Blitzschutzsysteme 1 PDF

Dies ist die gesichtete Version, die am 1. Dieser Artikel behandelt das Blitzschutzsysteme 1 PDF Erdung allgemein. Für den Erdungskontakt des 230-V-Netzes siehe Schutzleiter oder Schutzkontakt.


Författare: Jürgen Wettingfeld.

Mit der Veröffentlichung der Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x) im Jahr 2006, einschließlich ihrer nationalen Beiblätter, haben sich für Planer, Prüfer und Errichter im Blitzschutz erhebliche Änderungen ergeben. Physikalisch begründete Methoden und Hinweise verbessern die Wirksamkeit von Blitzschutzsystemen und berücksichtigen auch die zunehmende Komplexität baulicher Anlagen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der 2. Edition der Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x) im Jahr 2011 wieder.
Ein zeitgemäßer Blitzschutz besteht immer aus dem äußeren sowie inneren Blitzschutz und muss Fragen des Personenschutzes genauso beantworten wie Fragen, die zu einer erhöhten Verfügbarkeit der technischen Infrastruktur einer baulichen Anlage führen.
Großflächige Industrieanlagen haben z. B. meist ausgedehnte Leitungsnetze, an denen die elektronischen Systeme der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik angeschlossen sind. Auch die Netze der Informations- und Kommunikationstechnik in modernen Verwaltungsgebäuden haben enorme räumliche Ausmaße angenommen. Eine bloße Aneinanderreihung von klassischen Maßnahmen des Blitzschutzes ist hier oft nicht mehr ausreichend für die Sicherstellung eines ausreichenden Schutzniveaus für diese Elektroniksysteme.
Dieses Buch betrachtet die Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x) ganzheitlich und unter praktischen Aspekten. Insbesondere die Hinweise zur DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2, Risikoabschätzung), zur DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3, Blitzschutz für bauliche Anlagen) und zur DIN EN 62305-4 (VDE 0185-305-4, Blitzschutz für elektrische und elektronische Systeme) sollen dem Planer, Prüfer und Errichter die Anwendung der Normenreihe in der Praxis erleichtern. Aus diesem Grund enthält das Buch viele Beispiele, Ausführungsbilder und Berechnungen.
Basierend auf einer kurzen Beschreibung von Physik und Schadenwirkungen der Blitzentladung wird das Prinzip des Blitzschutzes baulicher Anlagen detailliert dargestellt. Insbesondere werden Aufbau, Inhalte und Anforderungen des aktuellen Stands der deutschen und damit europäischen bzw. internationalen Blitzschutznormung, also der Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305-x), ausführlich aufgeführt.

Die Erdung ist die Gesamtheit aller Mittel und Maßnahmen zum Erden, das heißt, zur Ableitung von elektrischen Strömen in den Erdboden bzw. Sie sind als offen bezeichnet, wenn Überspannungs-Schutzeinrichtungen, z. Schutzfunkenstrecken, in die Erdungsleitung eingebaut sind. Erdung ist in der elektrotechnischen Umgangssprache häufig ein Synonym für Potentialausgleich. Mit Erde bezeichnet man zum einen das Erdreich und zum anderen das elektrische Potential des leitfähigen Erdreichs. Die Erdung hat zum Ziel, ein definiertes Bezugspotential oder einen Potentialausgleich herzustellen, durch den eine möglicherweise auftretende Spannung kurzgeschlossen werden soll.

Diese Norm enthält weitgehend die deutsche Übersetzung der lEC 60050-826:2004 mit geringfügigen nationalen Anpassungen. Mit der Schutzerdung wird eine sichere Verbindung von elektrischen Anlagen und Geräten zum Erdreich erstellt, damit bei fehlerhafter Gerätefunktion das Auftreten von gefährlichen Berührungsspannungen vermieden wird. Die Schutzerdung kann auch der Funktionserdung dienen, nicht jedoch umgekehrt. Die Blitzschutzerdung soll den Blitzstrom sicher ins Erdreich abführen, um Gebäude zu schützen. Die Funktionserdung dient dazu, elektrische Einrichtungen sicher zu betreiben. Mit der Funktionserdung sollen Störströme sicher abgeleitet und elektrische Störeinkopplungen vermieden werden. Die Betriebserdung wird überwiegend in Kraftwerken und Schaltanlagen eingesetzt und soll einen störungsfreien Betrieb der Anlage oder der Geräte sicherstellen.

Vielfach werden Erdungen auch kombiniert und miteinander vermascht. Maßnahmen, die zur Verbindung eines elektrischen Teils mit der Erde erforderlich sind und ist ein wesentlicher Bestandteil sowohl in Niederspannungs- als auch in Hochspannungsnetzen. Bei Neubauten ist die Erdungsanlage die erste technische Einrichtung, die eingebaut werden muss. Die Erdungsanlage besteht aus den Erdungsleitungen und einem oder mehreren Erdern. Entsprechend diesen Anforderungen werden die jeweiligen Erdungssysteme ausgelegt und installiert. Bei der Installation der Erdungsanlage muss der Konstrukteur sowohl die Beschaffenheit des Erdreichs als auch die Höhe der zu erwartenden Fehlerströme berücksichtigen.

Menschen und andere Lebewesen sind gefährdet, wenn sie zwei elektrisch leitfähige Objekte berühren, zwischen denen eine gefährlich hohe elektrische Spannung besteht. Erdungen zum Ex-Schutz ähneln Maßnahmen zum ESD-Schutz und schützen Personen und Sachwerte. Mit Erdungsgeräten vermeidet man Zündquellen durch elektrostatische Aufladung. Der sogenannte Erdungsspieß ist ein Zubehörteil eines mobilen Stromerzeugungsaggregats. Sollte dessen Generator nicht an einen vor Ort vorhandenen Erder angeschlossen werden können, wird dieser bis zu einen Meter lange Kupferstab in den Boden getrieben und mit der Generatoranlage verbunden. Es ist vorgeschrieben, vor Arbeiten an elektrischen Anlagen mit gefährlichen Spannungen, zum Beispiel an Verteilern, Freileitungen oder Oberleitungen, die Spannung abzuschalten und danach alle elektrischen Leiter zu erden. Nur in Ausnahmefällen und nur für speziell ausgebildete Elektrofachkräfte ist es zulässig, dies zu unterlassen, zum Beispiel bei Arbeiten unter Spannung.