Die Rede des Gaius Marius nach seiner Wahl zum Konsul PDF

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Författare: Jennifer A..

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte – Weltgeschichte – Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Grundlage der folgenden Seminararbeit bildet die von Sallust überlieferte Rede des Gaius Marius nach seiner Wahl zum Konsul. Es soll darum gehen, analysierend darzustellen, mit welchen Argumenten Marius seine Wahl rechtfertigt.
Zunächst einmal möchte ich eine kurze Quellenbeschreibung machen sowie die historische Einordnung der Rede vornehmen. Anschließend werde ich genauer darauf eingehen, auf welche Art und Weise der neue Konsul Marius argumentiert, um seine Wahl zu rechtfertigen und die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen und im Anschluss werde ich die wichtigsten Aussagen der mir vorliegenden Quelle mit denen einer anderen Quelle vergleichen. Im Schlussteil meiner Arbeit werde ich anhand der Rede von Marius untersuchen, welche Rolle die politische Rede in der römischen Republik gespielt hat, bevor ich die wichtigsten Arbeitsergebnisse am Ende noch einmal kurz zusammenfasse.

Korruption sowie Konflikte um die Landverteilung und das Bürgerrecht hatten die römische Republik in einen Zustand innerer Gewalt geführt. In dieser Krise stieg Sulla als bedeutender Kommandeur auf. Nach dem Sieg im Bürgerkrieg ließ Sulla sich 82 v. Proskriptionen der römischen Geschichte durch und ließ tausende römische Adlige töten.

Sulla entstammte dem patrizischen Geschlecht der Cornelier. Im Gegensatz zu den erfolgreichen Zweigen der Scipionen und Lentuli war seit der Bekleidung des zweiten Konsulats durch Publius Cornelius Rufinus im Jahre 277 v. Sulla wuchs mit seinem Bruder Servius Cornelius und einer Schwester auf. Da seine Mutter schon früh starb, stand Sulla überwiegend unter der Obhut einer Amme. Sein Vater ging eine weitere Ehe mit einer wohlhabenden Frau ein.

Von ihm ist nur bekannt, dass er Sulla so wenig hinterließ, dass dieser als junger Mann in einem Mietshaus mit freigelassenen Sklaven lebte. Als Kind und junger Mann wurde Sulla Zeitzeuge der gracchischen Reformversuche, die seine späteren politischen Ziele entscheidend prägen sollten. Als Gaius Gracchus einige Jahre später das Reformvorhaben seines Bruders wieder aufnahm, erklärte der Senat den Staatsnotstand. Erstmals wurde Militär gegen die eigene Bürgerschaft eingesetzt. Gaius floh und ließ sich in auswegloser Lage von einem Sklaven töten.

Es bildeten sich parteianaloge Gruppierungen, die Optimaten, die sich für die Interessen der konservativen nobilitas, meist des patrizischen Adels, einsetzten und vor allem eine Stärkung des Senats im Kräftespiel der römischen Institutionen betrieben, und die Popularen, die die Interessen des Volkes vertraten. Seine Jugendjahre verbrachte Sulla abseits dieser politischen Auseinandersetzungen. Im Umfeld des Theaterwesens und im Umgang mit Gauklern und Schauspielern pflegte er einen freizügigen Lebenswandel. Neben der Ehe mit einer Ilia, die früh verstarb, und einer Aelia, von der nur der Name bekannt ist, hatte Sulla ein Verhältnis mit der Prostituierten Nikopolis, die ihn sogar als Erben einsetzte.