Der graue Unterstrom PDF

Dieser Artikel behandelt die Hauptstadt der Insel Mauritius. Coat of arms of Port Louis, Mauritius. Hauptstadt des östlich von Afrika der graue Unterstrom PDF Inselstaates Mauritius im Indischen Ozean. 000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und stellt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel dar.


Författare: Felix Schürmann.
Walfänger aus Nordamerika und Europa operierten im 18. und 19. Jahrhundert auch vor den Küsten Afrikas. Bei ihren Zwischenhalten zur Verproviantierung gingen die Seeleute, den imaginären Fährten ihrer Beutetiere folgend, Austausch- und Kommunikationsbeziehungen mit afrikanischen Küstengesellschaften ein. An Land wie auch an Bord der Schiffe zogen diese Kontakte tief greifende Veränderungen nach sich. In acht lokalgeschichtlichen Fallstudien erzählt Felix Schürmann von lange vergessenen Begegnungen und Interaktionen, in denen sich – über die Ozeane hinweg – ein bedeutender Unterstrom der Geschichte globaler Verflechtungen zu erkennen gibt.

Es besteht eine Fährverbindung nach Le Port, der Hafenstadt der etwa 180 km entfernten Maskarenen-Insel Réunion. In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Port Louis im Jahre 2018 den 83. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit. Die Stadt erreichte damit die beste Platzierung in ganz Afrika. Port Louis liegt an der Nordwestküste der Insel. Im Hinterland liegende Bergrücken schützen die Stadt vor den südöstlichen Passatwinden. Zum Meer hin gibt es kleinere Hügel, die einen guten Panoramablick über die insgesamt recht lebendige Stadt bieten.

Bezeichnung Noord-Wester Haven, später von den Franzosen in der noch im 18. Port Louis zum bedeutendsten Hafen des französischen Schiffsverkehrs im Indischen Ozean. Im Zuge der Intensivierung des Plantagenwirtschaft im Innern von Mauritius ließ die Kompanie über den Hafen Zehntausende Sklaven und Sklavinnen aus Südasien und Ostafrika auf die Insel bringen. 1767 entzog Gouverneur Pierre Poivre der Kompanie das Handelsmonopol und erklärte Port Louis für französische Staatsbürger zum Freihafen. In der Folge nahm der Handelsverkehr substanziell zu, weil französische Kaufleute die Stadt als Umschlagplatz für Waren aus Asien nutzten. Zugleich erweiterte Frankreich den Hafen zum Flottenstützpunkt.

Um in Anbetracht der militärischen und ökonomischen Bedeutung des Hafens keinen Sezessionskonflikt mit den mächtigen Kaufleuten und Pflanzern zu riskieren, verzichtete die Regierung nach der Französischen Revolution darauf, die vom Parlament beschlossene Abschaffung der Sklaverei auf Mauritius durchzusetzen. 1810 eroberte Großbritannien Mauritius, um die von Port Louis aus operierenden Korsaren als Bedrohung des britischen Schiffsverkehrs auszuschalten. Mit dem Pariser Frieden von 1814 gliederten die Briten die Insel aus sicherheitsstrategischen Erwägungen dauerhaft in ihr Kolonialreich ein. Unter britischer Herrschaft verlor die Stadt ihren Status als Freihafen und musste zunächst einen Einbruch des Schiffsverkehrs hinnehmen.

1816 zerstörte ein Feuer einen Großteil von Port Louis. 1818 dezimierte eine Cholera-Epidemie die Stadtbevölkerung erheblich. Die Obrigkeiten nutzten den Bevölkerungsrückgang für eine Umstrukturierung des urbanen Raums. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr der Hafen einen Bedeutungsverlust, weil seine Infrastruktur nicht auf die nun vermehrt eingesetzten Dampfschiffe ausgelegt war und weil sich der Handelsverkehr im Indischen Ozean nach der Eröffnung des Sueskanals 1869 nach Norden verlagerte. 1968 wurde Mauritius unabhängig, Port Louis zur Hauptstadt erklärt.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand seit der Volkszählung 1983. UNESCO-Weltkulturerbe, Reste eines Lagers für indischstämmige Kontraktarbeiter aus dem 19. Christian le Comte, Pereybere 2009, ISBN 978-9-994-93000-5. New York City 2017, ISBN 978-3-593-50675-3. Auguste Toussaint: Port Louis: A Tropical City.

Orte – Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Mercer’s 2018 Quality of Living Rankings. Zum Abschnitt Geschichte generell: Felix Schürmann: Der graue Unterstrom. Siedlungen – Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Marion Meisig: Tamilischer Hinduismus auf Mauritius.