Demenz und Pflege PDF

Validation oder auch Validieren demenz und Pflege PDF zum einen eine wertschätzende Haltung, die für die Begleitung von Menschen mit Demenz entwickelt wurde. Die Methode der Validation wurde zuerst von Naomi Feil entwickelt. Feil, eine amerikanische Sozialarbeiterin, geht davon aus, dass alte, desorientierte Menschen danach streben, die unerledigten Aufgaben ihres Lebens noch aufzuarbeiten. Die Anwender der Validation nach Feil machen es sich zur Aufgabe, die Menschen bei dieser Aufarbeitung zu unterstützen.


Författare: Angelika Abt-Zegelin.

"Ja zum Leben mit Demenz in gemeinsamer Verantwortung." Diese Auffassung eint Angehörige, Pflegende, (Pflege-)WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus unterschiedlichen beruflichen Hintergründen in den hier versammeltern Beiträgen. Das Feld Demenz in seinen politischen, gesellschaftlichen, helfenden und persönlichen Dimensionen erfordert kreative Antworten. Diese sind nur interdiziplinär und in Zusammenarbeit mit den Betroffenen und ihren Familien zu erreichen. Das Buch wendet sich an Pflegende und pflegende Angehörige, PflegewissenschaftlerInnen, SozialpolitikerInnen, MedizinerInnen sowie Angehörige sozialer Berufe. Die Beiträge werden durch einen ausführlichen Informationsteil ergänzt.

In beiden Ansätzen werden die demenziellen Verhaltensweisen aufgrund der hirnorganischen Veränderungen der Betroffenen akzeptiert, Validation will nicht heilen, sondern entlastend begleiten. Es ist somit keine Therapieform, die Bezeichnung als Validationstherapie ist heute weitgehend unüblich. Die Validation findet in Feldern der Altenpflege, Geriatrie, Palliative Care und der Gerontopsychiatrie ihren Platz. In der neueren Entwicklung löst man sich zunehmend von der Festlegung auf den einen oder anderen Ansatz, zudem hat die Methode auch Niederschlag in anderen gerontopsychiatrischen Konzepten wie der Mäeutik gefunden. Alle Menschen sind einzigartig und müssen als Individuen behandelt werden. Alle Menschen sind wertvoll, ganz gleichgültig, in welchem Ausmaß sie verwirrt sind.

Es gibt einen Grund für das Verhalten von verwirrten, sehr alten Menschen. Verhalten im sehr hohen Alter ist nicht nur eine Folge anatomischer Veränderungen des Gehirns, sondern das Ergebnis einer Kombination von körperlichen, sozialen und psychischen Veränderungen, die im Laufe eines Lebens stattgefunden haben. Sehr alte Menschen kann man nicht dazu zwingen, ihr Verhalten zu ändern. Ein Mensch ändert sein Verhalten nur, wenn er es will. Sehr alte Menschen muss man akzeptieren, ohne sie zu beurteilen. Zu jedem Lebensabschnitt gehören bestimmte Aufgaben. Wenn man diese Aufgaben nicht im jeweiligen Lebensabschnitt schafft, kann das zu psychischen Problemen führen.