Das Politbüro PDF

Partei in Sowjetrussland und der Sowjetunion. Parteiführer war von 1912 bis 1924 Wladimir Das Politbüro PDF Lenin.


Författare: Oleg Chlewnjuk.

"Das Politbüro" ist eine ausführliche, durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse gesicherte Studie des politischen Machtzentrums der Sowjetunion vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Umbrüche der dreißiger Jahre und des Konflikts mit dem Alleinherrschaftsanspruch Stalins.

1922 übernahm Josef Stalin das neu geschaffene Amt des Generalsekretärs der Partei, das dieser nach dem Tod Lenins 1924 zunehmend mit einer auf seine Person zugeschnittenen diktatorischen Machtbefugnis ausstattete. Nach dem Tode Breschnews 1982 blieben die Herrschaft Juri Andropows und Konstantin Tschernenkos kurze Intermezzi. Von etwa 1920 bis 1990 war die KPdSU als Staatspartei im sowjetischen Einparteiensystem die einzige relevante politische Macht in der Sowjetunion. Die Politik der KPdSU war zunächst geprägt von der Ideologie des Leninismus, der eine Erweiterung des an russische Verhältnisse angepassten Marxismus durch Lenin darstellte, dieser wurde dann ab 1927 durch den von Stalin geschaffenen Marxismus-Leninismus bzw.

Die sowjetische Jugendorganisation Komsomol war die Nachwuchsorganisation der Partei. Zudem gab es das Komitee für Jugendorganisationen der UdSSR, in dem alle Jugendorganisationen vertreten waren. Hier studierten auch viele Kader aus den kommunistischen Parteien der befreundeten sozialistischen Länder und sogenannter Volksdemokratien. In Russland war 1898 die SDAPR aus dem Zusammenschluss von sechs marxistischen Gruppen hervorgegangenen. Mitglieder wurden verhaftet oder gingen ins Exil.

Ein wichtiges Thema in den Auseinandersetzungen war die Frage der Parteimitgliedschaft. Obwohl eines der mächtigsten Länder der Welt, war das zaristische Russland bis ins ausgehende 19. Mit dem opferreichen Verlauf des Ersten Weltkrieges und der sich verschärfenden Versorgungskrise in den Städten verstärkte sich erneut die Unzufriedenheit in der russischen Bevölkerung, vor allem bei den Soldaten und den Arbeitern. Russland stand am Rande des wirtschaftlichen Ruins.

Die Bolschewiki standen nach dem Februar zunächst unter Führung der Petrograder Funktionäre Molotow und Schljapnikow, nach deren Rückkehr aus dem Exil dann unter der von Stalin und Kamenew. Mit Hilfe des Deutschen Reiches wurde Lenin in einer geheimen Aktion aus seinem Schweizer Exil in einem verplombten Eisenbahnwaggon über Schweden nach Petrograd gebracht. Die Oktoberrevolution, von den Mittelmächten zuerst als taktisches Manöver, das eine Wende im Ersten Weltkrieg zu ihren Gunsten bringen sollte, mit gefördert, bildete jedoch das entscheidende Fanal für linksrevolutionäre Kräfte der ganzen Welt und setzte letztendlich den Grundstein für das Ende, mindestens den Machtverlust der meisten europäischen Monarchien. Theoretische Grundlage der KP bildeten die Schriften Lenins, der die Theorien von Karl Marx unter Berücksichtigung der Situation Russlands zum Leninismus erweiterte.