Die portugiesischen Besitzungen in Süd-West-Afrika PDF

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es mehrere Versuche, das deutsche Kolonialreich auf Gebiete Zentralafrikas auszuweiten. In der Frühphase versuchte Die portugiesischen Besitzungen in Süd-West-Afrika PDF Reichard Teile der späteren Provinz Katanga für Deutschland zu erwerben.


Författare: G. Tams.
Nachdruck des Originals von 1845.

Carl Peters versuchte 1890 einen Schutzvertrag mit dem König von Buganda, Mwanga II. Der Vertrag sollte den Grundstein zur Ausdehnung Deutsch-Ostafrikas zu einem deutschen Indien in Afrika legen. In den deutsch-britischen Verhandlungen zur Aufteilung der portugiesischen und belgischen Afrikabesitzungen gab es erste konkrete Pläne. Zentrales Ziel der deutschen Kolonialpolitik war ein möglichst geschlossenes Kolonialreich in Zentralafrika durch Landbrücken zwischen den Kolonien Ostafrika, Südwestafrika und Kamerun. Ein weiterer Vorschlag von Solf, der im August und September 1914 ein konkretes Mittelafrikaprojekt entwarf, war die Verteilung der afrikanischen Kolonien Frankreichs, Belgiens und Portugals, das Reichskanzler Bethmann Hollweg schließlich in sein Septemberprogramm einschloss. Für den allseits nicht erwarteten Fall, dass die Entente auf das Friedensangebot der Mittelmächte eingehen würde, forderte Bethmann Hollweg von Generalstab, Admiralstab und Kolonialamt die Erstellung von Kriegsziellisten als Verhandlungsgrundlage, was auch sogleich geschah.

Im Frühjahr 1918 stimmte Solf sogar den Forderungen des Deutschen Kolonialvereines zu. Stützpunktprogramm in der deutschen Kriegszielpolitik aber nur eine untergeordnete Rolle, glaubte man doch, sie durch einen Sieg in Europa wie von selbst zu erreichen. Verlaufe des Krieges von liberal gesinnten Politikern mehr und mehr als Ersatz- und Ablenkungsziel für die Nation, fort von wilden Annexionsforderungen in Europa, benutzt. Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges und während des Krieges wurden von deutscher Seite erneut Pläne für eine koloniale Neuordnung Afrikas aufgestellt.

Wieder war ein zentralafrikanisches Kolonialreich Schwerpunkt und Hauptziel dieser Planungen. Die Rückgabe der vier ehemals deutschen Kolonien in Afrika bzw. Mandats über dieselben an Deutschland wurde vom Regime der Nationalsozialisten als selbstverständlich angesehen und propagiert. Dschibuti, Tunis und der Nord-Tschad sollten an Italien fallen. Department Oran: Oran mitsamt Hinterland, 67. Verschiebung der Südgrenze Spanisch-Saharas bis zum 20.

Auf Sansibar, den Seychellen, den Komoren, Mauritius, Reunion, Sao Tome, Fernando Poo, Sankt Helena, den Kapverden, den Kanaren, Sao Miguel und den Azoren sollten deutsche Flottenstützpunkte errichtet werden. Allerdings sah der schon in Hitlers Mein Kampf erwähnte Versuch, mit Großbritannien zu einer Übereinkunft auf Kosten Frankreichs zu kommen, zunächst eine Schonung des übrigen britischen Kolonialbesitzes bzw. In Abweichung der ursprünglichen Eroberungspläne passte das nationalsozialistische Regime nach dem Scheitern eines Ausgleichs mit Großbritannien seine Forderungen an. Protektorat forderte Deutschland auch noch Madagaskar.

Von Großbritannien und Belgien sollten neben Tanganjika die Osthälfte Nigerias, Uganda, Kenia, Nordrhodesien und Kongo an Deutsch-Zentralafrika fallen. Auf die britischen Kolonien Sudan und Somaliland erhob Italien Anspruch. Für eine Berücksichtigung der italienischen Ansprüche und den deutschen Versuch, neben Vichy-Frankreich auch Franco-Spanien in einen Ausgleich einzubeziehen, reichten die als Kompensation zur Verfügung stehenden Gebiete jedoch nicht aus. Mehrheit der Suezkanal-Aktien zu erwerben trachtete. Die Südafrikanische Union sollte vollständig aus britischem Einfluss gelöst und als Verbündeter Deutschlands gewonnen werden.

Im Gegensatz etwa zur deutschen Seekriegsleitung maß Hitler fernen afrikanischen Besitzungen ohnehin eher eine untergeordnete Rolle bei. Deutsche Planungen für eine Erschließung Afrikas 1880 bis 1960. Karsten Linne: Deutschland jenseits des Äquators? Links Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86153-500-3. Zum Stellenwert eines Schlagwortes in der deutschen Weltpolitik des Hochimperialismus. Festschrift für Winfried Baumgart zum 65.