Das traumatisierte Kind PDF

Traumatisierende Ereignisse können beispielsweise Naturkatastrophen, Kriege, Geiselnahmen, Vergewaltigungen oder Unfälle mit drohenden ernsthaften Verletzungen sein. In der Alltagssprache kam es zu einer inflationären Verwendung des Begriffes, und häufig wird der Begriff des Traumas in Zusammenhang mit allen besonders negativen oder leidvollen Erfahrungen verwendet. In der medizinischen oder psychologischen Fachliteratur ist dieser Begriff jedoch wesentlich enger gefasst und bezieht sich ausschließlich auf Ereignisse, die psychische Folgestörungen auslösen könnten. Psychische Traumata stellen den das traumatisierte Kind PDF Gegenstand der Psychotraumatologie dar.


Författare: Yecheskiel Cohen.

Cohen erläutert die psychoanalytische Behandlung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen, die in dieser Konzeptualisierung und Behandlungspraxis wohl einzigartig sein dürfte. Berührend begleitet dazu der Film Die zweite Geburt die außergewöhnliche Behandlung schwerst traumatisierter Kinder im Jerusalem Hills Therapeutic Center in Israel, wodurch dieser integrative therapeutische Ansatz besonders anschaulich wird.
In dem Band finden sich wesentliche Arbeiten von Cohen, die sich mit der psychoanalytischen Behandlung von traumatisierten Kindern beschäftigen. Cohen entwickelte ein therapeutisches Konzept, das bis heute erfolgreich umgesetzt wird.
Die Behandlungsergebnisse zeigen eine beeindruckende Resozialisierungsrate: Über Zweidrittel dieser meist aus desolaten Familien stammenden Kinder können wieder erfolgreich in die Gesellschaft eingegliedert werden.
Der Film Die zweite Geburt schildert anschaulich die tragenden Säulen des Behandlungskonzeptes und das Milieu des Kinderheimes. Der Film eignet sich auch für die Weiterbildung und Supervision von Psychotherapeuten, die mit traumatisierten Kindern arbeiten.

Konzepte, die sich mit der Überwindung von Traumata beschäftigen, sind unter anderem Resilienz, Salutogenese und Hardiness. Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt. Möglicherweise die erste Beschreibung traumatischer Ereignisse findet sich im Gilgamesch-Epos, das vor circa 5000 Jahren verfasst wurde: Mir graute vor meines Freundes Aussehn, Ich erschrak vor dem Tod, dass ich lief in die Steppe! Ach, wie soll ich stumm bleiben?

Mein Freund, den ich liebte, ist zu Erde geworden! So beschreibt der babylonische König laut des Epos den Tod seines Freundes Enkidu. Ereignisse, die häufig zu Traumatisierungen führen, bzw. Aber auch weniger dramatisch erscheinende Ereignisse können im ungünstigen Fall dazu führen, dass ein Mensch in den Zustand intensiver Hilflosigkeit gerät und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten hierdurch überschritten werden.

Ob eine Situation traumatisch wird, hängt nicht nur von den äußeren Umständen, sondern auch sehr stark vom inneren Erleben dieses Ereignisses ab. Ein Verschütteter, der in dem festen Glauben ist, dass Hilfsmannschaften rechtzeitig zu ihm durchdringen werden, wird noch nicht unter der akuten Todesangst und dem gleichen Stresshormonpegel stehen wie ein Verschütteter, der sich alleine und vollkommen hilflos fühlt, da er von den eingeleiteten Rettungsmaßnahmen noch gar nichts mitbekommen hat. Unter einem historischen Trauma versteht man ein solches psychologisches Trauma, das mehrere Generationen überspannt und noch die Kinder und Kindeskinder betrifft, obwohl diese selbst der traumatischen Erfahrung nicht ausgesetzt worden waren. Als ein solches zählt etwa die Sklaverei. Ein kollektives Trauma ist ein solches Trauma, das alle, die meisten oder zumindest viele Personen innerhalb einer Gesellschaft betrifft. Beispiele sind etwa die mittelalterliche Pest oder aber Massenvergewaltigungen, wie etwa während des Genozids in Ruanda. Das Risiko einer Traumafolgestörung und der Schweregrad der Erkrankung hängen von verschiedenen Faktoren ab.

Alter zum Zeitpunkt der Traumatisierung, Grad der Bildung oder Geschlecht heraus. Allerdings tragen diese Faktoren in weitaus geringerem Maße zu einer späteren Traumatisierung bei als die Ereignisfaktoren und die beeinflussenden Faktoren nach der eigentlichen Traumatisierung. Daher wird Traumatisierung anhand von Ereignisfaktoren klassifiziert. Weiterhin wird zwischen akzidentellen und interpersonellen Traumata unterschieden. Akzidentelle Traumata sind zufällig aufgetretene traumatische Ereignisse die außerhalb des Einflusses von Menschen stehen, wie beispielsweise Naturkatastrophen oder unbeabsichtigte Autounfälle.