Das Institut Gatersleben und seine Geschichte PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Der Johannisbrotbaum ist ein äußerst hitze- und trockenresistenter, immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 10 bis 20 Metern erreicht. Der Stamm ist kräftig und die Äste sind gespreizt, das Institut Gatersleben und seine Geschichte PDF er eine ausladende, halbkugelige Krone bekommt. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 10 bis 20 Zentimeter lang und in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert.


Författare: Klaus Müntz.
Ende des 2. Weltkrieges in Wien gegründet und nach dem Krieg in der DDR als Forschungszentrum für Genetik und Kulturpflanzenforschung neu aufgebaut, steht das Forschungsinstitut exemplarisch für die Wissenschaftsentwicklung in unterschiedlichen politischen Systemen. Die Autoren beleuchten die historische Entwicklung aus institutioneller, wissenschaftspolitischer und gesellschaftlicher Perspektive. Sie zeigen, wie Forscher in der DDR erreichten, dass ihr Institut den Anschluss an internationale Entwicklungen nicht verlor. Mit farbigen Abbildungen.

Die meist paarig aber auch unpaarig gefiederte Blattspreite besitzt zwei bis fünf Paare meist gegenständiger Fiederblättchen. Ungefähr sechs Jahre nach der Keimung blüht ein Exemplar zum ersten Mal. Die Blütezeit reicht von September bis November. Die ungefähr 6 bis 12 Millimeter großen, kurz gestielten Blüten sind meistens fünfzählig mit einfacher Blütenhülle. Der fünfzähnige Kelch ist diskusförmig und grünlich bis purpurfarben, Kronblätter fehlen. 10 bis 30 Zentimeter lang, 1,5 bis 3,5 Zentimeter breit und etwa 1 Zentimeter dick, gerade oder gebogen, mit wulstigem Rand und ledriger Schale. Sie wird knapp ein Jahr nach der Befruchtung reif und kann über Monate am Baum hängen bleiben.

Die extrem harten, glänzenden und braunen Samen sind 8 bis 10 Millimeter lang, 7 bis 8 Millimeter breit und 3 bis 5 Millimeter dick. Die Baumkrone kann einen Umkreis von 12 bis 15 Metern Durchmesser beschatten. Die ledrigen Laubblätter verhindern, dass gespeichertes Wasser schnell verdunstet. Da der Johannisbrotbaum viele der älteren, dürren Blätter abwirft und dadurch seine Verdunstungsoberfläche reduziert, genügen ihm 350 bis 550 mm Jahresniederschlag. Früher waren auch die Synonyme Bockshorn und Soodbrot verbreitet. Der Ertrag liegt im jahrzehntelangen Mittel bei durchschnittlich rund 75 kg je Baum. Jedoch sind Ernten von 100 bis 200 oder gar 250 kg bei besonders kräftig und isoliert herangewachsenen Bäumen keine Seltenheit.

Ein Arbeiter kann an einem Tag 250 bis 280 kg Früchte ernten. Sirup verarbeitet oder zu alkoholischen Getränken vergoren. Auch der Kaftanhonig wird aus dem Johannisbrot gewonnen. Das Fruchtfleisch wird auch zu Carobpulver vermahlen, das Kakaopulver ähnlich, aber nicht so bitter ist. Um hochwertiges Carob zu erhalten, werden wegen des häufig bitteren Geschmacks der Enden nur die Mittelteile der Hülsenfrüchte grob zerkleinert, geröstet und zu Johannisbrotmehl vermahlen. Der Zuckergehalt und das spezielle fruchtig-karamellige Aroma des Pulvers erinnern geschmacklich an Kakao.

Im Unterschied zu diesem ist Carobpulver aber sehr fettarm und frei von anregenden Substanzen wie Koffein oder Theobromin. Gut verschlossen ist es über mehrere Jahre haltbar. Das ballaststoffreiche, fettarme Pulver enthält Vitamin A, B, Calcium und Eisen, wodurch es als diätetisches Lebensmittel und für Kinder geeignet ist. Das entzuckerte Fruchtmark des Johannisbrotbaums ist reich an unlöslichen Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Sein Verzehr kann bei gesunden Menschen zu einer kurzfristigen Senkung der Blutfettwerte beitragen und gleichzeitig die Fettverbrennung anregen. Carobpulver kann Kakaopulver in allen Funktionen ersetzen.