Das verborgene Ich PDF

Fall, zuerst die „Ablassbriefe“ als eine Hinführung zu lesen. Wer aber das verborgene Ich PDF Schwierigkeiten mit dem Ablasswesen der katholischen Kirche hat – sondern eher fragt, wie man denn nun Ablässe gewinnt -, für den ist diese kleine Abhandlung geschrieben.


Författare: Petra Deppe.

Pferde sind Petra Deppes Leidenschaft. Schon als Kind ging sie reiten; später schaffte sie sich eigene Pferde an und machte ihre Tierliebe zum Beruf. Als Physiotherapeutin setzt sie bei der Behandlung von Tieren mit Erfolg auch alternative Heilmethoden ein. Zudem kommuniziert sie mit ihnen bildhaft und auf telepathischer Ebene. Dadurch erkennt sie, wenn Tiere die Probleme ihrer Besitzer so verinnerlichen, dass ihre eigene Gesundheit beeinträchtigt wird. Tiere können aber auch ein Medium zum Menschen sein. Petra Deppe selbst hat ihre Bestimmung und ihre innere Mitte gefunden. Nun versucht sie in ihrer Praxis, Mensch und Tier zu einem harmonischen Leben zu verhelfen und deren wechselseitige Beziehungen bewusstzumachen. So fungiert ihr Erfahrungsbericht zugleich als Ratgeber für Tierkommunikation und Lebenskunst.

Ein Ablass ist der Nachlass zeitlicher Sündenstrafen“ – so heißt die offizielle Definition, wobei damit einem Nichtstudierten erst einmal überhaupt nichts klar ist. Deshalb hier vorweg eine kleine Erklärung der Definition. Zunächst ist der Ablass eben kein „Nachlass ewiger Sündenstrafen“ – damit wäre nämlich die Vergebung der Sünden durch Gott gemeint. Ablass etwas – und auch kein sonstiges Werk.

Allein Gott vergibt uns die Sünden, und das immer ungeschuldet und frei. Der Spottvers „Wenn die Münze erst im Kasten klingt, die Seele aus der Hölle springt“ ist daher doppelt falsch. Ablass war an der Sündenvergebung nicht beteiligt. Zum anderen heißt der Spottvers auch korrekt: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt“ – und mit diesem Feuer ist nicht das Höllenfeuer, sondern das Fegefeuer gemeint. Konsequenzen: Damit sind die irdischen, menschlichen Folgen einer Tat gemeint. Dabei sollten wir nicht übersehen, dass die schwerwiegendsten Folgen einer jeden Tat der Täter selbst zu tragen hat. So gesehen leuchtet es auch ein, dass selbst die Gedanken-Sünden wirkliche Folgen haben.

Die Abarbeitung dieser „geistigen Selbstverletzung“ ist nicht einfach – das erfährt jeder, der sich bemüht, von angewöhnten Sünden loszukommen. So etwas braucht Zeit und Energie und kostet manchmal auch viel Leid. Außerdem erinnert die Bezeichnung „Nachlass zeitlicher Sündenstrafen“ doch sehr an einen Gesetzesgeber, der diese Strafen festlegt. Das mag auch ein durchaus biblischer Gedanke sein – einleuchtender ist es aber, wenn wir nicht von Strafen sondern von Folgen reden.

Strafen, die der Gesetzgeber festgelegt hat, kann er auch mit einem Fingerschnippen und einem gütigen Lächeln wieder erlassen. Im Film „The Mission“ wird das am Sklavenhändler Mendoza deutlich gezeigt. Er kann sich selbst nicht vergeben, dass er seinen Bruder – zwar aus Eifersucht, aber im legalen Duell, sogar in Notwehr – getötet hat. Das Gesetz steht nicht gegen Mendoza – aber sein Gewissen verurteilt ihn. Und als er sich selbst eine Buße wählt, hält er sogar an dieser fest, obwohl ein scheinbar barmherziger Jesuit ihm diese Buße erlassen möchte. Zugegeben: Es ist nur ein Film.