Das Bistum Lebus und seine Bedeutung für die deutsche Ostsiedlung PDF

Die Geschichte Brandenburgs erstreckt das Bistum Lebus und seine Bedeutung für die deutsche Ostsiedlung PDF über mehr als tausend Jahre. Dieser lange Zeitraum ist von vielen Brüchen gekennzeichnet. Der germanischen Frühbesiedlung, die im 5. Jahrhundert im Zuge der Völkerwanderung stark zurückging, folgten ab dem 6.


Författare: Urs Zelle.
Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichte des Mittelalters), Veranstaltung: Einführung in die Kirchengeschichte der Mark Brandenburg im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand der Arbeit ist die Errichtung und Entwicklung des Bistum Lebus im 12. Jahrhundert unter den Voraussetzungen des sich formierenden polnischen Staates. Es geht um die Frage, ob der polnische Staat bestimmte Bedingungen schaffen oder erfüllen musste, um die Gründung des Bistums vorzunehmen. Weiter soll betrachtet werden, ob die deutsche Ostsiedlung im Hochmittelalter eine Bedeutung für die Konsolidierung der brandenburgischen Herrschaft hatte.
Dazu sollen die Beziehungen des Deutschen Reiches und dessen Verhältnis zum neu entstandenen polnischen Territorialstaat beleuchtet werden. Über die direkten politischen Rahmenbedingungen der Diözesangründung und den historischen Zeitpunkt, wird die Rolle vom Bistum Lebus in der damaligen Situation erklärt.

Stämme, die sich in dem weitgehend menschenleeren Gebiet niederließen und im späten 7. Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde Brandenburg als ein Land der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Darstellung einer slawischen Rundburg in der Niederlausitz im 9.

Bodenbefunde bezeugen, dass seit der Steinzeit Menschen vor ca. 000 Jahren in diesem Gebiet gesiedelt haben. 000 Jahre sind die ältesten Funde im Umfeld des Neandertalers alt. Im Zuge der Völkerwanderungen verließen die Sueben, der elbgermanische Teilstamm der Semnonen, ab dem 5. Diese beiden Stämme lagen gelegentlich untereinander und mit angrenzenden Slawenstämmen in kriegerischem Streit um das jeweils beste Siedlungsland.

Die Sprewanen und Heveller betrieben Ackerbau, daneben auch Jagd und Fischerei. Die Zahl der Einwohner blieb gering, und somit blieb das Land dünn besiedelt. Allgemein war das Land kulturell wenig erschlossen und galt mehr als Durchgangsland. Jahr 928 das erste Heer des deutschen Königs Heinrich I. Gebiet Brandenburgs ein, um die ansässigen Heveller zu besiegen und zu unterwerfen. 936 die Einrichtung von Marken, deutschen Grenzregionen im Slawenland. So entstanden zwei Markgrafschaften in den Ostgebieten zwischen Elbe und Oder.

Im großen Slawenaufstand von 983 verbündeten sich viele slawische Stämme zum Lutizenbund und befreiten sich noch einmal für 150 Jahre von deutscher Herrschaft und Christianisierung. Der Aufstand begann mit dem Überfall auf den Bischofssitz von Havelberg am 29. Damit endete die erste deutsche Expansionswelle bis zum Zerfall des Lutizenbundes in der Mitte des 11. Die slawischen Stämme blieben zersplittert, sie verfolgten keine einheitlichen Ziele und bekämpften sich weiterhin gegeneinander. In den folgenden eineinhalb Jahrhunderten wurde die spätere Mark Brandenburg allerdings wiederholt von Kriegszügen heimgesucht, die von deutscher und polnischer Seite teils gemeinsam, teils in Konkurrenz zueinander ausgeführt wurden. Im Jahr 1127 kam in der Burg Brandenburg der Hevellerfürst Pribislaw an die Macht.