Der Wille: seine Erscheinung und seine Beherrschung PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der Wille: seine Erscheinung und seine Beherrschung PDF von Personen, die Achtung gebietet.


Författare: Johannes Lindworsky.

Johannes Lindworskys Buch bietet einen anschaulichen Überblick über die Willensforschung und ihre Methodik. Darüber hinaus stellt er dar, wie der Wille definiert wird und erläutert Theorien zum Umgang und zur Beherrschung desselben.
Sorgfältig bearbeiteter Nachdruck der Originalausgabe von 1921.

Mit dem Begriff der Menschenwürde wird diese Vorstellung ausgeweitet und an eine besondere Bestimmung des Daseins geknüpft, die jeden Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheiden soll. Von der Vorstellung der Würde selbst ist ihre Anerkennung in Form von Prestige zu unterscheiden. Rang, die Ehre, das Verdienst oder das Ansehen einer einzelnen Person. Im allgemeinen Sprachverständnis bezeichnet Würde den Achtung gebietenden Wert eines Menschen und die ihm deswegen zukommende Bedeutung. Da wird die Würde mit Füßen getreten.

Der Unterschied zu Ehre oder Ruhm ist zu beachten: Während Ehre und Ruhm einen äußeren, etwa durch eine Gesellschaft vermittelten Wert darstellen, liegt der Wert der Würde im Inneren eines jeden Menschen selbst. Das Christentum interpretiert die alttestamentliche Rede vom Menschen als Ebenbild Gottes und von seiner Vorrangstellung unter Gottes Geschöpfen traditionell dahingehend, dass seine Würde gottgegeben und nicht verlierbar ist. Sie komme jedem Menschen als solchem zu und sei mithin unabhängig von Lebensumständen oder Verhalten. Natur hat, dass, mit anderen Worten, er die Freiheit hat, sein Wesen selbst zu schaffen.

Damit verband sich oft der Gedanke eines Gestaltungsauftrags, der durch das Individuum und die Gesellschaft zu verwirklichen ist. Beherrschung der Triebe durch die moralische Kraft ist Geistesfreiheit, und Würde heißt ihr Ausdruck in der Erscheinung. Auch die Würde hat ihre verschiedenen Abstufungen und wird da, wo sie sich der Anmut und Schönheit nähert, zum Edeln, und wo sie an das Fruchtbare grenzt, zur Hoheit. Immanuel Kant begründet die Menschenwürde in mehreren seiner Schriften zur praktischen Philosophie, insb. Friedrich Schiller sieht in der Würde den Ausdruck einer erhabenen Gesinnung. Dabei sieht Schiller im freien Willen des Menschen den entscheidenden Unterschied zum Tier. Nichts mehr davon, ich bitt euch.