Der Bürgermeister vom Unterdorf PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Albertshofen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Der Bürgermeister vom Unterdorf PDF. Der Ort liegt am Main und ist mit der Nachbargemeinde Mainstockheim durch eine Fähre verbunden.


Författare: Bruno Schmidt.
Wer glaubt, dass es politische Korruption nur in den Metropolen gibt, wird beim Lesen dieses Romans Beispiele für solches in den Niederungen der Lokalpolitik kennenlernen.

Erstmals erwähnt wurde Albertshofen 1317 durch eine Lehensgabe Gottfrieds von Hohenlohe an Otto Fuchs und seinen Bruder Konrad. Das kleinere Unterdorf gehörte dem Kitzinger Spital. Der Ort entwickelte sich im 19. Jahrhundert von einer Weinbaugemeinde über den Obstanbau hin zu einem bedeutenden Gemüseanbaugebiet. Vor einigen Jahren wurde der Weinbau mit 16 Hektar Albertshöfer Herrgottsweg wiederbelebt. 1996 wurde der erste Bürgerentscheid Bayerns in Albertshofen durchgeführt.

Thema war der geplante Bau einer Brücke nach Mainstockheim. Dieses Bauvorhaben wurde schließlich mit einer Mehrheit von 10 Stimmen abgelehnt. Im Wappen der erstmals 1317 urkundlich genannten Gemeinde weisen die drei silbernen Kugeln auf den Heiligen Nikolaus hin. Die Kirche von Alberthofen ist ihm geweiht. Der Ort war im Mittelalter geteilt. Die Herrschaft über den kleineren Ortsteil übte das Kitzinger Spital aus. Der größere Teil unterstand den jeweiligen Schlossbesitzern.

Ab 1727 waren dies die Freiherrn von Meuchenheim genannt Bechtoldsheim. Mit der Nachbargemeinde Mainstockheim ist der Ort durch eine Mainfähre verbunden. Diese Mainüberquerung wird vor allem von Fußgängern und Radlern gerne benutzt. Sie ist jedoch auch für PKW, LKW und landwirtschaftliche Zugmaschinen zugelassen.

Der Höhepunkt im Dorfleben ist im November die weithin bekannte Höpper Kerm mit dem traditionellen Wasenziehen und Göikerschlagen. Der Ort verfügt über die größte zusammenhängende Feldberegnungsanlage auf 380 Hektar in Bayern. Seit 1986 findet Ende August ein alljährliches Weinfest statt. Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 76, im produzierenden Gewerbe 67 und im Bereich Handel und Verkehr 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 74 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.