Das Archetypenkonzept C. G. Jungs PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Mythen erheben einen Anspruch auf Geltung für die von das Archetypenkonzept C. G. Jungs PDF behauptete Wahrheit. In einem weiteren Sinn bezeichnet Mythos auch Personen, Dinge oder Ereignisse von hoher symbolischer Bedeutung oder auch einfach nur eine falsche Vorstellung oder Lüge. Eine bis zum Ende des 19.


Författare: Christian Roesler.
Das Konzept der Archetypen und des Kollektiven Unbewussten stellt den Kern der Analytischen Psychologie C. G. Jungs dar. Das Buch fasst erstmals in einem Überblick die klassische Theorie der Archetypen und der archetypischen Stationen des Individuationsprozesses bei Jung und seinen Schülern sowie die theoretische Weiterentwicklung auf der Basis von Forschung und Erkenntnissen aus der Anthropologie, Humangenetik und den Neurowissenschaften zusammen. Dabei wird deutlich, wie kontrovers die Theorie ist und dass die Auffassungen Jungs umfassend revidiert werden müssen. Die Anwendungen des Konzeptes werden ausführlich an Fallbeispielen und Traumserien illustriert.

Jahrhundert finden sich stark voneinander abweichende Definitionen. Mythos als kulturübergreifende sinnstiftende Erzählweise gebe, hatte in der Zeit des Neuhumanismus zahlreiche Anhänger. In manchen Mythen deuten die Menschen sich selbst, ihre Gemeinschaft oder das Weltgeschehen. Regelmäßige Abläufe in der Natur und der sozialen Umgebung werden auf göttliche Ursprungsgeschichten zurückgeführt. Jenseits der geschichtlichen Zeit sind Mythen in einem von numinosen Kräften oder Personifikationen beherrschten Raum angesiedelt.

In inhaltlicher Hinsicht werden Mythen manchmal eingeteilt in kosmogenische oder kosmologische Mythen, die die Entstehung und Gestalt der Welt thematisieren, und anthropogene Mythen über die Erschaffung oder Entstehung des Menschen. Kulturen und wurden durch einen ausgewählten Personenkreis wie Priester, Sänger oder Älteste mündlich weitergegeben. In schriftlosen Religionen spielten mündlich überlieferte Erzählungen eine vergleichbar wichtige Rolle wie die Heiligen Schriften in den Weltreligionen. Sie dienen zum Teil heute noch der Weitergabe und Erhaltung des Glaubens und der damit verbundenen Wertvorstellungen. Xenophanes und Hekataios von Milet hielten Mythen für moralisch verwerfliche oder lächerliche Erfindungen, Epikur lehnt Göttermythen radikal ab.