Die Rezeption der Hegelschen «Rechtsphilosophie» in der Sowjetunion PDF

Die Rezeption der Hegelschen «Rechtsphilosophie» in der Sowjetunion PDF kann Wertvorstellungen normativ beeinflussen, menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen, und in diesem Zusammenhang eine Reihe von ökonomischen, politischen und psychologischen Funktionen erfüllen. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff Religion zumeist sowohl für die individuelle Religiosität als auch für die kollektive Religionstradition verwendet. Vormoderne Kulturen hatten ausnahmslos eine Religion.


Författare: Paul Gerhard Dietl.
Die Skala der Urteile zur «Rechtsphilosophie» in der sowjetischen Forschung reicht von der Verdammung als «preussischer Staatsphilosophie» bis hin zur Würdigung ihres Autors als «Bundesgenossen der Kommunisten.» Die vorliegende Arbeit versucht, die differierenden Deutungen auf ihre weltanschaulich-methodologischen Prämissen zurückzuführen, um so die Paradoxie sichtbar zu machen, die die Rezeption der «Rechtsphilosophie» in der UdSSR durchzieht; es ist die der im Namen des Prinzips Fortschritt kontinuierlich vollzogenen materialistischen vollzogenen materialistischen Überformung der politischen Philosophie Hegels zum Zwecke der Herstellung ihres authentischen Gehalts. Ein Materialanhang dokumentiert die Konjunkturen dieses Prozesses anhand ausgewählter Texte aus den Jahren 1929-1984, die hier zum grossen Teil erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegt werden.

Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme stehen oft in langen Traditionen. Einige Religionen beruhen auf philosophischen Systemen im weitesten Sinne oder haben solche rezipiert. Es gibt keine eindeutige Definition von Religion, sondern nur verschiedene Versuche der Definition. Grob lassen sich substantialistische und funktionalistische Ansätze unterscheiden. Funktionalistische Religionsbegriffe versuchen Religion anhand ihrer gemeinschaftsstiftenden gesellschaftlichen Rolle zu bestimmen. Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen.

Michael Bergunder unterteilt den Begriff in Religion 1 und Religion 2. Unter Religion 1 können die religionswissenschaftlichen Versuche einer exakten Definition des Begriffs verstanden werden. Religion 2 hingegen bezeichnet das alltägliche Verständnis von Religion. Jedoch gibt es zwischen diesen beiden Begriffsbestimmungen Wechselwirkungen, sodass nicht trennscharf unterschieden werden kann. Bergunder historisiert den Religionsbegriff und kritisiert ihn daher gleichzeitig. Religion ist ein kulturelles Zeichensystem, das Lebensgewinn durch Entsprechung zu einer letzten Wirklichkeit verheißt.