Das Rätsel der Großsteingräber PDF

Département Morbihan in der Das Rätsel der Großsteingräber PDF Bretagne. Die klimatisch stabile Südküste der Bretagne mit ihren vielen Buchten und Sandstränden ist bei Franzosen schon seit den 1920er Jahren beliebt. Seit den 1960er Jahren finden sich auch Besucher aus anderen europäischen Ländern ein, die auch die vielen prähistorischen Sehenswürdigkeiten in Carnac und seiner Umgebung besuchen. Die Steinreihen, die einzeln stehenden Menhire und die Dolmen bestehen im Wesentlichen aus dem Granitgestein der vom Meer aufgeschlossenen Küste.


Författare: Ernst Probst.

Fachbuch aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Archäologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Geradezu schlagartig haben in der Jungsteinzeit vor rund 5.500 Jahren die Ackerbauern und Viehzüchter in Nordwestdeutschland eine völlig neue Bestattungssitte übernommen. Sie war mit dem mühseligen Bau von monumentalen Großsteingräbern verbunden. Die mit tonnenschweren Steinblöcken errichteten riesigen Grabbauten aus jener Zeit wirken so eindrucksvoll, dass man sie früher Riesen statt Menschen zuschrieb.
Mit den tüchtigen Erbauern der Dolmen, Ganggräber und Steinkistengräber in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg befasst sich das Taschenbuch "Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur". Es schildert ihre Anatomie, Krankheiten, Häuser, Siedlungen, Landwirtschaft, Verkehrswesen, Werkzeuge und Waffen, ihren Schmuck, ihre Kunst sowie ihre Religion.
Autor des Taschenbuches "Das Rätsel der Großsteingräber" ist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst. Er hat sich durch zahlreiche Bücher aus den Themenbereichen Archäologie und Paläontologie einen Namen gemacht. Das 136 Seiten umfassende Taschenbuch ist reich mit Zeichnungen und Fotos bebildert.

Viele Oberflächen sind heute zum Teil verwittert und mit Flechten überzogen. Während die älteren Steine der Steinreihen und der Dolmen in aller Regel sorgfältig bearbeitet wurden, sind bei späteren Steinsetzungen kaum noch Bearbeitungsspuren festzustellen. Die Steinreihen bilden die Gruppen von Kerlescan, Le Menec und Kermario. Die Reihen sind über drei Kilometer lang und enthielten ursprünglich über 3000 Steine, die zwischen 0,5 und 4,0 m hoch sind. Die größten Steine befinden sich immer am westlichen Ende. Die Steinreihe ändert einmal die Ausrichtung, was manche Forscher als Hinweis auf einen Bau in zwei Phasen ansehen. Bei Kermario sind die Reste des Steinkreises am West-Ende auf Luftbildern noch zu erkennen.

Die Steinreihe ändert dreimal ihre Richtung. Kerlescan hat einen Steinkreis am Westende, im Osten anscheinend nicht. Er besteht aus 13 parallelen Reihen, die zwischen sieben und 41 Steine enthalten. Ein Teil der Megalithe lag bereits als Blöcke vor, viele der kleineren wurden aus dem anstehenden Fels gebrochen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden nationalsozialistische Archäologen des Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg mit der Vermessung der Steinreihen und einer Ausgrabung speziell an den Steinreihen von Kerlescan beauftragt. Die Funde der Ausgrabung befinden sich größtenteils bis heute im Museum von Carnac. Er enthält eine Anzahl von Steinkisten und einen Dolmen, die mittels Tunnel zu besichtigen waren. Am Ortsrand befinden sich die Dolmen von Kerluir und Beaumer.

Im Ort befindet sich ein weiterer Dolmen, Belle-Vue an der Rue de Courdiec. Eine Kurzdarstellung der aktuellen Forschung um die Megalithgräber der Region Carnac wurde von der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte vorgelegt. Das Camp du Lizo ist eine Höhensiedlung. Sie wurde am Ende der Bronzezeit errichtet und ist bisher als einzige in der Region erforscht. Das auf einem Plateau oberhalb des Flusses Crac’h nordöstlich von Carnac gelegene Camp wurde zwischen 1923 und 1926 von Zacharie Le Rouzic untersucht.

In dem Gebäude eines ehemaligen Priesterseminars in der Ortsmitte von Carnac befindet sich das ‚Musée de Prehistoire‘ mit sehenswerten Exponaten und Informationen zu Megalithanlagen. Pierre-Roland Giot: Les Alignements de Carnac. Monuments and society in Neolithic Brittany. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.

In: Bulletin et Mémoires du Morbihan. Teil CXXXIX, Société Polymathique du Morbihan, Vannes 2013, S. Werner Hülle: Die Steine von Carnac. Serge Cassen: Exercice de stèle: une archéologie des pierres dressées, réflexion autour des menhirs de Carnac.

Reena Perschke: Nichts als große Steine? Die Megalithgräber von Carnac, Quiberon und dem Golfe du Morbihan. In: Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Band 31, 2010, ISBN 978-3-89646-825-3, S.

Zacharie Le Rouzic: Premières fouilles au camp du Lizo. Die Alignements von Carnac auf Grosssteingraeber. Diese Seite wurde zuletzt am 11. November 2018 um 00:17 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden.