Das Erlebnis und die Dichtung PDF

Gedichtform, die heute weltweit das Erlebnis und die Dichtung PDF ist. Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt.


Författare: Wilhelm Dilthey.
Ein Jahrhundert nach ihrem ersten Erscheinen wird Diltheys seinerzeit viel beachtete Publikation Das Erlebnis und die Dichtung in den Band XXVI, den letzten der Gesammelten Schriften, aufgenommen. Das Ensemble der vier Aufsätze zeigt sich im Kontext des Dilthey’schen Gesamtwerks unter erweiterter Perspektive: Die Edition dokumentiert Veränderungen der Aufsätze von den Erstfassungen an, kommentiert sie mit Rücksicht auf Verknüpfungen untereinander und mit anderen Werken Diltheys und teilt unbekannte Stücke aus dem Nachlass mit. So werden die Schwerpunktverschiebung von der Theologie zur Literatur bei Lessing, die Konsolidierung des Erlebnisbegriffs im Hölderlin- und Goethe-Aufsatz, seine Ansätze für Novalis sowie die späte Einordnung nationaler Literaturentwicklung in einen (west)europäischen Rahmen überhaupt erst sichtbar.

Bashō erneuerte mit seinen Schülern die Haikai-Dichtung und ermöglichte ihr die Anerkennung als ernsthafte Literatur. Wörter in den Wortgruppen vertikal aneinandergereiht werden. Es gibt jedoch kritische Stimmen über die Verteilung von Silben wie Vicente Haya oder Jaime Lorente. Der andere Teil sieht in Haiku den Oberbegriff. Formal sind beide identisch, da ihre Kennzeichen jeweils Kürze, Konkretheit, Gegenwärtigkeit und Offenheit sind. Im Deutschen werden Haiku meist dreizeilig geschrieben. Bis um die Jahrtausendwende galt zudem die Vorgabe von 5-7-5 Silben.

Davon haben sich allerdings die meisten deutschsprachigen Haijin entfernt. Sie weisen darauf hin, dass japanische Lauteinheiten alle gleich lang sind und weniger Information tragen als Silben in europäischen Sprachen. So hat Stockholm zwei Silben, aber sechs Moren. Moderne Haiku-Schulen hinterfragen weltweit zudem nicht nur die traditionellen Formen, sondern auch manche Regeln der Textgestaltung und versuchen, neue Wege zu gehen. Die japanische Dichtung ist nicht silbenzählend, sondern quantisierend.

Ein Haiku nach traditionellem Vorbild besteht aus einem Vers zu drei Wortgruppen à fünf, sieben und fünf japanischen Moren: 5-7-5. In Übertragungen oder Nachbildungen in europäischen Sprachen erscheint das Haiku diesen Wortgruppen entsprechend als Dreizeiler. Eine japanische Silbe trägt eine Mora, wenn der Vokal kurz ist und die Silbe offen auslautet. Ein langer Vokal trägt zwei Moren.