Die Moralstatistik PDF

In der Sozialethik wird der Gegenstand der Ethik vom Individuum auf die soziale Ordnung hin verschoben. Katholischen Soziallehre, die Moralstatistik PDF lehramtliche Sozialdoktrin verstanden wurde.


Författare: Alexander Oettingen.

Der Begriff der Sozialethik entstand im Kontext gesellschaftlicher Wandlungsprozesse des 19. Jahrhunderts und wurde erstmals von Alexander von Oettingen eingeführt. Das Verhältnis von Sozial- und Individualethik ist in der Literatur umstritten. Trotz der inzwischen unbestrittenen Unterscheidung zwischen Individual- und Sozialethik dauert die Diskussion über deren Zuordnung bis heute an, wobei in jüngerer Zeit darauf hingewiesen wird, dass die sozialethischen Fragestellungen gegenüber den individualethischen an Bedeutung gewonnen haben. Die Moraltheologie wird der Sozialethik übergeordnet, wobei diese als ein Teilgebiet der speziellen Moraltheologie angesehen wird. Mit wachsender Ausdifferenzierung der Gesellschaft erhalten sozialethische Konzepte immer mehr eine einheitsstiftende Funktion.

Die Sozialethik etabliert sich dabei zu einer neben der Individual- und Personalethik gleichwertigen Disziplin. Seit dem Kulturkampf wird sie mit konkurrierenden sozialpolitischen Konzepten verbunden. Möglichkeit, aus der christlichen Tradition verbindliche Maßstäbe zur Ordnung der Gesellschaft abzuleiten und durch eine religiös inspirierte Sozialreform die Krisen der Moderne zu meistern. Seit 1945 lassen sich in der Theologie beider Konfessionen verstärkt Ansätze zur disziplinären Verselbständigung der Sozialethik erkennen. Reinhold Seeberg gründet 1927 an der Berliner Universität erstmals ein eigenes Institut für Sozialethik, dem weitere folgen. Daneben werden eigene Lehrstühle für Sozialethik bzw.