Der Mongolen-Sturm in der islamisch-arabischen Welt PDF

Battūtas Reisebericht handelt von einer Pilgerfahrt nach Mekka und einer anschließenden Reise von mehr als 120. 000 km Länge durch die gesamte islamische Welt der Mongolen-Sturm in der islamisch-arabischen Welt PDF darüber hinaus.


Författare: Ramadan Attia.

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,9, Universität Vechta; früher Hochschule Vechta (Institut für Geistes- und Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Mongolen-Sturm in der vormoderne Zeit, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit konzentriere ich mich nur auf die großen Reiche der islamischen Nation. Wie ich in der Untersuchung darstellen werde, war die islamische Welt in drei großen Reichen aufgeteilt: Das abbassidische Kalifat in Irak; Das choresmische Königreich in Asien; Der Mamelucken-Staat in Ägypten.
Der Mongolensturm erfolgte in der folgenden Reihenfolge:
Zunächst einmal haben die Mongolen das muslimische choresmische Reich in Asien angegriffen. Danach sind die Mongolen weiter nach Irak gezogen, wo sie das islamische Kalifat in Bagdad zerstört haben. Da die Mongolen ihre Invasion in Afrika weiter durchführen wollten, mussten sie von daher an die Eroberung Ägyptens denken, weil sie Ägypten als Tor nach Nord- und Südafrika betrachtet haben.
Bei der Darstellung und Analyse des mongolischen Einfalls in den einzelnen muslimischen Reichen habe ich mich mit den folgenden Fragen beschäftigt:
. Wie haben muslimische Historiker die Mongolen beschrieben?
. Haben die Mongolen neuere Formen der Kriegsführung und -strategie bei dem Einfall in muslimische Gebiete eingeführt? Welche?
. Wie haben muslimische Historiker und Gelehrte den mongolischen Einfall in den einzelnen muslimischen Gebieten gedeutet? Gab es Unterschiede?

Die nachfolgende Zusammenstellung beruht auf seinem hinsichtlich seiner Authentizität umstrittenen Reisebericht. Mit 21 Jahren ging Battūta auf muslimische Pilgerfahrt nach Mekka. Diese erfolgte auf dem Landweg entlang der nordafrikanischen Küste, bis Battūta über Alexandrien Kairo erreichte. Mekka erst nach einer Reise durch Syrien erreichen. Nachdem er den Fastenmonat Ramadan in Damaskus verbracht hatte, schloss sich Ibn Battuta einer Karawane an, welche die Strecke von Damaskus nach Medina, dem Begräbnisort des Propheten Mohammed, zurücklegte. Um bei Kräften zu bleiben, aß Battuta die Jungen seines Kamels, da er Nachwuchs nicht brauchen konnte. Er schloss sich wiederum einer Karawane an und überquerte mit ihr die Grenze nach Mesopotamien, wo er Nadschaf besuchte, den Begräbnisort des vierten Kalifen Ali.

Er traf dort auf Abu Sa’id, den letzten Herrscher des vereinigten Il-Khanats. Ibn Battuta reiste eine Zeitlang mit der königlichen Karawane und wandte sich dann Richtung Norden nach Täbris an der Seidenstraße. Nach dieser Reise kehrte Ibn Battuta mit einer zweiten Hadsch nach Mekka zurück und lebte dort ein Jahr lang, um sich dann auf eine zweite große Reise einzuschiffen, diesmal das Rote Meer hinunter entlang der ostafrikanischen Küste. Jeweils rund eine Woche verbrachte er unter anderem in Äthiopien, Mogadischu, Mombasa, Sansibar und Kilwa.

Mit dem Wechsel des Monsunwindes kehrte sein Schiff nach Süd-Arabien zurück. Danach reiste er noch einmal nach Mekka, wo er wieder ein Jahr verbrachte und sich anschließend entschied, sich um eine Anstellung beim muslimischen Sultan von Delhi zu bemühen. Er überquerte das Schwarze Meer und ging in Kaffa auf der Krim an Land, womit er das Gebiet der Goldenen Horde betrat. Gegen Ende 1332 kam er dort an, begegnete dem Herrscher Andronikos III. Das Sultanat von Delhi war erst kurz vorher islamisch geworden, und der Sultan wollte so viele islamische Gelehrte und Funktionäre wie möglich anstellen, um seine Macht zu stärken.

Ibn Battutas Rolle schwankte zwischen dem luxuriösen Leben eines Vertrauten des Herrschers und vielerlei Verdächtigungen und Misstrauen. Schließlich entschied er sich, unter dem Vorwand einer weiteren Pilgerreise das Land zu verlassen, der Sultan bot ihm als Alternative jedoch an, Botschafter in China zu werden. Auf dem Weg zur Küste wurde seine Reisegruppe von Hindurebellen angegriffen, er wurde von seinen Begleitern getrennt, ausgeraubt und beinahe getötet. Trotz allem holte er seine Gruppe nach zwei Tagen ein und setzte seine Reise nach Cambay fort. Aus Angst, als Versager nach Delhi zurückzukehren, blieb er eine Weile im Süden unter dem Schutz von Dschamal al-Din.

Als er dessen Gastfreundschaft lange genug genossen hatte, wurde es notwendig, Indien endgültig zu verlassen. Weit mehr Zeit als beabsichtigt, nämlich neun Monate, blieb er auf der Inselgruppe. Schiff ihn gerettet hatte, wurde es von Piraten angegriffen. Am Ufer gestrandet, schlug sich Ibn Battuta wieder einmal nach Calicut durch, von wo aus er wieder auf die Malediven segelte, bevor er an Bord einer chinesischen Dschunke erneut versuchte, nach China zu kommen. Chittagong, Sumatra, Vietnam und schließlich Quanzhou in der Provinz Fujian. Zurück im indischen Calicut, erwog er kurz, sich der Gnade des Sultans Muhammad bin Tughluq auszuliefern, überlegte es sich jedoch anders und kehrte erneut nach Mekka zurück. Als er in Damaskus ankam, um von dort aus seine erste Pilgerreise nach Mekka nachzuvollziehen, erfuhr er vom Tod seines Vaters.

Ein Teil der islamischen Welt, den Ibn Battuta niemals erforscht hatte, war Marokko selbst. Auf seiner Rückreise von Spanien legte er einen kleinen Aufenthalt in Marrakesch ein, das nach der Pestepidemie und dem Umzug der Hauptstadt nach Fez beinahe ausgestorben war. Wieder kehrte er nach Tanger zurück, und wieder reiste er weiter. Zeit kam etwa die Hälfte des Goldvorrates der Welt aus Westafrika.