Das Leben des Grafen Münster (1766–1839) PDF

Das Fürstentum Salm war vom 30. Februar 1811 ein Staat im äußersten Westen Westfalens. Das Fürstentum Salm war das Leben des Grafen Münster (1766–1839) PDF der kaiserlichen Ratifikation des Reichsdeputationshauptschlusses am 27.


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April 1803 bis zur Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II. Das Fürstentum war ein Kondominium der Fürstentümer Salm-Salm und Salm-Kyrburg. Mit den in Westfalen gelegenen, gemeinsam regierten Territorien des Fürstentums Salm wurden die Fürstenhäuser Salm-Salm und Salm-Kyrburg für den Verlust ihrer linksrheinischen Gebiete entschädigt, die das Heilige Römische Reich deutscher Nation im Frieden von Lunéville am 9. Nach den Verhältnissen des Jahres 1808 war das Fürstentum Salm im Westen, Süden und Osten vom Großherzogtum Berg umgeben. Im Norden grenzte es an das Königreich Holland, im Südosten an die Landesteile Recklinghausen und Dülmen des Herzogtums Arenberg-Meppen. Ursprünglich hatte ein Fürstentum Salm bereits im 17. Dieses Herrschaftsgebiet war aus der Grafschaft Salm in den Vogesen entstanden.

Eine frühere Wild- und Rheingrafschaft bzw. Reichsrechtlich wurden den Fürsten zu Salm-Salm und Salm-Kyrburg im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25. Der russisch-französische Entschädigungsplan, der die Grundlage für die Erarbeitung einer Reichsdeputation bildete, zielte darauf, die münsterischen Ämter Ahaus und Bocholt sowie Teile der Ämter Wolbeck und Rheine den Häusern Salm-Salm, Salm-Kyrburg, Salm-Reifferscheidt und Salm-Grumbach als gemeinschaftlich regiertes Herrschaftsgebiet zuzuweisen, was diese jedoch erfolgreich reklamierten. August 1806 kam bei der Gründung des Rheinbundes die kleine reichsunmittelbare Herrschaft Gemen als weiteres Territorium noch hinzu. Das winzige Gebiet der Herrschaft Gemen rund um die gleichnamige Burg war von 1803 bis 1806 als Enklave vom Fürstentum Salm umgeben gewesen.

Die kleine reichsunmittelbare Herrschaft Anholt an der Issel, in die Konstantin Alexander Fürst zu Salm-Salm nach Verlust seines linksrheinischen Fürstentums seit etwa 1790 seine Familie und sich in Sicherheit gebracht hatte, bildete für den Vorgang der Staatsgründung des Fürstentums Salm den territorialen Anknüpfungspunkt. Die fürstlichen Linien Salm-Salm und Salm-Kyrburg teilten sich im Fürstentum Salm die Rechte an den vormals fürstbischöflich-münsterischen Ämtern Bocholt und Ahaus: Salm-Salm zu zwei Dritteln, Salm-Kyrburg zu einem Drittel. Diese Aufteilung war im Reichsdeputationshauptschluss vorbehaltlich späterer Anordnungen vorgesehen worden. Die Rechte an der Herrschaft Anholt standen dem Hause Salm-Salm ungeteilt zu. Auf der Grundlage des Friedens von Lunéville begannen die Häuser Salm-Salm und Salm-Kyrburg bereits etwa 1801 damit, sich mit der Bildung eines gemeinsamen Staates im westlichen Zipfel Westfalens zu befassen.

Mit Ratifikation der Rheinbundakte am 25. Protektorat Kaiser Napoleons gründeten und sich vom Heiligen Römischen Reich lossagten. Die Lossagung der süd- und westdeutschen Fürsten vom Heiligen Römischen Reich war letztlich eine Folge des österreichisch-preußischen Dualismus und der konstitutionellen Schwächen des Reichs. Besonders Preußen hatte sich, wie sein Verhalten im Separatfrieden von Basel enthüllte, vom Gedanken der Reichsintegrität abgekehrt. Die Lossagung der Fürsten ist ferner vor dem Hintergrund des von Kaiser Franz II.