Dialektik als philosophische Theorie und Methode des ‚Kapital‘ PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Der dialektische Materialismus ist eine Form der philosophischen Weltanschauung. Der dialektische Materialismus bedient sich der Dialektik Hegels, des geistigen Lehrers von Karl Marx. Widersprüchen besteht, welche zwangsläufig ihre eigene Veränderung sowie die Zukunft dialektik als philosophische Theorie und Methode des ‚Kapital‘ PDF und bestimmen.


Författare: Georg Quaas.

Die Dialektik gehört zu den umstrittensten grundlagentheoretischen Themen der Sozialwissenschaften. Nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation besteht die Chance, die Problematik jenseits ideologisch motivierter Gegensätze neu aufzuarbeiten. In dieser Absicht ist das vorliegende Buch geschrieben worden. Das Ziel ist eine in sich stimmige und ausgewogene Rekonstruktion der dialektisch-materialistischen Methode anhand der Marxschen Vorgehensweise und seiner methodologischen Vorstellungen. Der Autor weist auf Grenzen hin, die überwunden werden müssen, wenn jene Methode den Bedürfnissen moderner sozialwissenschaftlicher Erkenntnis genügen soll.

Vier Grundregeln liegen der Theorie des dialektischen Materialismus zugrunde. Das Universum muss als Ganzes angesehen werden. Zu diesen Grundlagen kommen drei elementare Entwicklungsgesetze. Die Triebkraft der Entwicklung ist der Widerspruch zwischen dualen Polen, der natürlichen und sozialen Prozessen grundsätzlich inhärent ist und aus deren Kampf eine neue Lösung hervorgeht. Die Entwicklung auf eine höhere Ebene bewahrt die positiven Elemente der vorhergehenden. Sie negiert in ihrer Weiterentwicklung die vorhergehende Ebene also nicht als Ganzes.

Nach einer Kumulation quantitativer Veränderungen über längere Zeit kommt es zu einer sprunghaften qualitativen Veränderung. Beispiele Durch den Widerspruch zwischen wachsenden Bedürfnissen der Menschen und der niedrigen Produktivität kommt es zur Erfindung von Maschinen. Bedürfnisse, und die Gesellschaft befindet sich in einer permanenten Auseinandersetzung mit der Natur, mit dem Ziel, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Dieser Kampf ist nur mit Hilfe einer bestimmten materiellen und wirtschaftlichen Basis möglich: der sogenannten Infrastruktur oder dem Unterbau. Produktivkräfte, also alle am Produktionsprozess beteiligten Kräfte. Produktionsverhältnisse, sprich die gesellschaftliche Arbeitsteilung einerseits und die Besitzverteilung andererseits.

Das ist das gesellschaftliche Bewusstsein der zu einem bestimmten Zeitpunkt dominierenden Klassen. Stalin veränderte diese Theorie dahingehend, dass er für ein bestimmtes Entwicklungsstadium der Gesellschaft Überlegungen über den Unterbau vornahm. Außerdem versuchte er die Naturwissenschaften, die Kunst und auch die Linguistik, in Einklang mit der Theorie des dialektischen Materialismus zu bringen. Der dialektische Materialismus wurde als Teil der politischen Ideologie von den wissenschaftlichen Gremien der politischen Führung der DDR und der UdSSR weitergeführt.

Kritiker wenden ein, dass der dialektische Materialismus im Osten vor allem systematisch genutzt wurde, vergleichbare Zustände im Westen scharf zu kritisieren, die man im Osten elegisch feierte. Wolfgang Leonhard beschreibt den dialektischen Materialismus im Stalinismus als reine Worthülse, mit der herrschende Zustände legitimiert werden sollen. Einschlägige theoretische Texte stammen etwa von Henri Lefebvre. Der subjektive Faktor, Struktur und Gesetzmäßigkeiten. Wörterbuch zu den philosophischen Fragen der Naturwissenschaften.