Der moderne Künstler PDF

In der Fachsprache wird heute eher von Kunst der Moderne gesprochen, um den Begriff klarer vom Begriff Zeitgenössische Kunst abzugrenzen. Als Oberbegriff steht Der moderne Künstler PDF hier meist für alle künstlerischen Entwicklungen seit zirka 1870. Seit der sich in den 1970er Jahren verstärkenden Moderne-Postmoderne-Diskussion gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Zeitgenössische Kunst noch der Moderne angehört oder nicht, oder ob einzelne zeitgenössische Strömungen der Moderne zuzurechnen sind, andere der Postmoderne. Das hängt auch stark damit zusammen, wie jeweils der Begriff Moderne definiert wird, d.


Författare: Wolfgang Ruppert.

Kaum ein Beruf ist in stärkerem Maße von Mythen umwoben und mit einem vergleichbar hohen Ansehen ausgestattet wie der des Künstlers. Über alle epochentypischen Unterschiede hinweg blieb ein Kranz von Bedeutungen für die Vorstellung vom Künstler im 19. und 20. Jahrhundert stabil. Rupperts Untersuchung fragt nach dem Zusammenhang der Merkmale des modernen Künstlers mit den Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft und den sozialen Bedingungen für die Entfaltung der Subjektivität in der kulturellen Moderne. In erster Linie konzentriert sie sich auf die Figur des Malers. Mit der »Kunststadt« München erhält das Thema einen Fokus. Es werden mehrere Ebenen miteinander ergänzender Aussagekraft kombiniert: eine sozialgeschichtliche Analyse der Ordnung des sozialen Raumes durch den Kunstmarkt und die Öffentlichkeit, eine kulturgeschichtliche Analyse, welche die Diskurse über die Begriffe und Vorstellungen, die den Künstlerhabitus konstituierten, verfolgt, sowie eine institutionengeschichtliche Analyse, die die Trennlinien, wie sie in die Ausbildungsinstitutionen Akademie und Kunstgewerbeschule eingeschrieben wurden, als Quelle für die Bedeutung der künstlerischen Professionen aufnimmt.

In Bezug auf die illusionistische Bildkonzeption noch im 19. Die abstrakte Malerei in ihren verschiedenen Stilrichtungen steht exemplarisch für den Übergang zu einer modernen Kunst. Moderne Kunst stieß zunächst immer wieder auf Widerspruch im Mainstream. Einzelnen Sammlern ist es zu verdanken, dass Künstler erkannt und gefördert wurden.

David Britt: Modern Art – Impressionism to Post-Modernism. Sandro Bocola: Die Kunst der Moderne. Zur Struktur und Dynamik ihrer Entwicklung. Sam Phillips: Moderne Kunst verstehen – Vom Impressionismus ins 21.

Hanno Rauterberg: Und das ist Kunst? Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-062810-7. Hatje Cantz, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7757-1976-6. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst.

Mit Beiträgen von Franz-Joachim Verspohl und Hubertus Gaßner. In: Markus Stegmann, René Zey: Lexikon der graphischen Künste. Directmedia Publishing, Berlin 2007, ISBN 978-3-89853-325-6. Diese Seite wurde zuletzt am 3. April 2018 um 12:57 Uhr bearbeitet.

Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Ein früher Nachweis des Wortes in seiner lateinischen Form modernus findet sich in einem Rundschreiben des Papstes Gelasius I. Jahrhundert, in dem der Ausdruck für die Zeit steht, die der Schreiber selbst noch erlebt hat. Wir sind Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen. Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.

Deutschen als Fremdwort seit 1727 in der Bedeutung von neu als Gegensatz zu alt, antik. Begriff im Zuge des Naturalismus in Deutschland eingeführt wurde, der inhaltlich umrissenen Bedeutung nach immer vage gewesen. Zumeist wurde damit jede neu aufkommende Stilrichtung oder Kunstgattung bezeichnet. Der Ausdruck Moderne wird in unterschiedlicher Bedeutung gebraucht. Er bezeichnet historisch den Begriff einer Epoche, daneben werden in Kunst, Musik, Film und Architektur bestimmte Stilrichtungen so benannt, und darüber hinaus steht Moderne für ein Konzept der Philosophie.

Jahrhundert wurde es üblich, mit dem Wort Moderne die Gegenwart von der Vergangenheit allgemein abzugrenzen. In der Philosophie fällt die Moderne mit der Aufklärung zusammen. Theorien etwa im mittleren bis späten 20. Zugleich steht die Zeit der Weimarer Republik im krisenhaft akzentuierten Schnittpunkt epochaler soziokultureller Neurungen. Sie bildet den Höhepunkt jener klassischen Moderne, die sich um die Jahrhundertwende zu entfalten begann. In ihr entstanden die Züge unserer gegenwärtigen Lebenswelt, erfolgte der Durchbruch der modernen Sozialpolitik, Technik, Naturwissenschaft, der Humanwissenschaften und der modernen Kunst, Musik, Architektur und Literatur. Entwicklungsstufen der Moderne, in denen man Ursachen vermutet, werden bisweilen als Protomoderne bezeichnet.

Moderne sehr verschieden angesetzt: Geistesgeschichtlich mit der Renaissance etwa ab dem 15. Jahrhundert, ökonomisch mit der Industrialisierung des mittleren 18. Der Moderne-Begriff kann zudem als ein offenes philosophisches Motto aufgefasst werden, wo es also weniger um konkrete Datierungen in dieser oder jener Hinsicht geht, sondern um die Frage danach, wie überhaupt das Wesen einer Moderne zu fassen und zu definieren sei und welche Erkenntnisse sich hieraus ableiten ließen. Das historische Einsetzen der Moderne ist dabei stets eine Frage theoretischer Interessen und Grundlagen. Bezeichnend dafür ist eine schwer eindämmbare Rückdatierung. Sicht, verschiebt sich das Einsetzen der Moderne mit jeweils guten Gründen rückwärts. In einem gewissen Sinne steht die Moderne dabei, neben der Überwindung des Mittelalters, auch in einer Auseinandersetzung und Abgrenzung zur Neuzeit: Nach einer Wiedergeburt der Antike, nach der sich die Renaissance benennt, orientiert sich die Moderne nicht mehr an historischen Vorbildern.