Der Heilige Geist und sein Wirken PDF

In den vielen Familien stehen nicht alle Familienmitglieder gleichermaßen im Rampenlicht, einige sind eher zurückhaltend und andere ziehen alle Blicke auf sich. Einer echten Familie macht das nichts aus: Jeder weiß, wie wichtig auch die kleinen und unscheinbaren Kinder sind, wie wichtig der Der Heilige Geist und sein Wirken PDF ist, der nur selten ein Wort spricht oder wie wohltuend der schweigsame Onkel ist. Auch in der göttlichen Familie der Dreifaltigkeit gibt es ein solches wenig beachtetes Mitglied: Den Heiligen Geist.


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Sieht man auf die Heiligste Dreifaltigkeit und ihr Wirken, dann ist in unseren Tagen der Heilige Geist oftmals der 'Un-bekannte Gott'.
Was sagt die Heilige Schrift über sein Wesen und Wirken, was die Kirche in ihrem Lehr-amt?
Wann ist das richtige Alter für die Firmspendung:
im Kleinkindalter, wie in der Ostkirche, wo Taufe, Firmung und Erstkommunion zeitlich in einem gespendet werden, oder mit 12 -14 Jahren, oder erst im reiferen Jugendalter ab etwa 18 Jahren?
Wieweit steht hinter sogenann-ten 'Privatoffenbarungen' das Wirken des Heiligen Geistes? Gibt es Kriterien, um gerade heute, wo von so vielen Privat-offenbarungen berichtet wird, stimmig unterscheiden zu kön-nen zwischen echt und unecht?
Wie ist die Charismatische Be-wegung mit ihren Wurzeln in der Pfingstbewegung zu beurteilen? Ist sie ein Segen für die Kirche oder eine Gefahr?
Viele wichtige Fragen – der vorliegende Band bietet dazu hilfreiche Antworten.

Jeder redet von Gott dem Vater, von Seinem Sohn Jesus Christus wird in jedem Gottesdienst ein Teil seiner Geschichte erzählt – nur der Heilige Geist bleibt oft genug unerwähnt. Er wird meistens nur im Zusammenhang erwähnt: Wenn wir das Kreuzzeichen machen und uns an die Dreifaltigkeit erinnern, darf er nicht fehlen – warum, weiß keiner so genau, wahrscheinlich nur der Vollständigkeit wegen. Frühling, meinen einige unbeteiligte, glaubensfreie Christen. Eine letzte „Bastion“ gibt es noch: Die Firmung. Dort soll es den Heiligen Geist noch geben.

Und im Rahmen einer solchen Firmvorbereitung ist die folgende Katechese entstanden. Aber genauso wie das Sakrament der Firmung nicht nur eine vorübergehende Episode im Leben des Heranwachsenden sein soll, hat auch die Frage nach dem Heiligen Geist eine Bedeutung über die Firmvorbereitung hinaus. Es ist etwas Eigentümliches mit dem Menschen: Er findet sich nicht einfach ab mit dem, was ist und geschieht. Es gehört zum Wesen das Menschen, nach GUT und BÖSE zu fragen – und das nicht etwa nur aufgrund seiner Erziehung und seiner Kultur – sondern weil er so ist, wie er ist. Zwei Hunde gehen eine Straße entlang – der eine Hund hat einen riesigen, gut riechenden Knochen im Maul und der andere schaut sehnsüchtig auf diesen Leckerbissen.

Und weil der zweite Hund so fasziniert ist von der positiven Aussicht, achtet er nicht auf den Verkehr und wird von einem Lastwagen erfasst und überfahren. Lässt er seinen Knochen fallen und denkt sich „O Gott! Und das alles nur wegen eines Knochens? Der erste Hund wird vielleicht vom Lärm der quietschenden Reifen etwas erschreckt ein wenig traben und dann in aller Ruhe seinen Knochen genießen. Das gibt es nur in Tierfilmen.

Eine Mutter dagegen wird wohl kaum zu ihrem Mann sagen: „Liebling, heute Mittag darfst Du gerne zwei Portionen essen – unser Sohn ist heute morgen überfahren worden, da habe ich noch etwas übrig. Vermutlich wird sie gar nicht mehr ans Essen denken – ganz im Gegensatz zu dem oben genannten Hund. Der Unterschied zwischen dem Hund und der menschlichen Mutter ist nicht, dass der Hund gefühllos ist – Gefühle hat er auch. Aber er ist nicht in der Lage, sich von seinen Gefühlen zu distanzieren, sie zu bejahen oder zurückzustellen. Wenn er Hunger hat, dann ist der Knochen eben wichtig – und das Leben anderer Hunde spielt keine Rolle. Der Mensch kann das, was er tut, bewerten, einordnen und hinterfragen. Die Mutter kann eben ihr Hungergefühl zurückstellen, weil sie weiß, dass das Leben ihres Kindes mehr wert ist als eine Mahlzeit.