Die Römische Frage unter Pippin und Karl dem Großen PDF

Der Ursprung des die Römische Frage unter Pippin und Karl dem Großen PDF Geschlechts der Merowinger ist durch zahlreiche spätere Mythen verklärt. Teilweise wird in der Forschung vermutet, dass bereits einige der fränkischen Kleinkönige, die Anfang des 4. Historisch gesichert ist die Existenz der Merowinger erst für das 5.


Författare: Wilhelm Martens.
Die Römische Frage unter Pippin und Karl dem Großen – Eine geschichtliche Monographie ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1881.
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Jahrhundert: In Tournai wurde im Jahr 1653 die Grabstätte von Childerich I. Heute wird dabei im Unterschied zur älteren Forschung oft angenommen, dass der Aufstieg der Familie erst mit Childerich begann. Chlodwig verteilte die Herrschaft im formal ungeteilten Reich auf seine vier Söhne, doch starben drei Linien aus, so dass Chlothar I. 558 bis 561 das inzwischen um Thüringen und Burgund erweiterte Reich wieder vereinigen konnte.

Unter Chlothars Nachfolgern wurde das Fränkische Reich wieder geteilt und durch Bruderkriege zerrissen, von Chlothar II. Seit der Schlacht bei Tertry im Jahre 687 herrschten offenbar faktisch die aus den Arnulfingern und Pippiniden hervorgegangenen Karolinger, auch wenn es Hinweise gibt, dass König Childebert III. Fest steht nur: Damit endete die Herrschaft der Merowinger, die zuletzt angeblich nur noch zeremoniell gewesen war. Wie reibungslos der Dynastiewechsel verlief und wie machtlos die letzten Merowinger wirklich waren, ist allerdings ebenfalls unklar. In jüngerer Zeit äußern Historiker wie Ian N. 640 bei Jonas von Bobbio vor, etwas später in der Fredegar-Chronik und dann erst wieder im 8. Schwierig zu klären sind die seit langem diskutierten Fragen nach dem Ursprung und der Legitimation des merowingischen Herrschaftsanspruchs.

Gab es ein altes Königtum der Merowinger, das in vorchristlicher Zeit durch einen Mythos legitimiert war, der eine göttliche Abstammung des Geschlechts behauptete? Welcher Stellenwert kam dieser Sage gegebenenfalls zu? Haben die christlichen Merowinger weiterhin von dem Ansehen profitiert, das der Ursprungsmythos gegebenenfalls ihren Vorfahren verschafft hatte? Haben sie einen solchen Mythos aus diesem Grund trotz seiner Unvereinbarkeit mit der christlichen Lehre propagieren lassen? Inwieweit lassen sich aus einzelnen Angaben erzählender Quellen der Merowinger- und der Karolingerzeit fortdauernde Überreste einer etwaigen vorchristlichen sakralen Tradition des merowingischen Königtums erschließen? Gestatten es diese Belege, dieses Königtum in den Zusammenhang eines antiken germanischen Sakralkönigtums einzuordnen?

In der Forschung stehen sich zwei extreme Positionen gegenüber, diejenige von Karl Hauck und diejenige von Alexander C. Hauck war der konsequenteste Vertreter der modernen Theorie vom fränkischen Sakralkönigtum. Sie berichtet von Chlodio, dem ersten als historische Persönlichkeit fassbaren rex der Salfranken, der im zweiten Viertel des 5. Karl Hauck, der hier mit Methoden der Vergleichenden Religionswissenschaft arbeitete, deutete die Erzählung konsequent im Sinne einer sakralen Königsidee. Diese Interpretation, die aus dem Text der Chronik auf die Existenz einer altgermanischen, ursprünglich mündlich überlieferten Sage schließt, fand in der Forschung über Jahrzehnte hinweg grundsätzlich weithin Anklang.

Murray hat seine radikale Gegenposition zu dieser Sichtweise ausführlich begründet. Funden aus dem Childerichgrab um keltische Importware handeln. Ian Wood zieht die Möglichkeit in Betracht, dass die Erzählung in ihrer überlieferten Form als Verspottung mythischer Deutungen einer sakralen Herkunft des Merowingergeschlechts gedacht war. Das Seitenpanel des Barberini-Diptychon aus dem frühen 6.

Jahrhundert zeigt einen langhaarigen Soldaten in kaiserlichen Diensten. Verkompliziert wird die Situation dadurch, dass in jüngster Zeit Gelehrte wie Patrick J. Geary und Guy Halsall verstärkt dafür plädieren, zumindest Childerich I. Das Erscheinungsbild der Merowinger wurde von ihren langen Haaren geprägt, was bereits auf dem Siegel Childerichs I. Allerdings bevorzugen in jüngerer Zeit viele Forscher ein ganz andere Erklärung für die Ursprünge der merowingischen Haartracht: Im 5. Spätantike zum habitus barbarus, dem typischen Aussehen eines kriegerischen Aristokraten, egal ob Römer oder Barbar. Die merowingischen reges könnten also einfach bis zuletzt an dieser zunehmend antiquierten Sitte festgehalten haben.