Die Ausbildung der Grundherrschaften in Deutschland während der Karolingerzeit PDF

Grundherr ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Barhäuptige Bauern liefern ihre Abgaben an den Grundherrn ab. Die Ausbildung der Grundherrschaften in Deutschland während der Karolingerzeit PDF Grundherr war in der Regel ein Angehöriger der ersten zwei Stände: des Adels oder des Klerus.


Författare: Karl Theodor Ferdinand Michael Inama-Sternegg.

Die Ausbildung der Grundherrschaften in Deutschland während der Karolingerzeit ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1878.
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Die Untertanen standen in unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen zum Grundherrn. Hofhaltung der Grundherrn geliefert werden mussten. In manchen Grundherrschaften bestand die Pflicht, die im Eigentum des Grundherrn stehende Mühle gegen Gebühr zu nutzen oder das in der grundherrschaftlichen Brauerei gebraute Bier zu kaufen. Zumeist war es so, dass im Laufe der Jahrhunderte der Haus- und Grundbesitz in einer Region immer stärker auf unterschiedliche weltliche und geistliche Grundherrschaften aufgesplittert wurde, sodass in manchen Ortschaften jedes oder zumindest jedes zweite Gut einem anderen Grundherrn zinste. Er sollte den Abhängigen wirtschaftliche Grundsicherung und Unterstützung bei Krankheit, Missernten oder Katastrophen gewähren, Schutz vor dem Abwerben als Söldner für fremde Kriegsherren bieten und der Familie eine Bestattungsfürsorge zukommen lassen.

Der Grundherr besaß in der Regel das Patronatsrecht, konnte die Geistlichen und die religiöse Ausrichtung seines Herrschaftsbereiches bestimmen oder einen Glaubenswechsel erzwingen. Für seine Kirchen beschaffte der Grundherr oft Reliquien, welche in Reliquienschreinen ausgestellt wurden und über die Grablegen der Familie des Grundherrn wachten. Grundherrschaften religiöser Institutionen oder einzelner Klöster, meist entstanden durch Schenkungen und Stiftungen weltlicher Grundherren, die damit ihr Seelenheil fördern und soziales Ansehen erreichen wollten, unterschieden sich in ihrem sozialen Verhalten und dem Rechtssystem der Erbuntertänigkeit nicht von einer weltlichen Grundherrschaft. Die für die Grundherrschaft typische Verfügung über Personen durch die Verfügungsgewalt über Personen mag es in ähnlicher Form auch schon vor dem Mittelalter gegeben haben. Bei der Ausbildung der Grundherrschaften europäischer Prägung muss ein Zusammenhang mit der schrittweisen Christianisierung der damaligen Bevölkerung beachtet werden. Mit dem Übergang zur allgemeinen Geldwirtschaft und der Verlagerung der Wirtschaftsmacht in die sich bildenden Städte mit den besonderen Rechten der Bürger, weg aus der Agrarwirtschaft, setzte eine Entwertung der Machtverhältnisse des Feudalismus ein.

Deutschland blieb bis in die Mitte des 19. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts setzten in einigen Territorien Reformen ein, die zumindest die vorhandene Grundherrschaft reformierten wie die Umwandlung von Naturalleistungen in Geldzahlungen oder die Aufhebung der Leibeigenschaft. Dieser Prozess wird auch als Grundentlastung bezeichnet. Diese Reformen stellten aber das System selbst nicht in Frage. Grundherrschaft im Laufe der Französischen Revolution abgeschafft. Das Gebiet des heutigen Deutschland folgte ab 1807 infolge des Oktoberedikts bzw.

Jede Grundherrschaft hatte einen sogenannten Herrensitz. Im Mittelalter war das zumeist eine Burg, später ein Schloss oder Herrenhaus. Im frühen und hohen Mittelalter werden die grundherrlichen Zentralhöfe oft als curtis oder curia bezeichnet. Die Bezeichnung Grundherr lässt sich als Übersetzung des älteren dominus terrae oder dominus fundi nach 1300 fassen. Spätantike immer enger miteinander vermengt worden waren. Dabei wurde die Frage der Freiheit und Genossenschaftlichkeit einer Gesellschaft, die ohne Privateigentum gewesen sei, zunehmend auf der Grundlage der Annahme des Bodenbezugs der Herrschaft diskutiert. Dabei wurde der Begriff der Grundherrschaft zu einem sozialen und wirtschaftlichen Systembegriff.