Der Grosse Nordische Krieg 1700 – 1721 – Der Kampf um die Ostseeherrschaft PDF

Dieser Artikel behandelt den russischen Zaren. 1682 bis 1721 Zar und Großfürst von Russland und von 1721 bis 1725 der erste Kaiser der Grosse Nordische Krieg 1700 – 1721 – Der Kampf um die Ostseeherrschaft PDF Russischen Reichs. Er gilt als einer der bedeutendsten Herrscher Russlands.


Författare: Franziska Drax.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Schweden und Dänemark und das Heilige Römische Reich im 16. und 17. Jahrhundert, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Dominium Maris Baltici verursachte schon vor dem Großen Nordischen Krieg Konflikte zwischen den Ostsee-Ländern, besonders da Schweden nunmehr seit fast einem Jahrhundert über den Ostseeraum herrschte. Die drei zentralen Gegner des Großen Nordischen Krieges hätten unterschiedlicher nicht sein können: Karl "Der Große" XII., König von Schweden; Peter "Der Große" I., Zar von Russland und Herr aller Reußen; und August "Der Starke" II., König von Polen und Kurfürst von Sachsen. Auch Friedrich IV., König von Dänemark, spielte zu Beginn des Krieges eine wichtige Rolle. Dänemark war seit seiner einstigen Herrschaft über den Ostseeraum zu einem kleinen, unwichtigen Land verkümmert und die Kontrolle über ihre verbliebenen Ostseezugänge sahen die Dänen mit gemischten Gefühlen. Obwohl die Zölle der ausländischen Schiffe die wichtigste Einnahmequelle des Königreichs darstellten, war doch die Gefahr einer Einmischung von außen stets präsent. Zusätzlich stand im 17. Jahrhundert die "holsteinische Frage" zwischen Dänemark und Schweden. Das Herzogtum Holstein-Gottorp sah man in Dänemark nach wie vor als eigenes Territorium an, aber der Herzog, Friedrich IV., erstrebte die Unabhängigkeit von Dänemark. Als Schwager von Karl XII. war er in der Lage, ein Bündnis mit Schweden schließen, was Dänemark mit Misstrauen betrachtete.
Der schwedische König Karl XII. wurde als Achtzehnjähriger 1697 zum König gekrönt. Er reformierte die Armee und gegen Ende des 17. Jahrhunderts standen ihm mehr als 85.000 Soldaten zur Verfügung.
Russland war, im Gegensatz zu Schweden, im 17. Jahrhundert mehr oder weniger vom Meer abgeschnitten. Peter I. wurde in ein Land geboren, das trotz seiner Größe miserable Grenzverhältnisse hatte. Schweden herrschte mit Brandenburg über die Ostseezugänge und besaß die Flüsse Newa und Narwa. Das schwarze Meer wurde von den Türken befahren. Lediglich über seine Häfen in Astrachan und Archangelsk konnte Russland auf dem Seeweg nach Europa gelangen. Obwohl Russland über Bodenschätze, Pelze und Rohstoffe verfügte, war es dem Land nicht möglich, einen Gewinn bringenden Handel mit dem Westen zu führen.
Friedrich August wurde 1694 Kurfürst von Sachsen. Die Stände hatten einen großen Einfluss auf die Entscheidungen im Herrschaftsgebiet und er wollte die Machtverhältnisse in seinem Kurfürstentum zu seinen Gunsten verschieben. Nach dem Tod des polnischen Königs Jan II. Sobieski 1996 ließ sich Friedrich August zum König August II. von Polen wählen.

Juni 1672 wurde Peter im Moskauer Kreml geboren. Der Vater des künftigen Kaisers Russlands, Alexei Michailowitsch, hatte zahlreiche Nachkommen, darunter Peter als vierzehntes Kind. Nach dem Tod Fjodors 1682 fand sich der zehnjährige Peter mitten in einem Kampf um den Thron seines Landes wieder, der im Ersten Strelizenaufstand gipfelte. Vor seinen Augen ermordeten die Strelizen zwei Brüder seiner Mutter sowie deren Ziehvater Matwejew. 1682 wurde Peter zusammen mit seinem älteren Halbbruder Iwan V. Regentin wurde jedoch aufgrund der Minderjährigkeit der beiden Brüder zunächst Iwans Schwester und Peters Halbschwester Sophia, die ihre Macht wesentlich auf die Strelitzen stützte.

Formal blieb Iwan bis zu seinem Tode im Jahre 1696 noch Zar neben Peter. Seit 1682 hielt sich Peter zusammen mit seiner Mutter Natalja im Dorf Preobraschenskoje unweit von Moskau auf. Natalja zog es vor, ihren Sohn vom russischen Hof fernzuhalten, und schloss ihn damit auch von den dortigen Bildungsmöglichkeiten aus. So genoss Peter eine traditionelle altmoskowitische Erziehung, alles in allem eine dürftige Bildung. Sophias Sturz im Jahre 1689 durch die Hofpartei von Peter und seiner Mutter bedeutete Peters Regierungsantritt im Russischen Zarentum. Ein Mordkomplott an Peter durch etwa 600 involvierte Strelitzen, angezettelt von Peters Halbschwester Sophia, war dem vorausgegangen.