Die französische Literatur des 19. Jahrhunderts und der Orientalismus PDF

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Författare: Michael Bernsen.
Die französische Literatur des 19. Jahrhunderts ist weitgehend von der zeitgenössischen Orientalismus-Mode geprägt. Diese Mode erhält insbesondere durch die Expedition Napoleons nach Ägypten einen erheblichen Auftrieb, in deren Gefolge zahlreiche Wissenschaftler und Künstler die natürlichen und kulturellen Gegebenheiten des Landes flächendeckend in Wort und Bild festhielten. Zahlreiche Autoren sind vom Exotismus des Orients fasziniert. Ihr literarischer Umgang mit dem Sujet gerät größtenteils zu einer Auseinandersetzung mit erodierenden Tendenzen der eigenen zeitgenössischen Kultur. tgenössischen Kultur.

Am deutlichsten tritt er in der Dichtung auf. Der Ursprung des Wortes liegt im Frankreich des 19. Der Romantiker Théophile Gautier gebraucht in einer programmatischen Erklärung an die Brüder Edmond und Jules de Goncourt vom 23. Gautier unterscheidet hierin einen Exotismus der räumlichen und einen Exotismus der zeitlichen Entfernung. Als Begründer der Exotismus-Forschung gilt Jean Marie Guyau.

Er sieht 1889 in L’art au point de vue sociologique den Exotismus als Mittel in der Kunst, um bei realistischer Stilintention der Gefahr des Trivialen zu entgehen. Diese mit dem Kolonialismus aufgekommene Betrachtungsweise ist auf den ersten Blick eine Form des Umganges mit den eigenen Entsagungen im Prozess der Zivilisation. Mit dem Exotismus geht eine Wahrnehmung der Fremden einher, deren Lebensumstände und Unterdrückung infolge des Kolonialismus kaum gesehen werden. Diese seien zwar der Natur näher, aber dafür der Kultur ferner und insofern als Kinder anzusehen. Eine große Rolle spielt Exotismus in der internationalen Trivialliteratur, z.

Bodice-Ripper-Romanen, deren Handlung wenigstens zum Teil in zivilisationsferne Gegenden verlegt ist, um Szenarien glaubwürdig erscheinen zu lassen, in denen die weibliche Hauptfigur zur Liebe gezwungen wird, was es den Autoren dann erlaubt, sexuelle Handlungen freizügig darzustellen. Bis heute kommt Exotismus in verschiedenen Varianten, zum Beispiel in der Werbung, in Filmen oder auch in Kinderbüchern vor. Exotismus bezeichnet eine Gruppe von Lehnwörtern, die Dinge und Gewohnheiten bezeichnen, die nur in der Kultur der Gebersprache verbreitet sind. Die Anwendung auch auf Realitäten der eigenen Kultur ist stets nur im übertragenen Sinne zu verstehen.

Schweizerdeutschen, wo in der ersten Hälfte des 19. Von dem Fremdreiz der ‚exotischen‘ Länder machten nicht nur Literatur, Malerei, Architektur und Kunstgewerbe Gebrauch, sondern auch die Musik. In dieser lässt sich der Exotismus auf drei Ebenen beobachten: „In der Stoffwahl und Ausstattung von Bühnenwerken sowie in der Verwendung ‚exotischen‘ Materials. Eine besondere Verwendung exotischer Inhalte findet sich in Operetten.

Die Vielzahl an exotischen Titeln und Inhalten zeigt, dass die Gattung der Operette den Fremdreiz intensiv nutzte. Auf den Schauplatz der Operetteninhalte bezogen, ergeben sich zwei gegensätzliche Möglichkeiten der Darstellung: „Entweder man wählt eine evasive, eine Ausbruchskonstruktion von Hier nach Dort. Oder man wählt eine invasive, eine Einbruchskonstruktion von Dort nach Hier. Exotische Ausbruchstücke definieren sich als Stücke, in denen die Hauptfiguren den heimischen Ort verlassen, um in ein fremdes Land zu reisen und „sich an fremdartigen Lebensformen zu reiben“. In ihnen verlassen die fremdartigen Hauptfiguren ihre Herkunft und brechen in den heimischen Ort ein, wo sie in Konflikte mit den dortigen Lebensformen kommen. Diese extremen Formen erscheinen jedoch selten rein definiert.