Die Sächsische Armee im Norddeutschen Bund und im Kaiserreich PDF

Deutsches Heer war die Sächsische Armee im Norddeutschen Bund und im Kaiserreich PDF offizielle Bezeichnung der Landstreitkräfte des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1918. Anlehnung an das Bundesheer des Norddeutschen Bundes. Oberbefehlshaber des Deutschen Heeres war der Kaiser.


Författare: Wolfgang Gülich.
Nach der an der Seite Österreichs 1866 erlittenen Niederlage der Sächsischen Armee im Deutsch-Deutschen Krieg wird auf Drängen des siegreichen Preußens der Deutsche Bund aufgelöst. Sachsen muss dem Norddeutschen Bund beitreten und unter Verlust wesentlicher staatlicher Souveränitätsrechte die preußische Dominanz in Deutschland anerkennen. Die Sächsische Armee wird in den Folgejahren als XII. Armeekorps nach preußischem Vorbild grundlegend reorganisiert.
Nur fünf Jahre später ziehen sächsische Truppen gemeinsam mit den Armeen aller deutschen Staaten unter preußischer Führung in den Feldzug von 1870/71 gegen Frankreich. Die Sächsische Armee führt die Entscheidung in der Schlacht von Gravelotte – St. Privat herbei, kämpft bei Sedan und nimmt an der Belagerung von Paris teil. Nach Ende der Kampfhandlungen ist sie Teil der deutschen Okkupationsarmee im besiegten Frankreich. Kronprinz Albert gewinnt als Befehlshaber der sächsischen Truppen und der ihm im Verlauf des Feldzuges unterstellten Maasarmee hohes Ansehen als Armeeführer.
In den folgenden langen Friedensjahren verliert die Sächsiche Armee ihre Eigenständigkeit und wird Teil des Reichsheeres. Maschinengewehreinheiten, Truppen der Telegraphie, des Kraftfahrwesens oder der Luftfahrt sind völlig neue Elemente im militärischen Dienst und haben Veränderungen in Führung, Ausbildung und Taktik zur Folge. Zu dem XII. Armeekorps ist mit dem XIX. Armeekorps ein weiterer Großverband innerhalb der Sächsischen Armee errichtet worden. Auch wenn dessen Aufstellung 1914 noch nicht abgeschlossen sein konnte, ziehen am Tage der Mobilmachung in Deutschland am 2. August 1914 über 283 000 sächsische Soldaten in den Ersten Weltkrieg, nach dessen Ende die Sächsische Armee aufhört zu bestehen.
Das in Krieg und Frieden bewegte Geschehen um die Sächsische Armee über fast 50 Jahre hinweg wird in lebendiger Form dargestellt. Ausführlich geht der Autor auf das innere Gefüge der Sächsischen Armee ein, auf ihr Offizierkorps, das militärische Bildungswesen, die waffentechnischen Entwicklungen und die Veränderungen in Truppenführung und Ausbildung, ebenso auf Fragen des Personalersatzes im Kriege, des Kriegsgefangenenwesens, der Militärversorgung, des Sanitätswesens und der Militärseelsorge.
Mit diesem dritten Band wird die von dem Leipziger Militärhistoriker Wolfgang Gülich – Brigadegeneral a.D. der Bundeswehr – erarbeitete Trilogie zur Geschichte der Sächsischen Armee im 19. Jahrhundert abgeschlossen.

Die Truppenkontingente der deutschen Bundesstaaten standen aufgrund von Militärkonventionen unter preußischem Kommando oder waren ins preußische Heer eingegliedert. Das bayerische, sächsische und württembergische Heer standen im Frieden unter dem Befehl ihrer jeweiligen Landesherren. Nach der Niederlage von 1918 musste das ohnehin schon weitgehend demobilisierte Heer aufgrund des Friedensvertrages von Versailles auf eine Friedensstärke von 100. Das Heer war zusammen mit der Marine dem Kaiser unterstellt. Eine parlamentarische Kontrolle erfolgte durch die Bewilligung der finanziellen Mittel durch den Reichstag. Kontrolle durch das Parlament war schwierig. Die enge Verbundenheit mit der Monarchie spiegelte sich im anfangs noch sehr stark adlig geprägten Offizierskorps wider.

Auch später behielt der Adel eine starke Stellung, insbesondere in den höheren Rängen. Allerdings stieg mit der Vergrößerung der Armee und Flotte auch dort der bürgerliche Anteil immer mehr an. Zwischen 1848 und den 1860er Jahren hatte die Gesellschaft das Militär eher mit Misstrauen betrachtet. Dies änderte sich nach den Siegen in den deutschen Einigungskriegen zwischen 1864 und 1871. Das Militär wurde zu einem Element des entstehenden Reichspatriotismus. Kritik am Militär galt als unziemlich.

Dennoch unterstützten die Parteien eine Vergrößerung der Armee nicht unbegrenzt. Das Heer gewann während des Kaiserreichs starkes gesellschaftliches Ansehen. Dessen Weltbild war dabei geprägt von der Treue zur Monarchie und der Verteidigung der Königsrechte, es war konservativ, antisozialistisch und grundsätzlich antiparlamentarisch geprägt. Der militärische Verhaltens- und Ehrenkodex wirkte weit in die Gesellschaft hinein.

Von Bedeutung war das Militär zweifellos auch für die innere Nationsbildung. Der gemeinsame Dienst verbesserte etwa die Integration der katholischen Bevölkerung in das mehrheitlich protestantische Reich. Selbst die Arbeiter blieben gegenüber der Ausstrahlung des Militärs nicht immun. Dabei spielte der lange Wehrdienst von zwei bzw. Reich wurden die neuen Kriegervereine zu Trägern militärischer Wertvorstellungen bzw.

Welche Breitenwirkung diese Gruppen entfalteten, zeigt die Mitgliederzahl von 2,9 Millionen im Kyffhäuserbund 1913. Der Bund war damit die stärkste Massenorganisation des Reiches. Das Deutsche Reich war der 1870 reformierte Norddeutsche Bund. Dessen Verfassung brachte die Vereinheitlichung der Streitkräfte durch Eingliederung der Truppen der kleineren Bündnisstaaten in die preußische Armee.

Lediglich das Königreich Sachsen hatte sich beim Beitritt zum Norddeutschen Bund Sonderrechte für seine Armee vorbehalten können. Die Königreiche Württemberg und Bayern behielten sich aber einige Reservatrechte vor, zu denen auch die Beibehaltung einer eigenen Heeresorganisation gehörte. Erst im Bündnisfall, also im Krieg, erfolgte die Unterstellung der bayerischen Truppen, während die württembergischen und sächsischen Truppen schon im Frieden dem Großen Generalstab unterstellt waren. Dieses Nebeneinander war zu Beginn des Ersten Weltkrieges Ursache für organisatorische Schwierigkeiten, da die Kriegsministerien in Berlin, Stuttgart, München und Dresden ihr Beschaffungswesen nicht koordiniert hatten und die Ausrüstung der einzelnen Armeen teilweise erheblich voneinander abwich. Bündnisvertrag zwischen dem Norddeutschen Bund und Bayern vom 23.

Militärkonvention zwischen dem Norddeutschen Bund und Württemberg vom 21. Konventionen zwischen Preußen und Sachsen vom 7. Gesetze betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres. Erste Seite Aus den Verordnungen für die höheren Truppenführer vom 24.

Offiziere konsequent zu selbständigem Handeln erzogen. Ich habe ihn zum General gemacht, damit er weiß, wann er ungehorsam sein muß. Als Beispiel für die Auslegung preußischen Gehorsams kann eine Begebenheit aus der Schlacht von Zorndorf herangezogen werden. Armee und wurde durch die anderen deutschen Armeen übernommen und später durch die Reichswehr weiter ausgebaut.