Die Auswirkungen des demographischen Wandel auf den Rettungsdienst PDF

Raunheim ist eine Stadt im südhessischen Die Auswirkungen des demographischen Wandel auf den Rettungsdienst PDF Groß-Gerau im Rhein-Main-Gebiet etwa 20 km südwestlich von Frankfurt am Main am Südufer des Mains gelegen. Raunheim ist nicht in Stadtteile untergliedert.


Författare: Sebastian Herbinger.

Bis zum Jahr 2060 wird die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen auf 65 Millionen schrumpfen. Jeder dritte Einwohner in Deutschland wird dann mindestens 65 Jahre alt sein und es werden doppelt so viele 70-jährige leben, wie Kinder geboren werden. Der Rettungsdienst in Deutschland unterliegt einem ständigen Wandel. Neue Algorithmen für Krankheitsbilder oder die aktuelle Novellierung des neuen Rettungsassistentengesetzes sind hier nur beispielhaft zu nennen und stellen das deutsche Rettungswesen immer wieder vor neue Herausforderungen. Zukünftig gilt es eine weitere Herausforderung zu Stämmen, nämlich die Auswirkungen des demographischen Wandel auf den Rettungsdienst. Steigende Einsatzzahlen oder der allseits befürchtete Notarztmangel stellen nur die Spitze des Eisberges dar.

Seit 7000 Jahren war das heutige Raunheim am Main nachweislich besiedelt, wohl weil das Gelände so günstig liegt. Mehrere parallele Mainläufe, die Inseln bildeten, der große Wald, das ebene Terrain und das günstige Klima dürften die Gründe dafür gewesen sein, dass die Gemarkung Raunheim ebenso wie das restliche Rhein-Main-Gebiet von der Urzeit bis heute als Heimstatt bevorzugt wurden. Aus der Jungsteinzeit ist belegt, dass in der Maingewann des heutigen Raunheims ein Langhaus errichtet wurde. Die fränkische Besiedlung des Gebietes findet im 6. Jahrhundert statt und für diese Zeit wird auch die Gründung Raunheim vermutet. April 910 wird der Ort erstmals in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Hatto erwähnt. Auch wenn diese nur noch als Abschrift vorhanden im Codex Eberhardi ist, kann Raunheim im Jahre 2010 seine erste urkundliche Erwähnung vor 1100 Jahren feiern.

Im Jahr 1118 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung des Mönchhofs mit einer Kapelle, der heutigen Mönchhofkapelle. Für das Jahr 1342 ist in Raunheim eine große Überschwemmung durch den Main belegt. Im Mittelalter befand sich Raunheim in wechselndem Grundbesitz. Die ersten Auswirkungen der Reformation zeigen sich in Raunheim ab dem Jahr 1530, als der erste evangelisch-lutherische Pfarrer Caspar Moeller dort predigte. Dies wurde möglich, nachdem Landgraf Philipp I. 1526 auf der Homberger Synode auf seinem Territorium die Reformation einführte. Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 brachte auch über Raunheim Tod und Verderben.

So flüchteten die bäuerlichen Bewohner im Dezember 1634 vor den Kriegswirren in die Festung Rüsselsheim. 1635 zogen schwedische Truppen durch Raunheim und brannten den halben Ort nieder. Die Pest wütete in den Jahren 1634 und 1635. Verwaltungsmäßig gehört Raunheim bis 1820 zum Amt Rüsselsheim, das ab 1816 zur Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen gehörte.

Die zuständige Gerichtsbarkeit war während der Zugehörigkeit zu Hessen, von 1821 bis 1879, das Landgericht Großgerau und ab 1879 das daraus hervorgegangene Amtsgericht Groß-Gerau. Die Erbauung des ersten öffentlichen Schulhauses fällt auf das Jahr 1711 und in der Zeit von 1733 bis 1745 muss die Einquartierung und Verproviantierung fremder Heere infolge des Polnischen- und des Österreichischen Erbfolgekriegs hingenommen werden. Mit dem Beginn der Industrialisierung sind auch in Raunheim viele Neuerungen und ein schneller Anstieg der Einwohnerzahlen zu verzeichnen. So wird in den Jahren 1882 bis 1886 eine Mainschleuse erbaut, welche die Schifffahrt auf dem Main wieder attraktiver machen soll. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort durch Luftminen stark zerstört. Industriebetrieb Hessenland, wo auch russische Fremdarbeiter tätig waren, brannte tagelang. Unter der Bevölkerung gab es viele Tote, noch mehr Raunheimer starben an der Front oder blieben vermisst.

Am Ende der Hitler-Diktatur hatte Raunheim nur noch knapp 4000 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, und die Bevölkerungszahl wuchs schneller als je zuvor. Die Arbeiterwohngemeinde siedelte neue Industriebetriebe an. Bis dahin waren Opel und die schon überalterten Fabriken Hessenland und Ihm die größten Arbeitsstätten.

Nun wurden auch Kanäle verlegt und Straßen asphaltiert. Hatten doch die Frankfurter Straße, die Mainzer Straße sowie die Bahnhofstraße als einzige eine feste Fahrbahn. Beim Absturz eines US-Transportflugzeuges des Typs Fairchild C-82A Packet am 28. Oktober 1966 wurde Raunheim zur Stadt ernannt.