Benedikt von Aniane PDF

Galler Klosterplan ist die früheste Darstellung eines Klosterbezirks aus dem Mittelalter. Er entstand vermutlich zwischen 819 und 826 im Kloster Reichenau und ist im Besitz der Stiftsbibliothek Benedikt von Aniane PDF. Er wird dort unter der Bezeichnung Codex 1092 aufbewahrt.


Författare: Gabriele Ziegler.
Gabriele Ziegler beschreibt die Lebensgeschichte und historische Bedeutung des Benedikt von Aniane (ca. 750 – 821 n. Chr.). Dieser reformierte alle Klöster des Fränkischen Reiches und unterstellte sie der Regel des hl. Benedikts.

77,5 cm und besteht aus fünf zusammengenähten Teilen aus Pergament, die mit weißen Darmfäden zusammengehalten werden. Begonnen wurde die Arbeit mit dem zentralen Teil des Plans mit Kirche und Klausur, später wurde die Zeichenfläche angestückt. Die rote Menningefarbe ist nur an einigen Stellen am inneren Rand der Anfügungen abgesprungen, wo der Plan gefaltet war. Die Inschriften sind in gleichmäßigem Duktus in braunschwarzer Tinte ausgeführt. Jahrhundert wurde der Plan in der nordwestlichen Ecke beschädigt. Damals hatte ein Mönch die Rückseite des Plans dazu verwendet, das Leben des Heiligen Martin aufzuschreiben.

Zur Vereinfachung wurde der Plan entsprechend der beschriebenen Spalten gefaltet. April 1949 wurde der Plan im Schweizerischen Landesmuseum von der Leinwand abgelöst, auf die er im 17. Jahrhundert zur Verstärkung aufgezogen worden war. Dadurch erscheint er nicht mehr in einem düsteren Braun, sondern viel heller. Angesichts der langen und aktiven Forschungsgeschichte konkurrieren heute verschiedene Deutungen, die bislang nicht überall widerspruchsfrei aufgelöst werden konnten.

Punkte ließ sich jedoch weitgehender Konsens herstellen. So gilt heute die Herstellung des Planes im Kloster Reichenau als weitgehend gesichert, ebenso ein Zeitfenster zwischen etwa 819 und etwa 837 mit dem Schwerpunkt auf den frühen Jahren, während über eine noch genauere Datierung Uneinigkeit herrscht. Florian Huber glaubt in der Beischrift des Gänsestalls ein Chronogramm mit der Jahreszahl 819 erkennen zu können. Als Absender des Planes wird Haito vermutet, Abt des Klosters Reichenau. Als Ratgeber Karls des Großen hatte er einen hohen Rang inne, war aber doch gleichrangiger Amtsbruder des St. Haito hatte 822 auf alle Würden verzichtet und lebte fortan als Mönch im Kloster Reichenau, wo er 835 starb.

Es werden unterschiedliche Maßstäbe des Planes diskutiert. Walter Horn hielt 1979 den Plan für eine Kopie, da er keine Zeichenspuren finden konnte. Zu welchem Zweck der Klosterplan angefertigt wurde, ist nicht geklärt. Gemäß der Widmungsinschrift wurde der Plan für Abt Gozbert erstellt, der dem Kloster St. Gallen von 816 bis 837 vorstand.

Gozbert ließ im Jahr 830 die bestehende Klosterkirche abreißen und durch einen Neubau ersetzen, doch die damals errichtete Kirche war keine genaue Umsetzung des Klosterplans. Vermutung, dass der Plan im Süden entstanden sein könnte. Galler Klosterplans wurde im Juni 2013 bei der süddeutschen Kleinstadt Meßkirch begonnen. Die Benediktinerabtei in Umberto Ecos Roman Der Name der Rose entspricht im Prinzip dem St. Walter Horn, Ernest Born: The Plan of St. California Studies in the History of Art. University of California Press, Berkeley CA u.

Michael Imhof: Bischofssitze, Kirchen, Klöster und Pfalzen im Umkreis Karls des Großen. In: Michael Imhof, Christoph Winterer: Karl der Große. Leben und Wirkung, Kunst und Architektur. Werner Jacobsen: Der Klosterplan von St. Entwicklung und Wandel von Form und Bedeutung im fränkischen Kirchenbau zwischen 751 und 840. In: Gesellschaft für die Geschichte und Bibliographie des Brauwesens. Segal: Monastery and Plan of St.