Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Heft 85/86 PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Bereits als Kind will Steiner erste Erfahrungen mit Hellsichtigkeit gehabt haben. So habe er im Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Heft 85/86 PDF von sieben Jahren in einer Vision seine Tante gesehen, die fast zeitgleich an einem weiter entfernten Ort Selbstmord begangen hatte.


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Die «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe » enthalten aus den Beständen des Rudolf Steiner Archivs erschlossenes Studienmaterial zu einzelnen Bänden der Gesamtausgabe bzw. zu dort behandelten Themen sowie zu werkgeschichtlichen Zusammenhängen und einzelnen Schaffensperioden Rudolf Steiners. Redaktion Wolfram Groddeck und Walter Kugler. Die Hefte 1 bis 5 erschienen 1949–1954 als interne Ausgaben zur Nachlassfrage und sind deshalb nicht Bestandteil der allgemeinen Reihe. Mit Heft 122 schließt die Reihe. In ihrer Nachfolge erscheint seit 2012 das «Archivmagazin. Beiträge aus dem Rudolf Steiner Archiv».

Nach dem Besuch der Realschule Wiener Neustadt konnte Steiner dank eines Stipendiums von 1879 bis 1883 an der Technischen Hochschule in Wien studieren. Seine Studienfächer waren Mathematik und Naturwissenschaften mit dem Ziel des Lehramts an Realschulen. Von 1882 bis 1897 war Steiner Herausgeber der naturwissenschaftlichen Schriften Johann Wolfgang von Goethes. Daneben gab Steiner auch die Werke des Philosophen Arthur Schopenhauer und des Dichters Jean Paul heraus. Für mehrere Lexika verfasste er Beiträge zu naturwissenschaftlichen Themen. Zeitweilig war er auch Redakteur der in Wien erscheinenden Deutschen Wochenschrift. Steiner publizierte sie 1918 in überarbeiteter Fassung erneut und bezeichnete sie auch im Alter noch als sein Hauptwerk.

Seine Erkenntnistheorie, die er in der Auseinandersetzung mit Goethes naturwissenschaftlichen Schriften entwickelt hatte, nahm in Anlehnung an den Deutschen Idealismus und namentlich an Johann Gottlieb Fichte ihren Ausgangspunkt im erkennenden Subjekt. Konsequenzen aus seiner monistischen Weltsicht zog. Der Monismus lehrt uns die ausnahmslose Geltung der ewigen, ehernen, großen Gesetze im ganzen Universum. Damit zertrümmert derselbe aber zugleich die drei großen Zentral-Dogmen der bisherigen dualistischen Philosophie, den persönlichen Gott, die Unsterblichkeit der Seele und die Freiheit des Willens. Steiners Verhältnis zu Haeckel war bei aller ostentativen Parteinahme durchaus zwiespältig. Freiheitsphilosophie, mit welcher er eng an Friedrich Nietzsche und Max Stirner anschloss. Nichts ist wahr, alles ist erlaubt.