Die Iden des März, 44 v.Chr. Ein Überblick der Verschwörung gegen Caesar PDF

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Författare: Fritjof Mellin.

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte – Weltgeschichte – Altertum, Note: 1, Technische Universität Dresden (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Einführungsseminar – Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit wird die Person Caesar, sein Verhalten vor den Iden des März sowie die Motivation und Beweggründe der Verschwörer grob umreißen und soll eine Einsicht in das Geschehen um die Iden des März geben.
"Wer einen Tyrannen tötet, hat mit Sicherheit kein Verbrechen begangen. So denkt jedenfalls das Volk von Rom, dass die Tat als das glänzende aller guten Werke ansieht" schrieb Cicero in seinem letzten Werk. Allgemein war der Tyrannenmord in der Antike positiv bewertet. Schon bei den Griechen galt wer einen Tyrannen tötet als Held. So erwarteten auch die Verschwörer gegen Caesar, dass sie nach dem Mord als Helden gefeiert würden. Es stellt sich die Frage, aus welchen Gründen die Verschwörer Caesar als Tyrannen sahen. Wenn man Aristoteles‘ Politea über Tyrannen liest lassen sich einige Ähnlichkeiten zwischen Caesar und Aristoteles‘ Definierung eines Tyrannen finden.
Das bedeutet aber nicht, dass die Senatoren und das Volk schlechteren Bedingungen ausgesetzt waren als vor Caesar. Ganz im Gegenteil waren viele der Senatoren erst unter und durch Caesar zu ihren Ämtern und ihrem Reichtum gekommen. Und das Volk liebte Caesar für seine Clementia. Caesar hatte außerdem den Bürgerkrieg beendet. Was die Senatoren wirklich störte, war das Ende ihrer Libertas, ihrem Recht als Gleiche untereinander um die Macht zu kämpfen. Caesar hatte sie alle um Längen in Macht und Einfluss überholt. Sie waren nun keine Entscheidungsträger mehr. Nur noch Repräsentanten für einen Senat, welcher keinen Einfluss mehr auf die Gesetzgebung hatte.
Ihr Wunsch Caesar zu töten, als Tyrannen darzustellen und daher all seine Entscheidungen rückgängig zu machen erscheint paradox. Da sie alle von Caesar in ihre Ämter eingesetzt wurden, würden sie diese dann eben auch wieder verlieren. Dies zeigt auch die Notwendigkeit die Gründe der Verschwörer, sowie das Verhalten Caesars, welches dazu führte dass er von den Senatoren als Tyrann gesehen wurde, genauer zu untersuchen.

Wurzeln auf Iulus, den Sohn des trojanischen Adligen Aeneas, zurückführte, welcher der Sage nach Sohn der Göttin Venus war. Caesars Familie war, gemessen am Standard des römischen Adels, nicht reich. Nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der Frühzeit der römischen Republik im 5. Seine Schwestern Iulia maior und Iulia minor heirateten Senatoren, die jedoch politisch nicht in Erscheinung traten. Caesar war noch keine 16 Jahre alt, als er von seinem Vater mit Cossutia verlobt wurde. Nach dem frühen Tod seines Vaters löste Caesar aber 84 v. Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktatur Sullas, der die konservative Gruppe der optimates vertrat.

Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia, doch dieser widersetzte sich und verließ Rom. Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab des Marcus Minucius Thermus, der Proprätor und Statthalter der Provinz Asia war. Caesar als Offizier in den Stab von Publius Servilius Vatia Isauricus, der als Prokonsul in Kilikien die Piraten bekämpfte. Dort blieb Caesar aber nicht lange, da Sullas Tod ihm die Rückkehr nach Rom ermöglichte, wo er seine politische Karriere weiterverfolgte. Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen, entschloss sich Caesar, Rom erneut zu verlassen. Ungewöhnlich war, dass er sich nicht zu einer militärischen Mission meldete, um sich als Offizier einen Namen zu machen, sondern eine Studienreise nach Rhodos unternahm, wo er bei dem Rhetor Molon seine Redekunst verbessern wollte. Caesar anstelle des verstorbenen Vetters seiner Mutter, Gaius Aurelius Cotta, in das Priesterkollegium der pontifices gewählt.

Porträtkopf, wahrscheinlich Marcus Licinius Crassus, aus dem Liciniergrab. Nach seiner Rückkehr aus Spanien heiratete Caesar Pompeia, eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Spiele, durch die er sich hoch verschuldete, große Beliebtheit. Immer wieder gab es Gerüchte, Caesar wäre in die Catilinarische Verschwörung des Jahres 63 v.

Obwohl er früher Kontakt zu Catilina gehabt hatte, konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. Marcus Crassus mit 830 Talenten für Caesar bürgte, konnte dieser seinen Auftrag wahrnehmen. Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen. Daher ging er mit Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus eine strategische Partnerschaft ein. Aufgrund widersprüchlicher Quellenaussagen und unklarer Chronologie ist umstritten, ob Caesar bereits als gewählter Konsul das informelle Machtbündnis schuf, weil seine Feinde im Senat ihm eine unattraktive provincia zuweisen wollten, oder ob ihm erst Crassus und Pompeius die Wahl zum Konsul für 59 v. Caesar war beim Amtsantritt 40 Jahre alt, unterschritt das in Sullas Lex de magistratibus aus dem Jahr 81 festgelegte Mindestalter für das Konsulat, 43 Jahre, also deutlich. Caesars Amtsführung als Konsul war im Senat sehr umstritten, vor allem bei dem einflussreichen Optimaten Cato, der Caesar als Feind der Freiheit betrachtete.