Die Bekämpfung der Katharer durch Innozenz III. in Südfrankreich PDF

Anhänger der die Bekämpfung der Katharer durch Innozenz III. in Südfrankreich PDF und radikalsten heterodoxen Strömung des mittelalterlichen Christentums, die vom 12. Katharer selbst niemals so genannt haben. Italien nannte man sie Pateriner oder Patarener.


Författare: Katrin Kuznik.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mittelalter kannte eine Fülle von Häresien, wobei das Katharertum als größte Bedrohung der katholischen Kirche galt. Sobald man sich nun näher mit dem Thema der Katharer beschäftigt, wird der Blickwinkel sofort nach Südfrankreich gelenkt. Im Süden Frankreichs befand sich das Zentrum der Katharerbewegung, die sich von Toulouse aus verbreitete. Jedoch stellt sich hierbei die Frage, wieso sich gerade dort ihr Hauptsitz befand und vor allem, ob keinerlei Maßnahmen gegen diese religiöse Abspaltung seitens der Kirche ergriffen wurden. Natürlich wurden Maßnahmen gegen die Katharer in Angriff genommen, die von dem damaligen Papst, Innozenz III. ausgeübt wurden. Aber mit welchen Mitteln versuchte das Oberhaupt der Geistlichkeit die Katharer zu vernichten? Um der enormen katharischen Ausbreitung in südfranzösischen Regionen auf den Grund zu gehen und gleichzeitig einen Überblick über die päpstlichen Gegenmaßnahmen zu gewinnen, beschäftigt sich diese Ausarbeitung mit den Gründen für die Begünstigung der Katharer in der besagten Region und Innozenz¿ politischen Maßnahmen, um seinen Kampf gegen die häretischen Bewegungen voranzutreiben.Um zunächst die Gründe für die territorial gebundene Ausdehnung zu erörtern, wird die Beziehung von Innozenz und dem zur gleichen Zeit amtierenden König Philipp August II. analysiert. Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern der König die Vorhaben des Papstes bezüglich der Katharerangelegenheit unterstützt hat. Des Weiteren wird die Ketzerpolitik Innozenz¿ anhand einiger Beispiele dargestellt. Der erste Aspekt ist die Reintegration der Humilaten und Waldenser in die katholische Kirche, die Innozenz nutzte, um seine Bekämpfung der Ketzer voranzutreiben. Fortgefahren wird mit der Bulle vergentis in senium, die ein weiterer Schritt des Papstes war, um die Unterstützung der Katharer zu unterbinden. Zum Schluss wird das IV. Laterankonzil vorgestellt, dass die wichtigste Maßnahme des Papstes, die in dieser Arbeit behandelt wird, darstellt. Aus den Beschlüssen des IV. Laterankonzils wurden vier ausgewählt, die die Politik Innozenz¿widerspiegeln.
Dem Ziel der Arbeit entspricht zum einen, die Gründe aufzuführen, die die Katharerausbreitung in Südfrankreich begünstigen konnten und andererseits an ausgewählten Beispielen einen Überblick über Innozenz¿ Ketzerpolitik zu verschaffen.

Bezeichnung, die im Languedoc des 13. Vorläufer könnten östliche dualistische Bewegungen sein, wie die Manichäer, Paulikianer und die Mazdakiten. Auch ohne das Geheimnis der Ursprünge gelüftet zu haben, sieht man heute den Katharismus nicht mehr als direkten Erben des persischen Manichäismus an. Dass die Lehre der Katharer in bestimmten Punkten mit der Religion Manis übereinstimmt, besagt noch nicht, dass sie sich aus ihr herleitet. Jahrhundert kam es in Europa zu einer Entfaltung der Geld- und Warenwirtschaft und zur Expansion der Städte.

Adel und Klerus versuchten über Abgaben, Zehnten und Kredite sich anzupassen und Profite zu ziehen. Ebenso möglich erscheint die eigenständige Ausbildung dualistischer Vorstellungen, da auch im Abendland eine dualistische Bibelauslegung z. Ab 1155 verbreitete sich der Katharismus in Italien. Die italienischen Katharer spalteten sich binnen weniger Jahrzehnte in mehrere Ortskirchen, die Verbindungen zu den Kirchen der Bogomilen im Osten unterhielten. In Deutschland lassen sich die Katharer erstmals 1143 in Köln nachweisen.

Bis 1200 hatte die Bewegung bereits große Gebiete zwischen Rhein und Pyrenäen erfasst. Insbesondere in Okzitanien und Oberitalien hatten sich große Gemeinschaften gebildet. Ihr Hauptverbreitungsgebiet hatten die Katharer im südfranzösischen Raum, wo sie sehr angesehen waren, insbesondere an den Höfen in Okzitanien, u. Landstrich außer kleineren Fürsten keine übergeordnete Autorität regierte und die katharische Kirche mit ihrer authentischen Sittlichkeit und materiellen Bescheidenheit einen positiven Einfluss ausübte. Für die Kirche stellten die Katharer eine gefährliche und völlig neue Bedrohung dar. Erstmals war in Europa der Versuch, eine Gegenkirche zu etablieren, unternommen worden und regional auch gelungen. In den Augen der Päpste galt die katharische Bewegung als Häresie.

Ihre theologischen Standpunkte wurden als absurd, wenn nicht gar als diabolisch betrachtet. 1179 wurden die Katharer von Papst Alexander III. 1209 wurden Katharer aus Carcassonne vertrieben. Der okzitanische Adel war zunächst größtenteils auf Seiten der Katharer, auch weil er in Gegnerschaft zum König von Frankreich Philipp II. Als Ergebnis brachte der Kreuzzug zwar die militärische Niederlage der mit den Katharern verbündeten Fürsten und letztlich die Eingliederung Okzitaniens in das Königreich Frankreich, nicht aber die vom Heiligen Stuhl erhoffte vollständige Ausrottung der Katharer und ihrer Organisation. Hier befand sich auch ihre Kirchenleitung. 1243 begannen Truppen des französischen Königs mit der Belagerung der Burg.