Das Licht der Campagna PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Hygiene spielte im Römischen Reich ab der späten Republik eine große Rolle. Mit dem Thema der Hygiene im Römischen Reich befasst sich die Forschung erst seit kurzem. Die Wohnverhältnisse im antiken Rom unterschieden sich nicht wesentlich von denen in den Großstädten des 19. Während die Armen in ungesunden Wohnungen in der Subura zusammengepfercht hausten, besaßen die Reichen großzügig geschnittene Villen auf den Hügeln das Licht der Campagna PDF Stadt.


Författare: Claude Lorrain.
Im Mittelpunkt der Ausstellung Das Licht der Campagna steht das zeichnerische Werk eines der bedeutendsten europäischen Landschaftskünstler: Claude Gellée, gen. Lorrain (1604/05-1682). Es ist die erste umfassende Präsentation in Deutschland, die sich explizit dem zeichnerischen Werk Lorrains widmet. Das vielfältige Œuvre des aus dem heutigen Frankreich stammenden Künstlers, der als Maler und Zeichner beinahe sein ganzes Leben lang in Rom lebte und arbeitete, weist noch heute ca. 1.200 nachweisbare Blätter auf. Die Ausstellung zeigt 90 hochrangige Feder- und Pinselzeichnungen aus dem Department of Prints and Drawings des British Museum, London. Die sorgsam ausgewählten Blätter stammen größtenteils aus den berühmten Sammlungen des Sir Richard Payne Knight und der Herzöge von Devonshire.

Obwohl vier Ädile für die Straßenreinigung verantwortlich waren, existierte keine öffentlich organisierte Müllabfuhr. Man hat diverse Aufschriften gefunden, die das Abladen von Müll an bestimmten Orten verbieten oder anordnen. Bei Ausgrabungen fand man Überreste von Ratten sowohl in Abfallhaufen, als auch in der Kanalisation. Mäuse zwischen Speiseresten sind auf diversen Mosaiken abgebildet.

Die Archäozoologie hat in Kloaken, Senkgruben und Abfallplätzen Flöhe, Läuse, Fliegen sowie verschiedene andere Insekten und Insektenlarven nachgewiesen. Auch die Ausführung der Straßenreinigung oblag den Anwohnern. Gesetze regelten ihre Pflichten, städtische Aufsichtsbeamte kontrollierten sie. Zur Spülung der Straßen diente das Überfallwasser der öffentlichen Brunnen, wie Sextus Iulius Frontinus in seiner Schrift De aquis urbis Romae beschrieb.

Eine wichtige Quelle für die offizielle Ordnung der Stadtreinigung ist auf Bronzetafeln festgehalten, die man bei Herakleia fand. Diese Bronzetafeln enthalten Kopien der Lex Iulia municipalis. Der Großteil der römischen Bevölkerung lebte in sehr beengten Wohnverhältnissen. Die billig hochgezogenen Insulae besaßen höchstens in ihren unteren Stockwerken Annehmlichkeiten wie fließend Wasser und Latrinen. Die Wohnungen in den teilweise bis zu zwölf Stockwerke hohen Insulae waren eng und schlecht belüftet und oftmals erheblich überbelegt. Wegen der Brandgefahr durften sie keine Feuerstelle haben, sondern höchstens ein Kohlebecken.

Verglasung konnten sich nur die Reichen leisten. Das Raumklima war je nach Jahreszeit feucht-heiß oder feucht-kalt. Augustus erließ Gesetze, die die Höhe der Häuser begrenzen sollte, und Nero setzte nach dem großen Brand breitere Straßen und Feuermauern durch, doch Tacitus berichtet, dass die Einwohner um ihre Gesundheit fürchteten, weil nun Sonnenhitze ungehindert bis zum Boden gelangte. In der Kaiserzeit bürgerte es sich ein, sich während der Sommermonate aufs Land zurückzuziehen. Zum Hausputz dienten Besen, Bürsten und Schwämme mit Sägemehl, Asche und Gipspulver als Scheuermittel. In vielen Häusern befand sich die Toilette in der Küche, um einen gemeinsamen Schmutzwasserabfluss zu nutzen. Auch die Küchenabfälle wurden dort entsorgt oder in im Hausinneren oder im Garten angelegten Gruben.

Mäuse zwischen abgenagten Knochen und sonstigen Speiseresten tummeln. Doch selbst wenn der Boden nach einem Fest so aussah, so standen doch den Gastgebern genügend Sklaven zur Reinigung zur Verfügung. Nahrungsmittel wurden von weither in die Stadt geschafft. Man konnte sie auf verschiedene Weise lagern und haltbar machen. Columella gibt in seinem Ratgeber De re rustica Anweisungen dazu.

Die Bewohner der Insulae besaßen keine Herde und mussten sich in Garküchen versorgen. Da zu dem Rauch von unzähligen Kochfeuern und Werkstätten in der Großstadt Rom noch die Verbrennung der Leichen vor den Mauern kam, war die Luftbelastung im städtischen Ballungsraum Rom recht hoch. Denn die Schriftsteller über die alten Sitten Roms sagen uns, dass man Arme und Beine, die nämlich bei der Arbeit beschmutzt wurden, alle Tage abwusch, den ganzen Körper aber nur alle acht Tage badete. Ab dem dritten vorchristlichen Jahrhundert kam das Baden und Frisieren in Mode.

Nicht nur die reichen Sklavenbesitzer kamen in den Genuss eines gepflegten Aussehens: Der Besuch eines Bades kostete nur einen Viertel As. Friseure hatten ihre Läden an jedem öffentlichen Platz. Dienste man in den Thermen in Anspruch nehmen konnte. 450 l pro Einwohner mit genügend Wasser zu versorgen, war eine technische und logistische Großleistung. Zwar sind solche Wasserleitungen keine römischen Erfindungen, doch gehören die Aquädukte, die Wasser aus bis zu 90 km Entfernung in die Stadt leiteten, zu den großartigsten Überresten der römischen Kultur. Wasser galt als Allgemeingut, dessen Verwaltung eins der höchsten römischen Ämter verlangte.

Der erste Curator aquarum war 33 v. Marcus Vipsanius Agrippa, der auf eigene Kosten mehrere, teilweise noch heute funktionierende Aquädukte, die ersten großen Thermen, die sogenannten Agrippa-Thermen, sowie hunderte Zisternen und Brunnen errichten ließ. Jahrhundert begann man Wasser durch Kanäle in die Stadt zu leiten. Später ergänzten Aquädukte die unterirdischen Leitungen. Es war bekannt, dass die Wasserqualität vom Entnahmeort abhängig ist. Die Wasser sind so, wie die Erde, aus der sie quellen, schrieb Plinius.