Die Bedeutung der interkulturellen Literatur für den Deutschunterricht PDF

Deutsch als Zweitsprache ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Status der deutschen Sprache für alle Sprecher oder Die Bedeutung der interkulturellen Literatur für den Deutschunterricht PDF, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Von Deutsch als Zweitsprache spricht man, wenn die deutsche Sprache in einem deutschsprachigen Land erworben wird und zum alltäglichen Gebrauch notwendig ist.


Författare: Eymen Behrend.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Deutsch – Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache, Note: 2,3, Universität Regensburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In unserer heutigen Zeit begegnen wir immer häufiger dem Begriff der Interkulturalität. Von interkultureller Handlungskompetenz, interkulturellem Management oder interkultureller Rhetorik ist die Rede. Bereits der inflationäre Gebrauch dieses Begriffs zeigt, wie wichtig die Interkulturalität in unserer heutigen Gesellschaft geworden ist. Auch in der Literaturwissenschaft rückt der Umstand der Interkulturalität immer stärker ins Zentrum, besonders in Bezug auf Deutsch als Zweitsprache bzw. Deutsch als Fremdsprache. Im gängigen Deutschunterricht hingegen wird der Aspekt der Interkulturalität nur selten umgesetzt, obwohl "doch niemand mehr bezweifle, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei." Doch gerade in Klassen mit einem hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund wäre ein verstärkter Fokus auf den interkulturellen Aspekt der Literatur wünschenswert. Aus Sicht der Toleranzentwicklung wäre dies ein wichtiger Schritt, da sowohl deutsche als auch Schüler mit Migrationshintergrund durch Vergleiche in der Literatur in ihrer Empathie gefördert würden. Um mit Esselborns Worten zu sprechen:
"[D]ie Migranten- und Minderheitenliteratur [könnte] einen wichtigen Beitrag zu Austausch und Verständigung zwischen Mehrheits- und Minderheitenkultur bzw. zur Erkenntnis ihrer Interdependenz und Vermischung und damit zu Selbstverständnis und kultureller Orientierung der Immigranten leisten."
Ziel dieser Arbeit ist es deswegen, den zusätzlichen Nutzen der interkulturellen Literaturdidaktik gegenüber herkömmlicher Literatur herauszuarbeiten. Ausgehend von einer Definition der interkulturellen Literatur wird auf die Stereotype in und den Perspektivenwechsel durch diese Art der Literatur eingegangen. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit praktischen Möglichkeiten zur Umsetzung im Unterricht, die sich vornehmlich auf die Arbeiten Skinners stützen. Eine weitere Unterteilung in Unterrichtsformate für reguläre Deutschklassen und DaF-Klassen findet bewusst nicht statt, da die interkulturelle Literatur in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft für beide Bereiche ähnliche Vorteile bietet.

Der Erwerb erfolgt dabei weitgehend außerhalb des Unterrichts, aber auch in speziellen Kursen. Das Fach Deutsch als Fremdsprache entwickelte sich Ende der 60er Jahre insbesondere aus zwei Gründen: Zum einen stieg die Zahl der ausländischen Studierenden in der BRD und der DDR, zum anderen nahm die Anzahl von Migranten in Deutschland zu. Daraus resultierte der wachsende Bedarf an ausgebildeten DaF- und DaZ- Lehrkräften. Studierende auf ein Fachstudium in Deutschland vorbereitet wurden.

Ab 1970 bot die Universität Heidelberg einen spezifischen germanistischen Studiengang für ausländische Studierende an. Die im Grundsatzpapier aufgeführten zentralen Kenntnisse und Fähigkeiten für den Bachelor, beinhalten alle eine interkulturelle Ausrichtung. Für die Masterstudiengänge gelten die für den Bachelor formulierten Basiskompetenzen als Grundvoraussetzung. Diese werden im Master vertieft und erweitert. Schwerpunkte werden durch die präzise Benennung des Studiengangs kenntlich gemacht. Es gibt in Deutschland über 50 Hochschulen, an denen Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache als Haupt- oder Nebenstudiengang studiert werden kann. DaZ als Ergänzungs-, Aufbau- und Zusatzstudiengang.