Das Bild der NS-Herrschaft in den Memoiren führender Generäle des Dritten Reiches PDF

Er wurde mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes und der Württembergischen Militärverdienstmedaille das Bild der NS-Herrschaft in den Memoiren führender Generäle des Dritten Reiches PDF Gold ausgezeichnet. Speidel blieb nach Kriegsende Berufssoldat und wurde als Kompanie- und Ordonnanzoffizier beim 13.


Författare: Michael Bertram.
Michael Bertram analysiert in seiner Studie, wie Vertreter der ehemaligen Wehrmachtspitze ihre Vergangenheit während der NS-Diktatur im Spiegel ihrer Memoiren darstellen. Dabei betrachtet er den Inhalt der Memoiren Mansteins, Kesselrings und Keitels in Hinblick auf die Themenkomplexe: Holocaust, Kommissarbefehl, Behandlung der Kriegsgefangenen, Widerstand, Umgang der Besatzungsmacht mit der Zivilbevölkerung in Polen, Westeuropa, der UdSSR sowie in Italien. Die in den Memoiren getroffenen Aussagen kontrastiert er mit der Realität des historischen Kontextes. Ferner nimmt Bertram eine vergleichende Betrachtung zu der Haltung der Regimegegner Canaris, Tresckow und Speidel vor.
Ergänzend gibt Bertram eine überblickshafte Darstellung der gesellschaftlichen Lage im Nachkriegsdeutschland, wie sie durch Kirchen, Politik, Soldatenverbände und nicht zuletzt eben durch die Memoiren von Akteuren des NS-Regimes geprägt wurde, und setzt sich mit der in dieser Zeit vorherrschenden unkritischen Akzeptanz des in den Erinnerungen vermittelten Bildes der NS-Diktatur auseinander.

24 mit Unterstützung seiner Vorgesetzten in Berlin, Tübingen und Stuttgart Geschichte und Volkswirtschaft und promovierte am 14. Oktober 1933 wurde Speidel als Gehilfe des deutschen Militärattachés nach Paris versetzt. 1939 wurde Speidels Division am Westwall eingesetzt. 1940 nahm er als Ia des IX. Im März 1942 wurde Speidel zum Chef des Generalstabes des V. Im April des gleichen Jahres wurde er Chef des Stabes der Heeresgruppe B unter Erwin Rommel und versuchte, diesen für den militärischen Widerstand gegen Adolf Hitler zu gewinnen. Sein Chef Speidel und Choltitz regelten die Nichtbefolgung des berüchtigten ‚Führerbefehls‘ in stillem Einvernehmen untereinander.

Speidel widmete sich nach der Entlassung aus alliiertem Gewahrsam wieder wissenschaftlichen Arbeiten. Speidels älterer Bruder Wilhelm Speidel war 1942 bis 1944 Militärbefehlshaber von Südgriechenland bzw. 55 die Bundesrepublik Deutschland bei den Verhandlungen über einen Eintritt in die NATO. November 1955 zum Chef der Abteilung Gesamtstreitkräfte im Bundesverteidigungsministerium berufen und erneut zum Generalleutnant ernannt. Im März 1964 wurde er sechsundsechzigjährig in den Ruhestand verabschiedet und im Oktober desselben Jahres zum Präsidenten der Stiftung Wissenschaft und Politik gewählt.

Speidel bemühte sich intensiv, die Legende einer sauberen Wehrmacht zu entwickeln und setzte sich für verurteilte Kriegsverbrecher ein. Deutsches Kreuz in Gold am 8. Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 1. Ein Beitrag zu Rommels und des Reiches Schicksal. Dieter Krüger: Hans Speidel und Ernst Jünger. Freundschaft und Geschichtspolitik im Zeichen der Weltkriege. Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78567-1.