen bildete die Fragestellung, ob der Idealzustand der Seelenruhe in der Stoa und im Epikureismus gleichgesetzt werden kann? Also ob er dasselbe bezeichnet. Beim Erarbeiten der Literatur, bemerkte ich schnell, dass man die Seelenruhe nicht verstehen kann, wenn man den Hintergrund der Epoche und die Philosophie dieser beiden philosophischen Schulen nicht kennt. Aus Zeit und Platzgründen, musste leider auf eine ausführliche Beschreibung des Hellenismus verzichtet werden. Es werden daher lediglich im Textverlauf einige wesentliche Fakten bemerkt. Allgemein wird deshalb nur zu den beiden philosophischen Schulen etwas bemerkt. Danach folgt jeweils die Darlegung ihres Weltverständnisses oder ihrer Philosophie. Wobei die Logik hierbei ausgenommen ist, da sie nicht relevant für das Verständnis der Seelenruhe ist. In den Punkten "Die philosophischen Grundlagen der Stoa" oder "Die philosophischen Grundlagen im Epikureismus" geht es daher wesentlich um erkenntnistheoretische, ontologische oder kosmologische Gedanken. Daraus erhoffe ich mir Kenntnisse über ihr Weltbild und über ihre Ethik ableiten zu können. Um einen Vergleich zu gewährleisten, beschreibe ich jede philosophische Richtung in ihrem Gesamtkonzept zuerst einzeln, um dann später den Idealzustand der Seelenruhe vergleichen zu können. Des Weiteren werden die Emotionstheorien erläutert. Dies erscheint sinnvoll, weil es erstens erheblich zum Verständnis der Seelenruhe beiträgt und zweitens somit ein Bezug zum Seminarthema erfolgt. Nachdem das Verständnis der Seelenruhe jeweils erläutert ist, folgt im letzten Punkt ein Vergleich der beiden Seelenruhen. Im Fazit erscheint keine Zusammenfassung der Theorien, weil dies schon durch den Vergleich gewährleistet ist. Lediglich ein paar eigene Gedanken werden hier geäußert.

So sei der Mensch in der Lage, ein bescheidenes, autarkes Leben voller Ataraxie, d. Die Stoa verschmolz ihren Begriff der Apathie mit dem Konzept der Ataraxie. Der lateinische Ausdruck tranquillitas animi bei Cicero und Seneca erfasst sowohl die Apathie wie die Ataraxie. Für das Ziel der wegen der spärlichen Überlieferung nur schwer greifbaren Lehre des Pyrrhon von Elis ist neben dem stoischen Terminus Apatheia auch der Begriff der Ataraxie überliefert. Auflage, Beck, München 1995, ISBN 3-406-30841-4. Gisela Striker: Ataraxia: Happiness and Tranquility. Christoph Horn: Antike Lebenskunst: Glück und Moral von Sokrates bis zu den Neuplatonikern.

Auflage, Beck, München 2014, ISBN 3406669077. Heinz Berthold, Anaconda, Köln 2005, ISBN 3-938484-44-6. Herder, Freiburg im Breisgau 1993, Sp. Malte Hossenfelder: Stoa, Epikureismus und Skepsis. Diese Seite wurde zuletzt am 14. November 2018 um 07:24 Uhr bearbeitet.

Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Der Philosoph Chrysipp definierte den stoischen Weisen, hielt sich selbst aber für keinen. Der Weise lebt demnach in vollkommener Weise in Übereinstimmung mit der Natur, die mit der Vernunft und gleichzeitig mit der Tugend identifiziert wird, dem höchsten Gut der Stoiker. Freundlichkeit, Freude oder Liebe zu seinen Kindern werden ihm gestattet. Auch Mitleid, das sozusagen eine Ansteckung mit den negativen Affekten eines anderen bedeute, störe die Seelenruhe des Weisen und wurde deshalb explizit abgelehnt.

Tusculanae disputationes, die auf stoischen Quellen basieren, erklären, der Weise sei glücklich selbst auf der Folter. Dass eine Manifestation dieses Idealbilds in der Realität überaus unwahrscheinlich war, räumten die Stoiker unumwunden ein. Bei Alexander von Aphrodisias, einem Peripatetiker des 3. Si hominem videris interritum periculis, intactum cupiditatibus, inter adversa felicem, in mediis tempestatibus placidum, ex superiore loco homines videntem, ex aequo deos, non subibit te veneratio eius? Wenn du einen Menschen siehst, nicht zu schrecken von Gefahren, unberührt von Begierden, im Unglück glücklich, mitten in stürmischen Zeiten gelassen, von einer höheren Warte die Menschen sehend, von gleicher Ebene die Götter, wird dich nicht Ehrfurcht vor ihm ankommen?

Seneca den Weisen als jemanden, dem die ganze Welt gehöre, der aber keinerlei Mühe habe, sie in seinem Besitz zu behalten. Wie ein Gott sehe er als mächtigster und bester auf die gesamte Menschheit herab. Die Stoiker wurden für ihr utopisches Ideal des Weisen bereits in der Antike scharf kritisiert. Insbesondere die antidogmatisch-skeptischen Akademiker fanden im Ideal des Weisen einen Angriffspunkt. Nam si stultitia consensu omnium philosophorum maius est malum, quam si omnia mala et fortunae et corporis ex altera parte ponantur, sapientiam autem nemo adsequitur, in summis malis omnes sumus, quibus vos optume consultum a dis inmortalibus dicitis. Denn wenn nach dem übereinstimmenden Urteil aller Philosophen Unwissenheit ein größeres Übel als alle ihre gegenübergestellten Schicksalsschläge und körperlichen Leiden zusammen, die wahre Weisheit dagegen niemand erlangen kann, so befinden wir uns alle im größten Unglück, wir, für die nach eurer Behauptung die unsterblichen Götter aufs beste gesorgt haben.

Jugend Epikureer gewesen war, goss noch in seiner im Jahr 20 v. In der Antike wurden bedeutende Männer durch die Darstellung ihres Todes oft zu stoischen Weisen stilisiert: Die Autoren legen dann großen Wert darauf zu zeigen, dass ihr Held dem Tod mutig und würdevoll entgegengegangen und bis ans Ende Herr seiner Affekte geblieben sei. Somit liegt zumindest eine indirekte Beeinflussung durch die stoische Philosophie nahe. Trotz der starken Rezeption der stoischen Ethik seit der Renaissance spielte das Ideal des Weisen in der Philosophie der Neuzeit keine bedeutende Rolle. Dirk Obbink: The Stoic Sage in the Cosmic City. Ruprecht, Göttingen 1970, ISBN 3-525-25711-2, ISBN 3-525-25712-0. Carl-Friederich Geyer: Einführung in die Philosophie der Antike.