Die Funktion des sensus communis in Kants Theorie des ästhetischen Urteils PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Kant die Funktion des sensus communis in Kants Theorie des ästhetischen Urteils PDF eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Kant schuf eine neue, umfassende Perspektive in der Philosophie, welche die Diskussion bis ins 21.


Författare: Gundula Felten.
In Kants Begründung einer philosophischen Ästhetik ist das Konzept des sensus communis das zentrale Element. Unbestritten ist in der Diskussion die regulative Funktion des sensus communis, die in Kants Lehre von den Geschmacksurteilen die Begründung des Anspruchs auf allgemeine Gültigkeit des ästhetischen Urteils über das Schöne sichert. Neu herausgestellt wird in der vorliegenden Untersuchung die praktisch-kommunitäre Funktion des sensus communis in der intersubjektiven Begründung des ästhetischen Urteils. Zusammen mit der Funktion des Schönen als Symbol des Sittlichen eröffnet der sensus communis die Möglichkeit, dass das Subjekt sich seiner selbst als sittliches und damit als Vernunftwesen bewusst wird. Zugleich muss es denjenigen, auf dessen Zustimmung es mit dem Urteil über das Schöne Anspruch erhebt und wegen des unterstellten sensus communis erheben kann, unbedingt als Vernunftwesen achten. Damit ist Kants Idealvorstellung eines Reichs der Zwecke nicht mehr bloß theoretisch denkbar, sondern wird zu einer tatsächlich realisierbaren Gemeinschaftsvorstellung.

1746 veröffentlichte er seine erste Schrift, die Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte. Er veröffentlichte im Sommer einige Aufsätze und reichte im April 1755 die Schrift De Igne als Abschlussarbeit ein und wurde anschließend promoviert. Mit dankbarer Freude erinnere ich mich aus meinen Jugendjahren der Bekanntschaft und des Unterrichts eines Philosophen, der mir ein wahrer Lehrer der Humanität war Seine Philosophie weckte das eigne Denken auf, und ich kann mir beinahe nichts Erleseneres und Wirksameres hierzu vorstellen, als sein Vortrag war. Eine erste Bewerbung auf den Königsberger Lehrstuhl für Logik und Metaphysik im Jahre 1759 schlug fehl.

Einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Dichtkunst lehnte Kant 1764 ab. In den Jahren von 1766 bis 1772 arbeitete Kant als Unterbibliothekar der königlichen Schlossbibliothek, was seine erste feste Anstellung war. Drei Jahre nach Wöllners Zensuredikt vom 19. Dezember 1788 geriet er aufgrund seines Werkes Über das Mißlingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee erstmals in Konflikt mit der Zensur. Kant wird oft als steifer, an einen regelmäßigen Tagesablauf gebundener professoraler Mensch dargestellt, der von der Pflicht getrieben ganz auf seine Arbeit konzentriert war. Doch dieses Bild ist eine Überzeichnung.

Als Student war er ein guter Kartenspieler und verdiente sich mit Billard ein Zubrot zum Studium. Auch seine legendäre Pünktlichkeit, nach der andere Königsberger angeblich sogar ihre Uhren stellten, ist viel eher diejenige seines engen Freundes, des englischen Geschäftsmanns und Bankiers Joseph Green, gewesen. Kant verbrachte nahezu sein ganzes Leben im damals weltoffenen Königsberg, wo er 1804 fast 80-jährig starb. Das Grabmal Immanuel Kants befindet sich an der Außenseite des Königsberger Doms, der sogenannten Stoa Kantiana. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Kant der wohl wichtigste Denker der deutschen Aufklärung. Dissertation im Jahre 1770 ist bereits ein deutlicher Bruch erkennbar.

Neben dem Verstand ist nun auch die Anschauung eine Erkenntnisquelle, deren Eigenart zu beachten ist. Die Fragen werden jeweils durch die Erkenntnistheorie, die Ethik und die Religionsphilosophie bearbeitet. Kant selbst hat in seiner kritischen Periode zu jedem dieser Bereiche einen grundlegenden Text vorgelegt. Eine empirische Antwort auf diese Frage mit Bezug hat Kant mit seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht versucht. Denn vor jeder Ontologie erörterte Kant darin, wie eine solche als Wissenschaft überhaupt möglich ist.

Die dazu erforderliche kritische Methode deduziert die allgemeinen Bedingungen, die jeder Verstandeshandlung, jeder Erkenntnis und jeder Wahrnehmung im Voraus, a priori, zugrunde liegen und sie dadurch bestimmen. Beide sind aber auch die Bedingungen jeder Erfahrung. Raum der Mathematik und einem realen Raum der physischen Wechselwirkung unterschieden werden. Alle Empfindungen sind nur unter den Bedingungen der räumlichen oder zeitlichen Anschauung möglich. Bedingungen für erfahrbare Objekte darstellen, wie z. Damit ist die erste Möglichkeit einer reinen Naturwissenschaft gegeben. Noumena, heute zumeist nur im Singular genannt, was Missverständnisse fördert, wenigstens denkmöglich seien.

Bedingungen a priori selbst unvermeidlich sind, nämlich die Idee der Seele, die Idee des kausalen Weltganzen und die Idee Gottes. Das Buch wurde 1827 wegen der Widerlegungen der Gottesbeweise vom Vatikan auf das Verzeichnis verbotener Bücher gesetzt. Freiheit eines Willens als möglich gesetzt werden. Beweis, die Deduktion, vom induktiven unterscheidet. Kant war in seiner vorkritischen Phase Vertreter eines revisionistischen Rationalismus der Wolffschen Schule. Er erkennt die Kritik Humes am Rationalismus als methodisch richtig an, d. Rückführung der Erkenntnis allein auf den reinen Verstand ohne sinnliche Anschauung ist für ihn nicht mehr möglich.

Andererseits führt der Empirismus von David Hume zu der Folgerung, dass eine sichere Erkenntnis überhaupt nicht möglich sei, d. Leistungen der Mathematik und der Physik außer Frage. Unter welchen Bedingungen ist also Erkenntnis überhaupt möglich? Kant seine Erkenntnistheorie als Fundament einer wissenschaftlichen Metaphysik formuliert, ist daher eine Auseinandersetzung einerseits mit der rationalistischen, andererseits mit der empiristischen Philosophie des 18. Jahrhunderts, die sich vor Kant gegenüberstanden. Für Kant erfolgt Erkenntnis in Urteilen.

Sinnlichkeit und Verstand sind die beiden einzigen, gleichberechtigten und voneinander abhängigen Quellen der Erkenntnis. Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Wie kommt es nun zur Erfahrung, also zur Erkenntnis der Welt? Kant diskutiert dies in der Transzendentalen Analytik, dem zweiten Teil seiner Kritik der reinen Vernunft. Kant vertritt aber keine simple Abbildtheorie.