Der Bar Kochba-Aufstand (132-135/36 n.Chr.) PDF

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Författare: Holger Hufer.
Examensarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie – Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,00, Universität Regensburg, Sprache: Deutsch, Abstract: "Bar Kochba war ein Held, der keine Niederlage kennen wollte. Als der Sieg ihn verließ, wusste er zu sterben. Bar Kochba ist die letzte weltgeschichtliche Verkörperung des kriegsharten waffenfrohen Judentums. Sich unter Bar Kochbas Anrufung zu stellen, verrät Ehrgeiz."
(Max Nordau, 1909)
Dieses Zitat entstammt Max Nordaus Zionistischen Schriften aus dem Jahr 1909 und wurde seinerseits, der er, Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation, Schriftsteller und Politiker, gleichermaßen als Vertreter des sogenannten Muskeljudentums des beginnenden 20. Jahrhunderts galt, anlässlich der Gründungsfeier eines jüdischen Turnvereins in Berlin, welcher den Namen "Bar Kochba(r)" trug, erstmalig verwendet. Neben den obligatorischen Segenswünschen, der Verein möge in Zukunft "blühen und gedeihen und zu einem an allen Mittelpunkten jüdischen Lebens eifrig nachgeahmten Vorbilde werden", impliziert dieses Zitat eine Bezugnahme auf die Person Bar Kochbas, welcher in seiner historischen Einordnung noch immer im Zwiespalt betrachtet wird. In der Namensgebung des Turnvereins wurde ein Rückgriff vollzogen auf eine als ruhmreich verklärte jüdische Vergangenheit, für die Bar Kochba als Mann der Stärke zur damaligen Zeit stand und welche als mentale Akquirierung die Geschicke der Vereinsmitglieder stärken sollte. Der zeitgenössische deutsch-jüdische Historiker für Neuere Geschichte und Politologe an der Bundeswehruniversität München, Michael Wolffsohn, betont, dass in der jüdisch-israelischen Geschichtsschreibung bzw. in den offiziellen israelischen Schulbüchern die Person Bar Kochba noch heute als eine Art "Held" dargestellt wird. Die römischen bzw. frühchristlichen Historiographen hingegen stellen seine Person, seine Strenge gegenüber seinen Anhängern, seine Skrupellosigkeit und Grausamkeit heraus und zeichnen ein entgegengesetztes, von messianischem Fanatismus geprägtes Bild dieser bislang eher in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung stiefmütterlich behandelten historischen Persönlichkeit. Unter anderem der Persönlichkeitsaspekt und die messianische Intention Bar Kochbas sollen in dieser Arbeit ebenfalls in kritischen Kontext thematisiert werden.

Fast alles historische Wissen über ihn stammt von seinen Anhängern, die ihre Erinnerungen an ihn nach seinem Tod weitererzählten, sammelten und aufschrieben. Wenige jüdische, griechische und römische Autoren der Antike erwähnen Jesus, jedoch fast nur seinen Christustitel und seine Hinrichtung. Woher ihre Kenntnis stammte, ist unsicher. Der Mann, von dem sich dieser Name herleitet, Christus, war unter der Herrschaft des Tiberius auf Veranlassung des Prokurators Pontius Pilatus hingerichtet worden. Unklar ist, ob sich diese Nachricht auf römische oder christliche Quellen stützt. Möglicherweise erfuhr Tacitus während seiner Statthalterschaft im Osten des Reiches davon.

Die zwischen 48 und 61 entstandenen Paulusbriefe nennen kaum biografische Daten Jesu, zitieren aber einige seiner Worte und Aussagen aus der Jerusalemer Urgemeinde über ihn, die entsprechende Evangelienangaben bestätigen. Evangelien in der Regel später als das Jahr 70 datiert. Wahrscheinlich kannte keiner der Autoren Jesus persönlich. Da die Evangelisten ihre Quellen auf je eigene Weise für ihre Missions- und Lehrabsichten überarbeiteten, lassen ihre Gemeinsamkeiten umso mehr auf einen historischen Kern schließen. So erzählen sie die Ereignisse vom Einzug Jesu in Jerusalem bis zu seiner Grablegung in fast derselben Reihenfolge. Seit etwa 1750 werden die urchristlichen Schriften wissenschaftlich untersucht. Die Forschung unterscheidet darin historische Angaben von legendarischen, mythischen und theologischen Motiven.

Seitdem verfeinerten sich die historisch-kritischen Textanalysen. Ab 1950 wurden zunehmend außerbiblische Quellen herangezogen, um die historische Glaubwürdigkeit der NT-Überlieferung zu überprüfen. Die weitaus meisten NT-Historiker entnehmen den Quellen, dass Jesus tatsächlich gelebt hat. Sie ordnen ihn ganz in das damalige Judentum ein und nehmen an, dass sich seine Lebens- und Todesumstände, Verkündigung, sein Verhältnis zu anderen jüdischen Gruppen und Selbstverständnis in Grundzügen ermitteln lassen.

Umfang und Zuverlässigkeit historischer Angaben im NT sind jedoch bis heute stark umstritten. Es übersetzt die aramäische Kurzform Jeschua oder Jeschu des hebräischen männlichen Vornamens Jehoschua. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden. Jahr und Tag waren den Urchristen unbekannt. Die christliche Jahreszählung berechnete Jesu mutmaßliches Geburtsjahr falsch. Lk 1,5 wurde er zu Lebzeiten des Herodes geboren, der nach Josephus 4 v.

Demnach wurde Jesus wahrscheinlich zwischen 7 und 4 v. Die Evangelien berichten zusammenhängend nur aus einem bis drei der letzten Lebensjahre Jesu. Nach allen Evangelien wurde Jesus auf Befehl des römischen Präfekten Pontius Pilatus hingerichtet. Sein Todesjahr fiel also in dessen Amtszeit in Judäa von 26 bis 36.

Die Synoptiker nennen den Hauptfesttag nach dem Sederabend, also den 15. Die meisten halten 30 für Jesu wahrscheinliches Todesjahr, weil Paulus von Tarsus zwischen 32 und 35 Christ wurde, nachdem er die Urchristen eine Weile verfolgt hatte. 11,55 auf bis zu vier Jahre: Dann wäre er 32 oder 33 gestorben. Legenden, da sie bei Mk und Joh fehlen, sich stark unterscheiden und viele mythische und legendarische Züge enthalten. Nach Mt 2,5f und Lk 2,4 wurde Jesus in Betlehem in Judäa geboren, dem Herkunftsort Davids, von dem im Tanach der künftige Messias abstammen sollte.

Damit betonen sie, Jesus sei Davids Nachkomme gewesen und seine Geburt in Betlehem habe die messianische Verheißung Mi 5,1 erfüllt. Bei Mk und Joh fehlen Geburtsgeschichten und Betlehem als Geburtsort. Nazareth war damals ein unbedeutendes Dorf von höchstens 400 Einwohnern, wie archäologische Gebäude- und Geschirrfunde belegen. Josef taucht im Markusevangelium nicht auf. So nennen ihn auch Maria in Lk 2,48 und die Galiläer in Joh 6,42. Bruce Chilton vertrat mit Bezug auf Mt 1,18 die These, Jesus sei noch vor Josefs gültiger Heirat mit Maria gezeugt worden und Josef sei früh gestorben. Durch Josefs frühen Tod habe niemand dessen Vaterschaft rechtsgültig bezeugen können.

Judas, Simon, und einige nicht benannte Schwestern. Nach allen Evangelien bewirkte Jesu öffentliches Auftreten Konflikte mit seiner Familie. Auslegung die Fürsorge der ersten Söhne für Eltern und Sippe. Nach Mk 3,21 versuchten Jesu Verwandte, ihn zurückzuhalten, und erklärten ihn für verrückt. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.