Berlin im Feuilleton der Weimarer Republik PDF

Jahrhunderts ist das Feuilleton als Kulturteil einer Zeitung eines der fünf klassischen Ressorts, neben Politik, Wirtschaft, dem Lokalteil und dem Sportteil. In Deutschland bezeichnet Feuilleton klassischerweise die journalistische Berichterstattung über kulturelle Ereignisse, Entwicklungen und Neuheiten. Formen des Feuilletons gab es schon lange Zeit, berlin im Feuilleton der Weimarer Republik PDF diese Bezeichnung verwendet wurde. Schon die ersten Zeitungen enthielten kritische Buch- und Theaterbesprechungen und veröffentlichten Gedichte oder Romanauszüge.


Författare: Eike Rautenstrauch.

Das Feuilleton, auch Kulturressort genannt, hat von den Kulturwissenschaften bisher kaum Beachtung erfahren. Insbesondere die »Zeitungsstadt« Berlin jedoch brachte während der Weimarer Republik einen faszinierenden Fundus an feuilletonistischer Kurzprosa hervor, der die kulturellen Charakteristika der Metropole kennzeichnete. Eike Rautenstrauch untersucht exemplarische, im Feuilleton publizierte Kurzessays von Joseph Roth, Bernard von Brentano und Siegfried Kracauer, die sich anhand von Architekturfigurationen in zeitgenössische Kulturdiskurse einschreiben. Die Synthese von literaturwissenschaftlicher Essayforschung und kulturhistorischer Feuilletonforschung stellt in dieser Form ein methodisches Novum dar.

Der Begriff des Feuilletons stammt aus den Zeiten der Französischen Revolution. Jahrhundert übernahmen auch Zeitungen im deutschen Sprachraum diese Verlagerung ins Hauptblatt. Einige berühmte Musiker schrieben Musikkritiken für das Feuilleton, wie zum Beispiel Richard Wagner oder Engelbert Humperdinck für die Frankfurter Zeitung. Auch berühmte und erfolgreiche Wissenschaftler schrieben Feuilletons.