Das Leben des Antonio Gramsci PDF

Die Artikel Bürgergesellschaft, Zivilgesellschaft und Bürgerliche Gesellschaft überschneiden sich thematisch. Die Bedeutung des Begriffs Zivilgesellschaft ist in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie das Leben des Antonio Gramsci PDF Geschichts-, Sozial- und Verwaltungswissenschaft unterschiedlich akzentuiert und ausgerichtet. Zivilgesellschaft kann unter drei verschiedenen Dimensionen betrachtet werden.


Författare: Giuseppe Fiori.
Antonio Gramsci (1891–1937) gehörte zu den Begründern der Kommunistischen Partei Italiens und gilt als einer der bedeutendsten marxistischen Denker des 20. Jahrhunderts. Bis zu seiner Verhaftung durch die Faschisten im Jahr 1926 war er Abgeordneter im italienischen Parlament; er verstarb nach zehnjähriger Haft, während der er wertvolle und weitsichtige neue Überlegungen zu Fragen der proletarischen Demokratie, zum Verhältnis von Faschismus und Arbeiterbewegung sowie zur Möglichkeit einer sozialistischen Revolution gegen den entwickelten bürgerlichen Staat verfasste. In seiner packenden und jetzt neu aufgelegten Biographie schildert Giuseppe Fiori das Leben dieses großen Denkers. Indem er die Person Gramscis der politischen Geschichte und den sozialen Verhältnisse Italiens hineinstellt, schafft er ein vielschichtiges Porträt, das bis heute seine Aktualität nicht verloren hat. Mit Das Leben des Antonio Gramsci ist Fiori etwas ganz Außergewöhnliches und Seltenes gelungen: Die ergreifende Darstellung eines sehr schweren, aktiven und zugleich sehr einsamen Lebens.

Aus normativer Perspektive wird Zivilgesellschaft mit einem demokratischen Gemeinwesen und einer gerechten Gesellschaft gleichgesetzt. Die habituelle Perspektive bezieht sich auf einen bestimmten Typus sozialen Handelns. Zivilgesellschaft als Begriff und Konzept kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In der Klassischen Antike war societas civilis Synonym für die ideale Lebensweise von freien Bürgern. Alexis de Tocqueville, ein französischer Adeliger, der zu Beginn des 19. Zivilgesellschaft wurde als Begriff auch von Antonio Gramsci geprägt. Er sah darin die Gesamtheit aller nichtstaatlichen Organisationen, die auf den Alltagsverstand und die öffentliche Meinung Einfluss haben.

Hier finden die Auseinandersetzungen um kulturelle Hegemonie statt, die für das Überleben der Hegemonie des Kapitalismus erforderlich sind. Die Meinungsbildung im Diskurs sowie unter Austausch gegensätzlicher Standpunkte sind zentrale Komponenten des Konzepts der Zivilgesellschaft. Umgang miteinander ist eine weitere zentrale Komponente des Konzepts „Zivilgesellschaft“. Strittige Themen oder Pläne sollen unter beiderseitigem Respekt der Beteiligten gewaltfrei diskutiert und einem Kompromiss zugeführt werden. Bürgergesellschaft und insbesondere bürgerliche Gesellschaft hierzulande lange Zeit mit einem Negativimage behaftet waren. Es ist ein sehr umfassendes Verständnis von zivilgesellschaftlichem Engagement, das hier zugrunde gelegt wurde, wobei auch von der Enquete-Kommission mit dem Leitbild der Bürger- bzw. Zivilgesellschaft die Vision einer gerechteren und demokratischeren sowie wesentlich auf Partizipation beruhenden Gesellschaft verbunden wurde.

Konkret benennt der Bericht der Kommission Ziele, Inhalte und Verfahrensweisen von Bürger- bzw. Zivilgesellschaft kann unter einer normativen, einer habituellen bzw. Aus normativer Perspektive wird Zivilgesellschaft gleichgesetzt mit dem positiv in die Zukunft gerichteten Projekt eines demokratischen Gemeinwesens und einer gerechten Gesellschaft. Dass ihre Mitglieder zivil miteinander umgehen, wird unterstützt durch politische Rahmenbedingungen, die ebenfalls durch Zivilität geprägt sind. Die dritte Perspektive auf Zivilgesellschaft ist akteurszentriert. Das heißt, dass hier der Fokus auf konkret handelnden Personen und Organisationen liegt, die selbstorganisiert tätig werden.